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Corvette mit starkem Auftritt im Qualifying

Bei Corvette-Racing ist man nach der ersten GT1-Pole seit 1976 guter Dinge für das Rennen - Jan Magnussen Schnellster, Oliver Gavin Dritter

(Motorsport-Total.com) - Jan Magnussen hat für Corvette Geschichte geschrieben. Der Däne holte im Qualifying von Le Mans die ersten GT1-Pole auf dem umgebauten Le-Mans-Kurs für die amerikanische Mannschaft. Der Ex-Formel-1-Pilot fuhr in 3:47.669 Minuten die schnellste Runde in der großen Sportwagen-Kategorie, das Schwesterauto wurde von Oliver Gavin mit rund einer Sekunde Abstand auf Platz drei der GT1-Klasse gestellt. "Ich hatte eine richtig gute Runde", freute sich der Däne. "Wir haben alles gut zusammengebracht und müssen nun nur noch kleine Feinarbeiten am Setup machen."

Jan Magnussen

Jan Magnussen fuhr für Corvette die erste GT1-Pole seit 1976 nach Hause Zoom

In der ersten Session des Donnerstagabends beschränkten sich beide Corvettes auf Longruns und leisteten wertvolle Setup-Arbeit, die allerdings immer wieder durch rote Flaggen behindert wurde. Von den zwei Stunden Fahrzeit fielen insgesamt 52 Minuten den Unterbrechungen nach teils heftigen Abflügen zum Opfer. Zu Beginn der letzten Qualifying-Session gingen die Fahrzeuge mit den Startnummern 63 und 64 frühzeitig auf die Bahn und markierten prompt deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vortag im Bereich von zwei Sekunden.#w1#

Magnussen: Von GT2-Auto gebremst, von LMP1-Prototyp gezogen

Corvette Heck

Auch im Rennen soll die Konkurrenz nur die Rückleuchten der Corvette sehen Zoom

"Es ging erst gar nicht so gut los, weil unheimlich viele Autos im Paket fuhren", erklärte Magnussen. "Ich hatte gehofft, zwei langsamere GT2-Autos vor mir noch in der Aufwärmrunde überholen zu können, aber ich habe sie dann erst in der fliegenden Runde vor Tertre Rouge geschnappt. Ich habe dabei etwas Zeit liegenlassen. Als ich gerade etwas Ärger aufbaute, zog ein Prototyp an mir vorbei und ich konnte mich schön in den Windschatten hängen und den Zeitverlust so wieder wettmachen." Die Topzeit des Dänen war um fast viereinhalb Sekunden schneller als die beste Corvette-Runde des Vorjahres.

"Die Pole-Position in Le Mans zu holen, ist immer etwas Historisches", jubelte Corvette-Rennleiter Doug Fehan. "Es ist einfach die Dokumentierung der guten Arbeit einer Mannschaft, der Lohn für harte Arbeit und gute Vorbereitung. Corvette Racing ist nun seit neun Jahren in Le Mans dabei. Diese Kontinuität zahlt sich dann durch Erfolg wieder aus." Im vergangenen Jahr hatte man mit einem Auto einen Ausfall zu beklagen, die Magnussen-Corvette kam als zweiter GT1-Wagen auf Gesamtrang sechs ins Ziel. "Wir waren mit dem letztjährigen Ergebnis nicht glücklich. Jetzt haben wir mal gezeigt, wie unglücklich wir waren", beschrieb Fehan den Ansporn der Mannschaft.

Der letzte Qualifying-Erfolg von Corvette beim Langstreckenklassiker in Le Mans datiert aus dem Jahr 1976, als John Greenwood auf die Klassen-Pole fahren konnte. Der Amerikaner hatte damals 3:54 Minuten für eine Runde benötigt, also acht Sekunden mehr als heute - damals fuhr man allerdings noch ohne Schikanen auf der langen Hunaudières-Geraden. "Es macht immer viel Spaß, dort herauszugehen und gegen Jan zu kämpfen", sagte der Verlierer des teaminternen Duells, Oliver Gavin. "Wir fahren ja nicht nur mit einer einzigen Corvette, sondern haben einen harten hausinternen Wettbewerb."

Beretta von Nacht-Qualifying begeistert

"Ein Le-Mans-Qualifying ist gut fürs Ego, aber man gewinnt kein Rennen damit." Olivier Beretta

"Unsere Mannschaft hat bei der Vorbereitung der Autos einen fantastischen Job gemacht", lobte der Brite. Und weiter: "Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass nicht ich der schnellste Corvette-Pilot sein konnte, aber wir schauen uns in den Daten die Unterschiede mal genauer an. Das Auto wird für das Rennen ganz neu präpariert." Die Corvette-Crew hatte im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften einen eher ruhigen Donnerstagabend, denn im Team gab es keinen einzigen Zwischenfall.

Alle Piloten mussten in der Nachtsession drei gezeitete Runden hinlegen - das schreibt das Reglement des ACO vor. "Es war sehr wichtig, diese drei Umläufe in der Dunkelheit zu fahren und ich war damit richtig glücklich", bilanzierte Olivier Beretta. "Jan hat eine verdammt gute Runde gefahren, aber es waren beide Autos schnell. Die Bedingungen waren sehr gut, denn die Strecke war sauber und schön kühl, beschrieb der ehemalige Formel-1-Pilot und fügte an: "Ein Le-Mans-Qualifying ist gut fürs Ego, aber man gewinnt kein Rennen damit. Wir haben noch 24 Stunden vor uns. Wir müssen cool und entspannt bleiben und dann schauen wir mal, was so alles passieren wird."

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