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Nächster Überfall in Interlagos: Sauber-Kleinbus gerammt

Nach dem Raubüberfall auf Mercedes am Freitag wurde am Samstag ein Sauber-Kleinbus Opfer von Kriminellen: Polizeischutz offenbar nur bedingt wirkungsvoll

Charles Leclerc
Die Favelas befinden sich unweit des Autodromo Jose Carlos Pace
© Sutton

(Motorsport-Total.com) - Der Schrecken will kein Ende nehmen: Nach dem dramatischen Raubüberfall auf acht Mercedes-Teammitglieder am Freitagabend, bei dem sogar Schüsse fielen, wurde am Samstagabend das Sauber-Team Opfer einer Attacke. Und das, obwohl die brasilianischen Behörden die Polizeipräsenz dermaßen erhöhte, dass Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die Lage schon an einen Bürgerkrieg erinnerte. Der Sauber-Bus wurde dabei offenbar von einem Auto mutwillig gerammt. Abgesehen von einer beschädigten Tür ging der Zwischenfall glücklicherweise glimpflich aus.

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Saubers Strategieingenieurin Ruth Buscombe, die im Bus saß, twitterte um 1:23 Ortszeit: "Wir wurden gerade von einem Auto getroffen, um uns zum stehenbleiben zu zwingen, während ein anderes vor uns fuhr. Wir haben die Strecke zu einer ungewöhnlichen Zeit (spät) verlassen, aber sie sind uns entweder gefolgt oder wurden vom Bus angelockt, der gerade aus dem Polizeischutz entlang der Strecke herausfuhr."

Zudem warnte die Britin andere Mitglieder des Formel-1-Trosses in Interlagos: "Passt auf, wenn ihr den Kurs verlässt! Selbst mit dem verstärkten Sicherheitsaufgebot." Die Veranstalter versuchten nach dem alarmierenden Überfall auf einen Mercedes-Bus, bei dem Kriminelle die Tür eintraten und die geschockte Mannschaft mit Schusswaffen bedrohten, für eine Deeskalation zu sorgen.

Teammitglieder und Journalisten wurden daher dazu aufgefordert, nach dem Verlassen der Strecke die Parkaufkleber auf den Windschutzscheiben zu entfernen sowie die Paddock-Pässe und auffällige Teamkleidung mit Sponsorenlogos zu verstecken, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der Hintergrund: Das Autodromo Jose Carlos Pace befindet sich im Vorort Interlagos.

Bei der An- und Abreise muss das Formel-1-Personal eine Wohngegend durchqueren, in der die Kriminalität und Armut selbst nach brasilianischen Maßstäben hoch ist. Das Problem ist in der Formel 1 spätestens bekannt, seit Ex-Weltmeister Jenson Button 2010 einen Überfall nur durch die rasche Reaktion seines Chauffeurs überlebte.

Selbst Lokalmatador Felipe Massa, der im Umfeld des Grand-Prix-Kurses, auf dem die Formel 1 erstmals 1973 gastierte, reist dieses Jahr mit einem gepanzerten Fahrzeug und einer Polizeieskorte zur Strecke. Ob er sich für die Überfälle bei seinem Heim-Grand-Prix schäme? "Gar keine Frage, ich glaube, es geht uns allen so", nickt er mit besorgter Miene. "Und als Brasilianer fühle ich mich als Teil des Problems."

Der 36-Jährige, der mit seiner Ehefrau und seinem Sohn in Monaco lebt, würde sich wünschen, dass die Lage in seiner Heimat einfacher wäre. "Wir erwarten doch immer das Beste von unserem Land", sagt er. "Wir wünschen uns ein sicheres Land, in dem unsere Kinder eine gute Bildung bekommen, gute Krankenhäuser. Und wenn man dann so etwas hört, dann macht einen das traurig."

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