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Sebastian Vettel

 
Steckbrief
Aktuelles Team Infiniti Red Bull Racing
Startnummer 1 (als Weltmeister), 5 (regulär)
Porträt (Stand: 04. Februar 2014) Spätestens seit dem "Wunder von Monza", seinem Sensationssieg beim Grand Prix von Italien 2008 (im Toro Rosso im Regen), wurde Sebastian Vettel in Deutschland als möglicher Nachfolger Michael Schumachers gehandelt. Seit 2010 ist er tatsächlich der erst zweite deutsche Weltmeister in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports. Mittlerweile hat Vettel vier WM-Titel, allesamt mit Red Bull, auf der Habenseite und ist 2014 der Mann in der Formel 1, den es zu schlagen gilt.

Die Motorsportkarriere des Heppenheimers begann 1995 im Kartsport. Dort eilte er von Erfolg zu Erfolg und schlug 2003 in seiner ersten Saison in der Formel BMW mit dem zweiten Gesamtrang gleich voll ein. 2004 war er dann nicht mehr zu bremsen: 18 Siege in 20 Rennen bedeuteten überlegen die Meisterschaft und bis heute einen Rekord.

2005 hatte Vettel zunächst Startschwierigkeiten in der Formel-3-Euroserie, in der er dennoch als bester Neuling Gesamtfünfter wurde (Meister: Lewis Hamilton vor Adrian Sutil). 2006 kämpfte er sogar bis zum Schluss gegen Paul di Resta um den Titel, allerdings erfolglos. Eine erste große Talentprobe gab er bereits mit seinem beeindruckenden Formel-1-Einstand im BMW ab, als er in der Türkei gleich in seinem ersten Formel-1-Training Bestzeit fuhr. Anschließend fanden zwei Siege bei Gasteinsätzen in der Renault-World-Series ihren Weg in die Vita. In der Formelserie war Vettel 2007 parallel zu seinem Engagement als Formel-1-Testfahrer aktiv.

Schon in seiner ersten Saison als offizieller Ersatzfahrer von BMW kam der sympathische Heppenheimer, dessen Beckenbauer-Parodie im Fahrerlager Kultstatus genießt, zum Einsatz, als Stammfahrer Robert Kubica in Kanada einen schweren Unfall hatte und aus Sicherheitsgründen beim Grand Prix der USA pausierte. In Indianapolis holte sich Vettel als Achter einen WM-Punkt und schrieb damit als jüngster Punktesammler der Formel-1-Geschichte. Er war 19 Jahre und 349 Tage alt.

Ende Juli erhielt er die Freigabe von BMW, nachdem Toro Rosso einen Nachfolger für Scott Speed suchte. Vettel wurde vom italienischen Rennstall ab dem Grand Prix von Ungarn für den Rest der Saison als Stammfahrer eingesetzt und zudem für die Saison 2008 bestätigt. Seine starken Auftritte bei den Asien-Rennen zuvor und der anschließende Sensationssieg in Italien festigten den Status als Wunderkind. Insgesamt erfüllte er die Erwartungen im Juniorteam des Getränkekonzerns voll, was ihm die Beförderung zu Red Bull einbrachte.

2009 startete er dann endgültig durch: Vettel feierte vier weitere Grand-Prix-Siege und hatte bis zum vorletzten Rennen in Brasilien Titelchancen. Schließlich musste er sich aber Jenson Button geschlagen geben. Es war das vorerst letzte Mal, dass Vettel einem Konkurrenten im Titelkampf den Vortritt lassen musste. Schon 2010 krönte er im Alter von 23 Jahren und 135 Tagen als jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte seine bisherige Karriere: Er reiste damals als krasser Außenseiter zum Saisonfinale nach Abu Dhabi, wo er Fernando Alonso sowie seinen Ex-Teamkollegen Mark Webber mit einem Sieg noch abfing und für ein Märchen aus 1001 Nacht sorgte.

2011 gelang ihm die Titelverteidigung in beeindruckender Manier. Vettel holte elf Siege und 17 Podestplätze in 19 Rennen: Rekord. Auch 15 Pole-Positions, 18 Starts aus der ersten Reihe und 739 Führungsrunden in diesem Jahr bedeuteten historische Bestmarken. 2012 folgte der dritte Streich, allerdings musste der Deutsche bis zum Saisonfinale in Brasilien gegen Dauerrivale Alonso kämpfen. Ein Jahr später war es ein Spaziergang: Vettel sicherte sich bereits nach 16 von 19 Saisonrennen in Indien den vierten WM-Titel in Folge und sorgte erneut für Rekorde: 13 gewonnene Grands Prix in einer Saison und neun Siege in Serie, beginnend in Belgien bis zur letzten Zielflagge. Noch wichtiger war es für Vettel jedoch, mit seinem Erfolg am Nürburgring den ersehnten Heimsieg zu landen.

Mit Vettels Dominanz prägte auch sein Red-Bull-Team die Formel 1 und holte von 2010 bis 2013 vier Titel in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Immer wieder gab es deshalb Beschwerden bezüglich die Legalität der von Stardesigner Adrian Newey entworfenen Boliden, denen die FIA aber nur in wenigen Fällen stattgab. Auch sein Stallduell mit Webber bleibt den Fans im Gedächtnis: Das Verhältnis zum Australier blieb bis zuletzt frostig, auch wegen der Affäre um den Funkspruch "Multi 21" beim Malaysia-Grand-Prix 2013.

