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Le Mans: Peugeot holt die Dreifach-Pole

Alle drei Peugeot stehen beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans vorne - Audi nur leicht verbessert - Sensation durch Stefan Mücke

(Motorsport-Total.com) - Die französischen Motorsport-Fans dürfen schon ein erstes Mal laut jubeln. Die drei Peugeot 908 HDi FAP haben ihre Spitzenpositionen beim abschließenden Qualifying am Donnerstag verteidigen können. Stéphane Sarrazin, Pedro Lamy und Alexander Wurz starten am Samstag von der Pole-Position in die 76. Auflage des Langstreckenklassikers. Auf Rang zwei folgt das Schwesterauto mit der Fahrerbesetzung Montagny/Klien/Zonta (3:18.682 Minuten), dahinter runden Gené/Minassian/Villeneuve (3:21.490 Minuten) das optimale Ergebnis für die französischen Löwen ab.

Stéphane Sarrazin

Unangefochten vorne: Peugeot holte sich im Qualifying die ersten drei Plätze Zoom

Die von Sarrazin gestern markierte Fabelzeit von 3:18.513 Minuten wurde heute nicht mehr unterboten. Peugeot musste zur Verteidigung der Spitzenplätze heute ohnehin nicht mehr auf intensive Zeitenjagd gehen, denn die Gegenwehr von Audi hielt sich in Grenzen. Der beste Audi R10 TDI steht auf Startplatz vier. Capello/McNish/Kristensen konnte ihre Zeit vom Vortag immerhin noch um knapp drei Zehntelsekunden verbessern, die Rundenzeit von 3:23.847 Minuten war jedoch immer noch um über fünf Sekunden hinter dem Topwert von Peugeot.#w1#

Stefan Mücke

Stefan Mücke fuhr den Lola-Aston-Martin von Charouz auf Platz sechs Zoom

Auf Rang fünf folgt in der Startaufstellung der zweite Audi von Luhr/Premat/Rockenfeller (3:24.287 Minuten), vor der Überraschung des Tages: Charouz. Stefan Mücke jagte den Lola-Aston-Martin in 3:25.185 Minuten um die 13,6 Kilometer lange Strecke und schlug damit ausgerechnet die Vorjahressieger Biela/Pirro/Werner (3:25.289 Minuten) im dritten Audi! Mücke hatte seinen LMP1-Boliden zu Beginn des vierten Qualifyings bis zum Letzten ausgequetscht und sich vor den favorisierten Diesel geschoben. Marco Werner versuchte in den letzten Minuten der entscheidenden Session noch zu kontern, doch kam nur noch nah an die Mücke-Zeit heran, konnte ihn aber im dichten Verkehr nicht schlagen.

Viele Unterbrechungen in der ersten Donnerstags-Session

Die Qualifikation hatte am Donnerstag zunächst kaum Zeitverbesserungen parat gehalten, denn durch heftige Regenschauer am frühen Morgen bot die Piste kaum Grip. Erst langsam sanken die Rundezeiten auf ein ähnliches Niveau wie am Mittwoch. Beeindruckend schnell war heute erneut der nagelneue Dome S102 von Ito/Tachikawa/Kataoka (8./3:26.928 Minuten) unterwegs. Die Japaner kamen immerhin bis auf knapp zwei Sekunden an die Zeit des langsamsten Audi R10 TDI heran. Für 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist Klaus Graf und seine Cytosport-Mannschaft (12./3:31.305 Minuten) lief heute alles nach Plan. Man hatte sich auf weitere Abstimmungsarbeit mit dem Lola-Judd beschränkt.

Der erste Teil des heutigen Qualifyings war von vielen Zwischenfällen bestimmt. Zunächst fuhr Franco Groppi im Courage-Oreca (10./3:30.490 Minuten) in der Kurve vor der Mulsanne-Geraden in die Leitplanken, eine Stunde später erwischte es den Peugeot mit der Startnummer neun. Riccardo Zonta rutschte in der Corvette-Kurve einfach geradeaus und schlug heftig ein. Der Wagen musste später in der Box fast komplett zerlegt und aufgebaut werden. Zonta blieb bei dem Unfall unverletzt.

Klaus Graf

'Motorsport-Total.com'-Kolumnist Klaus Graf im Lola-Judd von Cytosport Zoom

Schlimmer erging es Stuart Hall mit seinem Creation-AIM. Der Brite flog in Tertre Rouge ab und trudelte quer über die Fahrbahn. Hall musste von den Bergungskräften aus dem Fahrzeug befreit werden und wurde nach erster Behandlung noch an der Strecke später in ein Krankenhaus gebracht. Über den genauen Gesundheitszustand des Creation-Pilots ist zurzeit nichts bekannt. Die Session wurde 15 Minuten vor dem Ende nicht mehr neu gestartet, dafür begann man mit dem abschließenden Qualifikations-Abschnitt entsprechend früher.

