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Porsche jubelt über Dreifachsieg

Manthey gelang der Hattrick beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring - Nach Anfangsproblemen war der Weg zum Sieg wieder frei

(Motorsport-Total.com) - Mit einem Dreifachsieg für Porsche endete das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Im Porsche GT3 RSR des Manthey-Teams spulten die Werksfahrer Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb sowie Manthey-Pilot Marcel Tiemann vor 220.000 Zuschauern eine fehlerlose Runde nach der anderen ab und ließen so 215 Konkurrenten hinter sich. Im Ziel hatten sie eine Runde Vorsprung vor dem zweitplatzierten GT3-MR des Manthey-Teams, der von Armin Hahne, Christian Haarmann, Jochen Krumbach und Pierre Kaffer pilotiert wurde. Auf Platz drei landete der Porsche 911 GT3 von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Edgar Althoff und Kenneth Heyer.

Siegerpodium

Die Sektdusche der Sieger war eine Porsche-interne Angelegenheit Zoom

Zu Beginn des Rennens sah es zunächst nicht nach einem weiteren Sieg des Manthey-Porsche mit Startnummer eins aus. Bereits wenige Meter nach dem Start verlor der Trainingsschnellste Lieb im Heckbereich Wasser. Der Verschluss eines Verbindungsstücks im Kühlwasserkreislauf des Motors hatte sich gelöst. Durch die notwendige Reparatur büßte das Team 16 Minuten ein. "Es war mental sehr anstrengend, diesen gewaltigen Rückstand aufholen zu müssen. Deshalb ist dieser Sieg für mich der größte Moment in meiner Karriere", jubelte Lieb. "Die ersten zwölf Stunden sind wir alle mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren und haben vor allem in der Nacht auf nasser Straße pro Runde bis zu 40 Sekunden auf die Spitze gut gemacht", bestätigte Dumas, der in seinem zweiten Einsatz beim Eifel-Marathon zu seinem zweiten Gesamtsieg fuhr.#w1#

Bernhard und Tiemann standen bereits zum dritten Mal in Folge ganz oben auf dem Podium. "Nach dem Gesamtsieg beim Zwölf-Stunden-Rennen in Sebring nun auch noch den Hattrick auf dem Nürburgring geschafft zu haben ist der absolute Wahnsinn und bedeutet mir unglaublich viel", freute sich Bernhard. "Auch wenn es in der zweiten Rennhälfte für viele nicht so aussah - dieser Sieg war bisher mein am härtesten erkämpfter", ergänzte Tiemann.

Der Bart ist ab

"Dieser Hattrick ist die Krönung meiner Karriere als Teamchef." Olaf Manthey

Erst in der Endphase verordnete Teamchef Olaf Manthey seinen Fahrern ein materialschonendes Tempo. Der Vorsprung von über drei Runden auf die Teamkollegen im zweitplatzierten Porsche ließ sogar noch Zeit, um 45 Minuten vor Rennende Getriebeöl nachzufüllen und in Ruhe die meisten Komponenten am Fahrzeug noch einmal zu überprüfen. Dumas steuerte das Auto dann über die Ziellinie. "Dieser Hattrick ist die Krönung meiner Karriere als Teamchef", sagte Olaf Manthey mit Tränen in den Augen und löste seelenruhig seinen Wetteinsatz ein: Sein berüchtigter Zwirbelbart fiel der Schere zum Opfer, weil sein Auto zum dritten Mal in Folge die Nase vorne hatte.

Auch Porsche-Sportchef Hartmut Kristen zeigte sich äußerst zufrieden: "Unsere Teams haben wieder einmal gezeigt, dass bei einem 24-Stunden-Rennen neben Tempo die Haltbarkeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Ein Beweis dafür, dass der Porsche 911 ganz einfach der beste Sportwagen der Welt ist."

Völlig problemlos drehte der zweitplatzierte Porsche 911 GT3-MR, das Siegerauto des 24-Stunden-Rennens 2006, seine Runden. "Wir haben nur Reifen gewechselt und getankt", freute sich Kaffer über sein bisher bestes Ergebnis beim Eifel-Klassiker. Große Freude auch im Team rund um den Fleischwarenfabrikanten Abbelen. "Dieser dritte Platz ist ein weiteres Highlight in meiner Karriere", sagte Sabine Schmitz.

Im besten Porsche GT3 Cup landeten Frank Kräling, Marc Gindorf, Peter Scharmach und UPS-Porsche-Junior Martin Ragginger auf Gesamtrang fünf. Insgesamt platzierten sich acht Porsche unter den besten Zehn.

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