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Toro Rosso & Honda: Testballon für Red-Bull-Honda ab 2019?

McLaren stimmt einem Vertrag zwischen Toro Rosso und Honda zu - Masterplan: Im besten Fall schon ab 2019 soll auch Red Bull auf Honda-Power wechseln

Christian Horner, Helmut Marko
Christian Horner ist kein Fan eines Honda-Deals, Helmut Marko schon eher
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Die Anzeichen verdichten sich, dass Toro Rosso in der Formel-1-Saison 2018 mit Honda-Motoren an den Start gehen wird. Laut Recherchen von 'Motorsport-Total.com' sind sich das italienisch-österreichische Team und der japanische Automobilkonzern über die Rahmenbedingungen bereits einig. Und auch einer der wichtigsten Stolpersteine ist aus dem Weg geräumt.

Denn bis zuletzt war nicht klar, ob McLaren dem Deal zustimmen würde. McLaren ist bis 2024 vertraglich mit Honda verbunden und kann gegen weitere Kundenteams ein Veto einlegen. Dieses Vetorecht steht freilich in Konflikt mit einer FIA-Bestimmung, wonach jeder Motorenhersteller bei Bedarf mindestens zwei Teams ausstatten muss. Doch aus dem McLaren-Umfeld sickert diese Woche durch, dass man einer Partnerschaft Toro-Rosso-Honda ohnehin zustimmen würde.

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Das würde unter den gleichen Bedingungen wie der geplatzte Sauber-Honda-Deal geschehen - und nicht bedeuten, dass McLaren deswegen den Renault-Vertrag von Toro Rosso übernimmt. Laut unseren Informationen wäre Stand heute alles andere als ein Verbleib bei Honda eine Überraschung. Mercedes und Ferrari wollen nicht; Renault wiederum ist nicht das Wunschszenario der McLaren-Führung.

Was der größere Plan hinter Toro-Rosso-Honda sein könnte, ist klar. Da Red Bull bestrebt ist, zwischen seinen beiden Formel-1-Teams möglichst viele Synergien zu nutzen, macht das Engagement langfristig nur Sinn, wenn sowohl Toro Rosso als auch Red Bull mit dem gleichen Antriebsstrang fahren. Das könnte im besten Fall schon 2019 passieren.

McLaren und Red Bull als Honda-Kunden undenkbar

Dann nämlich, wenn Honda sportlich die Kurve kratzt und auch Red Bull so weit wäre, den Wechsel von Renault zu Honda zu riskieren. Dem steht allerdings ein großes Hindernis im Weg: Sollte McLaren dann noch Honda-Kunde sein, könnte wiederum das Veto ins Spiel kommen. Toro Rosso als potenzieller Gegner mit den eigenen Waffen tut auf den ersten Blick weniger weh als das potenzielle Weltmeisterteam Red Bull.

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28.-30.07.2017
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#PlacesAlonsoWouldRatherBe macht weiter die Runde. Diesmal im Zuge einer PR-Aktion des Hungarorings, mit dem die Formel 1 in die Sommerpause verabschiedet wird. Für Martin Brundle eine "Verschwendung von Talent", dass Alonso nicht auf, sondern unter dem Podium ist. Jenson Button kontert: Ein bisschen Spaß muss sein!
#PlacesAlonsoWouldRatherBe macht weiter die Runde. Diesmal im Zuge einer PR-Aktion des Hungarorings, mit dem die Formel 1 in die Sommerpause verabschiedet wird. Für Martin Brundle eine "Verschwendung von Talent", dass Alonso nicht auf, sondern unter dem Podium ist. Jenson Button kontert: Ein bisschen Spaß muss sein!

Andererseits ist klar, dass nicht nur McLaren, sondern auch Honda die Partnerschaft lieber heute als morgen beenden würde. Die ständigen öffentlichen Demütigungen kommen bei den Japanern nicht gut an. Eine neue Perspektive mit Toro Rosso als Testballon und Red Bull als Premiumpartner ab 2019 könnte verlockend sein. Zumal man theoretisch sogar ein möglicher Käufer für das Toro-Rosso-Team wäre. Aber das ist Stand heute wilde Spekulation.

Alles hängt von Hondas Performance ab

Zunächst einmal hängt alles davon ab, ob Honda sportlich in die Gänge kommt. Dann wäre der Red-Bull-Führung um Helmut Marko nichts lieber, als schon 2019 beide Teams mit Honda-Power auszustatten. Auch Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost ist ein Fan des Gedankenspiels. Er drängt auf eine Entscheidung in der Sommerpause - und kennt aus seiner Zeit in Japan die Nippon-Kultur besser als viele andere im Paddock. Christian Horner ist dem Vernehmen nach weniger begeistert.

Zu klären wären dann noch entscheidende Detailfragen wie etwa Zusatzaggregate und Getriebe. McLaren wäre laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bereit, diese grundsätzlich Honda zur Verfügung zu stellen - und Honda könnte die Komponenten dann an Toro Rosso weitergeben. Eine direkte Abwicklung ist seitens McLaren nicht erwünscht. Mutmaßlich, weil man sich den Verzicht auf das Veto von Honda gut bezahlen lassen möchte ...

Red Bull und Honda standen schon einmal knapp vor einer Zusammenarbeit. Als Red Bull im Sommer 2015 noch keinen Motor für 2016 hatte und von Wunschpartner Mercedes eine Abfuhr kassierte, scheiterte eine Übereinkunft nur am Veto von McLaren-Chef Ron Dennis. Red-Bull-Motorsportkonsulent Marko erklärte später im Interview mit 'Motorsport-Total.com', dass man Dennis dafür im Nachhinein betrachtet "dankbar" sein müsse.

Red Bull will endlich weg von Renault

Doch inzwischen hat der Wind gedreht. Honda hat das Verbrennungskonzept über den Winter komplett umgekrempelt und hat nicht vor, als Verlierer von der Formel-1-Bühne abzutreten. Red Bull traut den Japanern zu, die Wende zu schaffen. Und nichts wäre willkommener als eine attraktive Alternative zum langjährigen Partner Renault.

Mit dem ist Marko schon seit Jahren nicht zufrieden, und dass die für 2017 erhofften Updates wieder nur in geringem Ausmaß eintrudeln, verbessert die Stimmung nicht. Außerdem befürchtet man bei Red Bull, nur noch zweite Geige zu sein, sobald das Renault-Werksteam konkurrenzfähig ist. Möglich, dass Honda Red Bull schon signalisiert, den Vertrag mit McLaren nicht bis Ende 2024 einhalten zu wollen. Dann stünde einem Masterplan Red-Bull-Honda ab 2019 nichts mehr im Weg.

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