Privat ist Vettel eine ruhige Erscheinung und seit der gemeinsamen Schulzeit mit Hanna Sprater liiert. Im Januar freute sich das auf einem renovierten Bauernhof in der Schweiz lebende Paar über die Geburt einer Tochter. Seine Erfolge haben Vettel zahlreiche Ehrungen eingebracht, darunter die Ehrenbürgerwürde der Stadt Heppenheim, das Silberne Lorbeerblatt, die Titel als Sportler des Jahres in Deutschland und Europa sowie nicht zuletzt auch die Ehrenmitgliedschaft bei seinem Lieblingsfußballklub Eintracht Frankfurt.
Linktipps Offizielle Internetseite
Geburtsort Heppenheim (Deutschland)
Wohnort Kemmental (Schweiz)
Geburtsdatum 03. Juli 1987
Nationalität Deutschland
Größe 1,75 m
Gewicht 74 kg
Stärken - extrem schnell
- Qualifying
- findet nach dem Start schnell seinen Rhythmus
- kann Rennen von vorne aus kontrollieren
- hohes Auffassungsvermögen
- im Team beliebt
- Perfektionist
- lässt Psychospielchen von sich abprallen
- stellt sich auf neue Technik schnell ein
- eiserne Disziplin im Simulator
Schwächen - unter Druck manchmal fehleranfällig
- Auto muss zu seinem Fahrstil passen
- keine Erfahrung mit sportlichen Krisen
Familienstand ledig (Freundin Hanna Sprater)
Tochter Emily (geboren am 12. Januar 2014)
Erlernter Beruf Abitur am Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium (Notendurchschnitt 2,8)
Hobbies Sport
Lieblingssportarten Snowboarding, Mountainbiking, Schwimmen, Fitnesstraining
Musikgeschmack Beatles, aber auch sonst alles
Lieblingsessen Pasta
Lieblingsgetränk Red Bull und Carpe Diem Kombucha
Was Sie über ihn noch nicht wussten Im Kinderzimmer des kleinen Sebastian hing ein Poster von Michael Schumacher. Bei seinen Fußballkünsten gesteht Eintracht-Frankfurt-Fan Vettel: "Mir ging schon früh das Talent zum Kicken aus."
Was hinter der Startnummer steckt Sebastian Vettel wird 2014 mit der 1 auf dem Auto fahren, die er als Privileg für seinen Titel in der vergangenen Saison erhält. Sollte der Heppenheimer einmal nicht amtierender Weltmeister sein, so hat er sich Nummer 5 gesichert, "weil ich 2001 damit im Kart erfolgreich unterwegs war und 2010 damit zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister geworden bin."
Geschätztes Jahresgehalt 22 Millionen Euro
Manager managt sich selbst (Medienbetreuerin Britta Roeske)
Karriereweg - Erfolge im Kartsport (1995-2002)
- Kart-Europameister bei den Junioren (2001)
- 2. Deutsche Formel BMW, Rookie des Jahres (2003)
- Deutscher Formel BMW Meister (2004)
- 5. Formel-3-Euroserie (2005)
- 2. Formel-3-Euroserie (2006)
- 2 Siege Renault-World-Series (2006)
- 6 Siege RoC-Nationencup mit Michael Schumacher (2007-2012)
Karriere in der F1 - Testfahrer BMW (2006-2007)
- 1 Rennen für BMW (2007)
- 7 Rennen für Toro Rosso (2007)
- Toro Rosso (2008)
- Red Bull (2009-2014)
- Ferrari (2015-2017)
Formel-1-Debüt 17.06.2007 beim GP USA / Indianapolis
Im Alter von: 19 Jahren und 350 Tagen
Erste Punkte Platz 8
17.06.2007 beim GP USA / Indianapolis
Im 1. Rennen der Karriere
Im Alter von: 19 Jahren und 350 Tagen
Erster Sieg 14.09.2008 beim GP Italien / Monza
Im 22. Rennen der Karriere
Im Alter von: 21 Jahren und 74 Tagen
Erste Pole Position 14.09.2008 beim GP Italien / Monza
Im 22. Rennen der Karriere
Im Alter von: 21 Jahren und 74 Tagen
Bestes Erg. Quali Pole Position
Bestes Erg. Rennen Erster
Bestes Erg. WM Weltmeister mit 397 Punkten (Saison 2013)
Weltmeister mit 281 Punkten (Saison 2012)
Weltmeister mit 392 Punkten (Saison 2011)
Weltmeister mit 256 Punkten (Saison 2010)
Die letzten WMs
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
201416742
2013397139167
201228156106
WM-Titel
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
2013397139167
201228156106
20113921115173
2010256510103
Starts 139
Siege 39
Quote: 28 Prozent
Punkte 1.618
Quote: 11,64 Punkte pro Rennen
Schn. Rennrunden 24
Quote: 17 Prozent
Poles 45
Quote: 31 Prozent
Ausfallquote 15 Prozent

 

 
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