Die entscheidende Session war gerade einmal zehn Minuten alt, als Olivier Panis seinen Courage-Oreca (13./3:31.243 Minuten) in Arnage beim Bremsen verlor. "Ich hatte neue Reifen drauf. Die Räder haben vor der Kurve blockiert und ich bin mit dem Wagen im Zaun gelandet", beschrieb der Franzose den Unfallhergang. "Es war ganz klar meine Schuld. Ich habe gar nicht mal so spät gebremst, aber ich habe einfach beim Anbremsen die Kontrolle verloren." Für das Teqam Oreca-Matmut gab es somit am späten Abend durch Unfallschäden an beiden Fahrzeugen noch viel Arbeit.

LMP2: Van-Merksteijn-Porsche standesgemäß vorne

In der LMP2-Klasse stellte Jos Verstappen die standesgemäße Rangfolge mit seinem Van-Merksteijn-Porsche (14./3:32.301 Minuten) wieder her. Der niederländische Ex-Formel-1-Pilot verbesserte sich um fast zwei Sekunden im Vergleich zum Vortag und nahm den Markenkollegen von Essex-Racing (16./3:33.441 Minuten) die provisorische LMP2-Pole vom Mittwoch locker wieder ab. Die dänische Konkurrenz um das Fahrertrio Nielsen/Elgaard/Maassen konnte aber ohnehin kaum kontern, denn ab 19:53 Uhr machte man sich zwangsläufig an einen aufwändigen Motorenwechsel und blieb in der Garage.

Als einziges Team des gesamten Starterfeldes drehte heute das deutsche Kruse-Schiller-Team (34./3:47.802 Minuten) keine einzige Runde. Das Rolltor der Box blieb den ganzen Tag geschlossen, weil man nach dem heftigen Crash von Hideki Noda am Vortag immer noch mit den Reparaturarbeiten beschäftigt war. Einen deutlichen Sprung nach vorne machte am späten Abend noch Andy Wallace im RML-Lola-MG (25./3:40.027 Minuten).

GT1: Corvette nur hauchdünn in Front

Karl Wendlinger

Bei Aston Martin erledigte man weitere Abstimmungsarbeit für das Rennen Zoom

In der GT1-Klasse haben die Corvettes selten so viel Druck bekommen. Zwar setzte sich das Trio O'Connell/Magnussen/Fellows (31./3:47.668 Minuten) am Ende des Tages durch, doch war die Konkurrenz von Labre (33./3:47.761 Minuten) mit dem Saleen S7R und der Fahrerbesetzung Bouchut/Bornhauser/Smet extrem nah dran. Die Aston-Martin-Mannschaft hielt sich aus der - ohnehin in den GT-Klassen nicht sonderlich angesagten - Zeitenjagd komplett heraus. Brabham/Garcia/Turner (36./3:48.994 Minuten) waren knapp schneller als ihre prominenten Kollegen Wendlinger/Piccini/Frentzen (37./3:49.060 Minuten).

In der GT2-Klasse stehen zwei Porsche 997 GT3 RSR vorne. Narac/Long/Lietz (44./3:58.152 Minuten) konnten sich im Vergleich zum Mittwoch um mehr als zweieinhalb Sekunden steigern und dürfen somit mit ihrem IMSA-Porsche die kleine Klasse anführen, dahinter folgen Davison/Henzler/Felbermayr (45./3:59.072 Minuten).

Die Startaufstellung in der Übersicht:

