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Renaults Technocentre: Feintuning für die Formel 1

03. November 2005 - 09:35 Uhr

Renault betreibt nicht nur in den Workshops in Viry-Châtillon und Enstone F1-Forschung sondern auch im Technocentre in Guyancourt

Fernando Alonso
Renault forscht intensiv an drei Orten für das Formel-1-Engagement
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Technocentre von Renault in Guyancourt ist ein ultra-moderner Technikstandort - sozusagen das Nervenzentrum der gesamten Renault-Gruppe. Dort nehmen die neuesten Automodelle Kontur an - von den verschiedenen Designstufen, über die Auslegung der Fahrzeugplattformen bis hin zur Fertigungstechnologie.

Seit 2000 leistet diese unschätzbare Quelle auch einen Beitrag zum Formel-1-Engagement von Renault. "Wir hatten das Ziel, Fertigkeiten in speziellen technischen Gebieten anzubieten, die das Renault-Team benötigt", erklärt Bertrand Dumas, der das Projekt gestartet hat.

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"Im Gegenzug profitieren die Mitarbeiter des Technocentre davon, außergewöhnliche Erfahrungen in einem einzigartigen Arbeitsbereich zu sammeln, der sehr wettbewerbsorientiert ist." Das Programm läuft jetzt im sechsten Jahr.

Didier Defrasnes ist der ständige Verantwortliche in Guyancourt für die Zusammenarbeit mit dem Renault-Team. Von den 8.000 Mitarbeitern des Technocentre wurden 16 für das Formel-1-Programm 2005 abgestellt (zehn arbeiteten in Enstone, sechs in Viry-Châtillon)."

"Wir möchten nicht, dass sich dieser Einsatz für die Karriere unserer Mitarbeiter negativ auswirkt", erklärt Defrasnes. "Es soll vielmehr ein Sprungbrett für sie sein, da sie Erfahrungen und Berufspraxis in ganz neuen Bereichen sammeln. Unser Ziel ist es, unseren Leuten Fertigkeiten zu vermitteln, die sie ihre Arbeit in Guyancourt aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen. Vor allem die extrem schnellen Entwicklungszyklen ermöglichen einen hohen Lerneffekt."

Die 16 Beschäftigten arbeiten an verschiedenen Programmen mit. Darunter...

Optimierte Verbrennung: Interne Aerodynamik-Berechnungen für den Motor. Die Motorkraft hängt wesentlich von der Qualität der Verbrennung ab.

Fahrwerk-Kontrollsystem: Hierbei geht es vor allem darum, wie das Auto fährt, wenn es nicht mehr in frischem Zustand ist und die Systeme nicht hundertprozentig arbeiten.

Vibrations-Management: Dies ist ein Bereich, in dem das Technocentre besonders viel einbringen konnte. Hier geht es vor allem um Nebenaggregate und den Fahrkomfort.

Optimierung der Qualität/Zuverlässigkeit: Guyancourt arbeitet verstärkt daran, das Fahrzeug zuverlässiger zu machen.

Außensoftware: Die Software, die auf der Strecke insbesondere zur Auswertung der Telemetriedaten benutzt wird, muss fehlerfrei arbeiten. Guyancourt ist für das Feintuning mitverantwortlich.

Motoroptimierung: Die mathematischen Werkzeuge, die die Forschungsabteilung von Renault benutzt, helfen bei der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Motors.

Material: Die Materialabteilung von Renault wird oft angefragt, um die Materialdatenbank des Renault-Teams aufzufrischen.

Zuverlässigkeit des Motors: Zwei Mitarbeiter überwachen den Motor auf der Strecke, um Probleme ausfindig zu machen oder die Lebensdauer spezieller Komponenten zu ermitteln. Das Ziel ist es, Teile zu optimieren und die Haltbarkeit des Motors über zwei Rennwochenenden zu erhalten.