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  • 19.09.2014 · 04:05

  • von Roman Wittemeier

Nissan-LMP1: Die Suche nach Fahrern

Nissan will Talente in die LMP1-Klasse bringen, deutet aber auch die Verpflichtung von erfahrenen Piloten an: Geheimtests und Basis in USA

(Motorsport-Total.com) - Um das LMP1-Projekt von Nissan war es in den vergangenen Monaten sehr ruhig. Offenbar haben die Japaner allerdings im Hintergrund bereits einige Arbeit geleistet. Als neue Basis soll die ehemalige ChampCar-Garage von Forsythe in Indianapolis genutzt werden. Die dortigen Anlagen werden derzeit modernisiert und auf die Bedürfnisse des LMP1-Werksteams angepasst. Zudem betreibt man Entwicklungen bei Nismo in Japan und bereitet einen Standort in Europa (Cranfield in Großbritannien) vor.

Nissan GT-R LM Nismo

Nissan wird den GT-R Lm am 8. Dezember in Florida auspacken Zoom

Nach Informationen von 'sportscar365.com' wird Nissan den neuen GT-R LM am 8. Dezember in Florida vorstellen - vermutlich in Sebring, wo am Folgetag Testfahrten geplant sind. In den Wochen zuvor will Nissan den neuen LMP1-Hybridwagen geheim auf eigenen Testgeländen erproben. Fraglich ist derzeit noch, wer bei den ersten Fahrten hinter dem Steuer des Prototypen sitzen wird. Angeblich will man mindestens einen der Fahrer aus dem GT-Academy-Programm ins Boot holen. Die Namen Lucas Ordonez, Jann Mardenborough und Wolfgang Reip werden immer wieder genannt.

Nissan will ab 2015 mit zwei Fahrzeugen in der WEC agieren und ein drittes beim Saisonhöhepunkt in Le Mans an den Start bringen. Hierfür braucht man einen mindestens neun Piloten umfassenden Kader - allein mit Talenten von der Playstation ist dies nicht zu machen. Aber man hält an diesem außergewöhnlichen Nachwuchskonzept fest. Viele frühere Finalisten aus den USA sollen zu einer Sichtung eingeladen, anschließend über LMP3 und LMP2 an die Spitze gebracht werden. Nissan will 2016 einen Amerikaner im Auto sehen.

Nissan will LMP1-Piloten abwerben

Die Japaner werden die neue LMP3-Klasse exklusiv mit Motoren ausstatten, somit hat man die Karriereleiter vorgezeichnet. Die kleinste Prototypenklasse, die ab dem kommenden Jahr in der ELMS und der AsLMS fährt, wird von 5,0-Liter-V8-Saugmotoren befeuert. Die Laufleistung zwischen zwei Revisionen soll bei 10.000 Kilometern liegen. Die LMP3-Kategorie soll einen Einstieg für Talente bilden, die ihre Zukunft auf der Langstrecke sehen. Allerdings braucht so etwas Zeit - und die hat Nissan eigentlich nicht.

Für die ernsthafte Entwicklung eines LMP1-H-Fahrzeuges braucht man einen erfahrenen Piloten, der sich mit den modernen Systemen an Bord eines solchen Autos auskennt. Nick Heidfeld, der seit Monaten mit einem Werkscockpit bei den Japanern in Verbindung gebracht wird, hat keine Erfahrung mit den komplexen Hybridsystemen in den Autos von Audi, Porsche oder Toyota. Woher soll ein guter Entwicklungspilot also kommen? Nissan muss wildern. Und genau dies passiert nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' gerade.

Aus dem Umfeld von Toyota ist zu hören, dass die Landsleute von Nissan "fast alle LMP1-Piloten angesprochen" haben. Die Fahrer von TMG halten sich bei dem Thema bedeckt, aber gewisse Annäherungsversuche scheint es gegeben zu haben - womöglich auch bei Audi und Porsche. "Viele Fahrer klopfen bei uns an", wird Nismo-Marketingchef Darren Cox von 'sportscar365.com' zitiert. Der Brite deutet eine spektakuläre Verpflichtung an.

"Wir sprechen mit Fahrern, mit denen man wohl nicht unbedingt rechnet, weil man meint, sie seien in ihrem derzeitigen Umfeld sehr glücklich. Vielleicht sind sie es aber doch nicht", meint Cox. Nissan wird den ersten Piloten des LMP1-Programmes angeblich kurz nach dem WEC-Rennen in Fuji verkünden. Man schaut nicht nur in der WEC, sondern auch anderswo nach Fahrern. "Wir haben J.P. Oliveira, der für uns in Japan fährt. Es gibt auch noch andere schnelle Brasilianer."

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