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Audi-Zukunft: Beerbt die Brennstoffzelle den Diesel?

Wird Audi der WEC treu bleiben und künftig auf Brennstoffzelle statt Diesel setzen? Die Möglichkeit ist gegeben, doch zunächst müssen zwei Bedingungen erfüllt werden

(Motorsport-Total.com) - Audi glaubt, dass sie die Technologie besitzen, um ein Wasserstoffauto zu bauen und es bei den 24 Stunden von Le Mans einzusetzen. Stefan Knirsch, Entwicklungsvorstand für Straßenfahrzeuge und neue Technologien, hat bekanntgegeben, dass ein von einer Brennstoffzelle angetriebener LMP1 möglich sei. "Wenn wir unsere Kompetenzen auf diese Art demonstrieren wollen, dann würden wir das tun", sagt er gegenüber 'Autocar'.

Lucas di Grassi, Loic Duval

Audi evaluiert künftige LMP1-Technologieoptionen Zoom

Sein Statement ist eine Reaktion auf die Präsentation des hydro-elektrischen Audi h-tron quattro SUV-Konzeptfahrzeugs auf der Detroit Motor Show im Januar und die ACO-Bekanntgabe im Juni, dass Brennstoffzellen-Technologie in Le Mans und der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) diskutiert werden.

Audis Rennteam entwickelt derzeit allerdings noch kein Fahrzeug mit Wasserstoff-Technologie. "Momentan hat Audi Sport kein Projekt in diese Richtung, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht in die Zukunft schauen", sagt Audi-Chef Dr. Wolfgang Ullrich. Auf die Frage, ob Audi Versuche unterstütze, Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge in der WEC zuzulassen, sagt er: "Es muss diskutiert werden, denn die Einführung von Wasserstoff neben Diesel und Benzin wird nicht leicht werden."


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Ein Wechsel Audis von Diesel auf Wasserstoff müsste Entwicklungen der Straßenfahrzeuge widerspiegeln. Knirsch sagt, dass es wichtig sei, dass Wasserstoff eine "Zukunft für die Produktion" hat, bevor ein motorsportliches Engagement beginnen würde. Audi ist auserwählte Marke des Volkswagen-Konzerns, die die Federführung bei der Entwicklung von Wasserstoffautos übernehmen soll. Noch verfügen die Ingolstädter aber über kein marktreifes Auto mit dieser Technologie.

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Darüber hinaus müssen die Regeln stimmen. Le-Mans-Organisator ACO und die FIA, die die LMP1-Regularien gemeinsam formulieren, haben eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit dem Thema Wasserstoffantrieb und dessen Übernahme ins Regelwerk befasst. Im kommenden Juni will der ACO einen Zeitplan für die Aufnahme von Wasserstoffboliden bekanntgeben. Es ist unwahrscheinlich, dass dies vor 2021 oder 2022 geschehen wird, wenn eine neue Generation von Regularien in Kraft treten wird, die die Nachfolge des 2018er-Reglements antritt.

Der ACO sagt, dass es Hersteller gibt, die Interesse an Wasserstoffantrieben haben. BMW hat die Brennstoffzellentechnologie erforscht, aber das Projekt läuft mittlerweile auf Sparflamme. Schon 2013 hatte der schweizerische GreenGT eine Startberechtigung mit dem H2-Prototypen unter Garage-56-Bedingungen erhalten. Das Auto wurde vor dem Rennen zurückgezogen, doch das Projekt wurde fortgeführt und die jüngste Version des H2 wurde in diesem Jahr während der Le-Mans-Woche präsentiert.

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