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Code80-Zonen bald auch bei den WEC-Rennen?

Die in diesem Jahr in Le Mans erstmals angewendeten Code80-Zonen könnten bald auch bei anderen WEC-Rennen zum Einsatz kommen

(Motorsport-Total.com) - Seit dem schweren Unfall von Formel-1-Pilot Jules Bianchi in Suzuka wird in der Motorsport-Welt darüber diskutiert, wie Bergungsarbeiten zuverlässig abgesichert werden können. Auch vor diesem Hintergrund planen die Organisatoren der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) die in diesem Jahr in Le Mans erstmals angewendeten Code80-Zonen auch bei den übrigen Rennen der WEC einzusetzen.

Full-Course-Yellow

In Fuji wurde erstmals in dern WEC eine Full-Course-Yellow-Phase ausgerufen Zoom

"Wir sind nicht in Eile, aber das wollten wir immer schon bei den anderen Rennen anwenden", wird ACO-Sportdirektor Vincent Beaumesnil von 'Autosport' zitiert. Erstmals wurden die Code80-Zonen, bei denen in einem definierten Bereich der Rennstrecke nicht schneller als 80 km/h gefahren werden darf, bei den den Langstreckenrennen auf der Nürburgring Nordschleife eingesetzt.

In diesem Jahr wurde das System für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans übernommen, um so einen Einsatz der Safety-Cars, die das Feld auf der langen Strecke in drei Gruppen auseinanderreißen und so immer wieder zu Verzerrungen der Zeitabstände führen, verhindert werden. "Wir müssen das untersuchen. Momentan fehlen uns die Werkzeuge, um es bei einem normalen Rennen anzuwenden", sagt Beaumesnil.

Anstelle des GPS-basierten, automatischen Systems, wie es in Le Mans eingesetzt wird, könnten bei den anderen WEC-Rennen nach Einschätzung von 'Autosport' die Streckenposten mit Warntafeln mit der Aufschrift "NEXT SLOW" und "SLOW" den Beginn einer Code80-Zone signalisieren und auf diesem Wege verhindern, dass es aufgrund plötzlichem Abbremsens zu Auffahrunfällen kommt.


Die Highlights vom WEC-Rennen in Fuji

Die Langstrecken-WM (WEC) gastierte im Oktober in Japan für ein Sechs-Stunden-Rennen in Fuji. Lokalmatador Toyota gewann das Rennen.

Ein anderes Mittel zur Neutralisierung des Feldes wurde beim WEC-Rennen in Fuji erstmals in der Praxis eingesetzt: Die sogenannte Full-Course-Yellow. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Safety-Car-Phase ohne Safety-Car, bei der alle Streckenposten rund um die Strecke gelbe Flaggen schwenken und ein Schild mit der Aufschrift "FCY" zeigen.

In diesem Fall darf auf der gesamten Strecke nicht schneller als 80 km/h gefahren werden. Der Vorteil gegenüber einer klassischen Safety-Car-Phase besteht in der Möglichkeit, das Rennen nach Beseitigung der Gefahrenstelle schneller wieder freizugeben.

Dieses Verfahren war 2013 in Silverstone getestet worden, kam aber erst in diesem Jahr in Fuji zum Einsatz, weil sich die Entwicklung der Software zur Überwachung des Tempolimits verzögert hatte. In Japan wurde im dritten Freien Training und im Rennen eine Full-Course-Yellow ausgerufen.

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