01. LMP1 Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot 908 HDi FAP) - 3:18.513 Minuten
02. LMP1 Montagny/Zonta/Klien (Peugeot 908 HDi FAP) - 3:18.682
03. LMP1 Gené/Minassian/Villeneuve (Peugeot 908 HDi FAP) - 3:20.451
04. LMP1 Capello/McNish/Kristensen (Audi R10 DTI) - 3:23.847
05. LMP1 Luhr/Premat/Rockenfeller (Audi R10 DTI) - 3:24.287
06. LMP1 Mücke/Charouz/Enge (Lola Aston Martin) - 3:25.158
07. LMP1 Biela/Pirro/Werner (Audi R10 DTI) - 3:25.289
08. LMP1 Ito/Tachikawa/Kataoka (Dome Judd S102) - 3:26.928
09. LMP1 Bouillon/Collard/Dumas (Pescarolo Judd) - 3:28.533
10. LMP1 Groppi/Ayari/Duval (Courage-Oreca Judd) - 3:30.490
11. LMP1 Primat/Tinseau/Treluyer (Pescarolo Judd) - 3:30.618
12. LMP1 Pickett/Graf/Lammers (Lola Judd) - 3:31.135
13. LMP1 Panis/Pagenaud/Fässler (Courage-Oreca Judd) - 3:31.243
14. LMP2 Van Merksteijn/Verstappen/Bleekemolen (Porsche RS Spyder) - 3:32.301
15. LMP1 Gounon/Johansson/Nakano (Epsilon Euskadi Judd) - 3:32.939
16. LMP2 Nielsen/Elgaard/Maassen (Porsche RS Spyder) - 3:33.441
17. LMP1 Burgueno/Valles/De Castro (Epsilon Euskadi Judd) - 3:34.281
18. LMP1 Ickx/Gregoire/Barbosa (Pescarolo Judd) - 3:35.020
19. LMP2 Barazi/Vergers/Moseley (Zytek 07S) - 3:35.344
20. LMP2 Pompidou/Belicchi/Zacchia (Lola Judd) - 3:35.401
21. LMP1 Hall/Goossens/Mowlem (Creation AIM CA07) - 3:35.994
22. LMP1 Terada/Takahashi/Katoh (Courage Mugen) - 3:37.560
23. LMP1 Evans/Berridge/Streton (Lola AER B06-10) - 3:38.024
24. LMP2 Hughes/Kane/Foster (Embassy Zytek) - 3:39.926
25. LMP2 Erdos/Newton/Wallace (Lola MG B05-40) - 3:40.027
26. LMP2 Amaral/Pla/Smith (Lola AER B05-40) - 3:41.193
27. LMP1 Nicolet/Hein/Faggionato (Pescarolo Judd) - 3:42.126
28. LMP2 Ragues/Lahaye/Cheng (Pescarolo Judd) - 3:42.545
29. LMP2 Ojjeh/Gosselin/Sharpe (Zytek 07S) - 3:43.148
30. LMP2 Rostan/Devlin/Jeanette (Radical AER SR9) - 3:46.631
31. GT1 O'Connell/Magnussen/Fellows (Corvette C6.R) - 3:47.668
32. LMP1 Lewis/Willman/McMurry (Creation Judd) - 3:47.695
33. GT1 Bouchut/Bornhauser/Smet (Saleen S7R) - 3:47.761
34. LMP2 De Pourtales/Noda/Simonsen (Lola Mazda) - 3:47.802
35. GT1 Beretta/Gavin/Papis (Corvette C6.R) - 3:48.539
36. GT1 Brabham/Garcia/Turner (Aston Martin DBR9) - 3:48.994
37. GT1 Wendlinger/Piccini/Frentzen (Aston Martin DBR9) - 3:49.060
38. GT1 Kox/Rusinov/Hezemans (Lamborghini Murcielago) - 3:52.175
39. GT1 Alphand/Policand/Moreau (Corvette C6.R) - 3:52.993
40. GT1 Menten/Fittipaldi/Borcheller (Aston Martin DBR9) - 3:53.031
41. LMP1 Suzuki/Kageyama/Kurosawa (Courage-Oreca YGK) - 3:53.143
42. GT1 Negrão/Hardman/Leventis (Aston Martin DBR9) - 3:53.475
43. GT1 Goueslard/Blanchemain/Pasquali (Corvette C6.R) - 3:55.736
44. GT2 Narac/Long/Lietz (Porsche 997 GT3 RSR) - 3:58.152
45. GT2 Davison/Henzler/Felbermayr (Porsche 997 GT3 RSR) - 3:59.072
46. GT2 Bell/Sugden/Mullen (Ferrari F430 GT) - 3:59.820
47. GT2 Bergmeister/Van Overbeek/Neiman (Porsche 997 GT3 RSR) - 4:00.106
48. GT2 Kaffer/Nielsen/Ehret (Ferrari F430 GT) - 4:01.464
49. GT2 Salo/Melo/Bruni (Ferrari F430 GT) - 4:01.598
50. GT2 Malucelli/Ruberti/Babini (Ferrari F430 GT) - 4:02.080
51. GT2 Ferté/Aucott/Daoudi (Ferrari F430 GT) - 4:03.293
52. GT2 Dumbreck/Kelleners/Vasiliev (Spyker C8) - 4:03.641
53. GT2 Vilander/Biagi/Montanari (Ferrari F430 GT) - 4:03.810
54. GT2 Krohn/Jonsson/Van de Poele (Ferrari F430 GT) - 4:04.515
55. GT2 Chiesa/Leuenberger/Alexander-David (Spyker C8) - 4:08.284

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