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Silverstone vor Aus: Die Frage ist nicht ob, sondern wann ...

Mittlerweile gilt als sicher, dass Silverstone seine Ausstiegsklausel für 2019 ziehen wird, nur der Zeitpunkt der Verkündung ist offen - Appell von Jackie Stewart

(Motorsport-Total.com) - Es ist keine Frage ob, sondern wann das Formel-1-Aus von Silverstone bekannt gegeben wird. So heißt es aus Kreisen des British Racing Driver's Club zur Zukunft der traditionsreichsten Rennstrecke der Königsklasse. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Strecke eine Ausstiegsklausel zieht, um den Vertrag mit der Formel 1 nach 2019 zu beenden. Die Frist dafür verstreicht am kommenden Wochenende - pünktlich zum Rennen in Silverstone 2017.

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"Der BRDC hat keine anderen Optionen, als die Sache zu beenden", wird ein namentlich nicht genanntes Mitglied von 'Forbes' zitiert. Dass der Vertrag aufgelöst wird, gilt als sicher, nur der Bekanntgabezeitpunkt ist noch offen. Eigentlich müsste es in den Tagen des Grand Prix geschehen, doch das möchte man dem Event nicht antun und könnte die Verkündung daher ein paar Tage später machen.

Grund für das Aus sind vor allem die jährlich steigenden Kosten in dem über 17 Jahre laufenden Vertrag. Die Antrittsgelder werden in jeder Saison um fünf Prozent erhöht, sodass Silverstone bei Vertragsende 2026 26 Millionen Pfund (rund 29,5 Millionen Euro) bezahlen müsste - zu viel für einen privaten Club, der ohne Zuschüsse der Regierung einen Grand Prix finanzieren muss.

Diesen Umstand findet die britische Rennlegende Jackie Stewart alles andere als angemessen: "Viele andere Sportarten bekommen Unterstützung, um Medaillen nach Hause zu bringen, aber der Britische Grand Prix war nie in der Lage, die Regierung als Unterstützung zu gewinnen - und wir hatten eine Menge Regierungen", beklagt der dreimalige Weltmeister bei 'talkSPORT 2'. "Wenn Vertrag und Machbarkeit nicht übereinstimmen, denn müssen wir einen Weg finden."


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Denn laut dem Schotten darf die Formel 1 Großbritannien unter keinen Umständen verlieren. Fast alle Rennställe sind in der Umgebung beheimatet, zudem fand 1950 der erste Formel-1-Grand-Prix überhaupt in Silverstone statt. Seitdem ist Großbritannien in jedem Jahr eine feste Größe im Kalender. "Großbritannien hat durch seine Erfolge viel für die Motorsport-Welt geleistet: sowohl bei den Fahrern wie auch bei der Technologie in den Autos", sagt Stewart. "In diesem Land sind wir die Hauptstadt der Motorsport-Technologie."

Ein Ausstieg aus dem Vertrag müsste aber noch nicht das endgültig besiegelte Aus für das Rennen sein. Zwar hatte Liberty Media angekündigt, nicht nachverhandeln zu wollen, doch laut dem BRDC werden sie das müssen: "Sie haben nichts anderes, wenn sie einen Grand Prix in Großbritannien wollen", wird ein Mitglied zitiert. "Ihre größte Fanbasis muss in Großbritannien liegen, und sie wollen die Fans dort nicht abschrecken."

Einen Vorwurf macht man dem neuen Eigentümer aber nicht. Der Vertrag wurde 2009 mit Bernie Ecclestone ausgehandelt und wird von Liberty Media respektiert. "Sie hatten einfach nicht die Zeit, um die Probleme anzugehen. Es ist keine böse Absicht, sondern einfach fehlende Zeit", so das BRDC-Mitglied weiter. Die hätte man bis zum Ende des Vertrags aber: Bis 2019 können noch drei Grands Prix stattfinden.

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