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Nach Davidson-Crash: Perazzini wähnt sich unschuldig

Während Ferrari-Amateur Piergiuseppe Perazzini die Schuld am Horrorcrash in Le Mans von sich weist, darf Anthony Davidson das Krankenhaus verlassen

(Motorsport-Total.com) - Die Kollision von Anthony Davidson und Piergiuseppe Perazzini bei den 24 Stunden von Le Mans war die Schrecksekunde der 80. Ausgabe des Klassikers. Bei der Anfahrt auf Mulsanne schob sich der Toyota TS030 Hybrid im Knick vor der Kurve innen neben den deutlich langsamer fahrenden Ferrari 458 Italia. Doch der italienische Amateurfahrer verschätzte sich und machte die Türe zu. Nach der Berührung stieg der LMP1-Bolide auf und überschlug sich - beide donnerten mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel.

Anthony Davidson

Als Davidson versorgt wird, steht Perazzini hinter den Leitplanken unter Schock Zoom

Während Davidson nach der Flugeinlage beim Aufprall auf dem Asphalt zwei Wirbelbrüche erlitt, kam der 56-Jährige mit dem Schrecken davon. Und ist sich keiner Schuld bewusst. "Ich habe ihn schon im Rückspiegel gesehen, aber es ist sehr schwer die Entfernung abzuschätzen", schildert er gegenüber 'auto motor und sport' den Unfall. "Er ist mir einfach in die Rennlinie reingefahren und hat mich seitlich getroffen. Das war schon so spät in der Bremszone vor der Kurve, da konnte ich nicht mehr reagieren."

Tatsächlich wird der Geschwindigkeitsunterschied zwischen LMP1- und GT-Autos vor allem in den Bremszonen eklatant, denn die Prototypen sind nicht nur schneller, sie bremsen auch deutlich später. Während der Ferrari-Pilot die Schuld von sich weist, darf sein britischer Crashpartner endlich das Krankenhaus in Le Mans verlassen.

Über 'Twitter' informiert der Toyota regelmäßig über seinen Zustand. Während er in der Nacht von Sonntag auf Montag aufgrund der enormen Schmerzen kaum schlafen konnte, machte er am Dienstag bereits seine ersten Schritte. "Ein kleiner Schritt für einen Mann - ein noch kleinerer Schritt für mich", bewies er auf 'Twitter', dass er seinen Humor nicht verloren hat.

Das lag auch an den zahlreichen Genesungswünschen, die er über unterschiedlichste Wege erhielt. Zudem schenkte ihm seine Toyota-Crew einen vom gesamten Team signierten Rückspiegel des Boliden. "Ist das alles, was vom Auto übrig ist?", scherzte Davidson. Heute Mittwoch wird er mit dem Notarzt-Flugzeug von Le Mans nach Oxford transportiert - die Ärzte rechnen damit, dass die Rekonvaleszenz rund drei Monate dauern wird. Der 33-Jährige gibt sich schon wieder kämpferisch: "Le Mans, du warst wieder einmal grausam, aber eines Tages werde ich auf deinem obersten Treppchen stehen."

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