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Kommunikations-Chaos nach Crash: Wehrlein bereut nichts

"Dann hätten doch alle geschrieben, dass die Karriere vorbei ist": Pascal Wehrlein glaubt nicht, dass die Kommunikation nach seinem RoC-Crash ein Fehler war

Pascal Wehrlein
So schlimm war die Verletzung von Pascal Wehrlein im vergangenen Winter
© Pascal Wehrlein (Twitter)

(Motorsport-Total.com) - Als Pascal Wehrlein die Grands Prix in Australien und China ausgelassen hat, musste er sich viel Kritik gefallen lassen. Ein Nigel Mansell, wurde ihm zum Beispiel vorgeworfen, hätte sich in einer vergleichbaren Situation trotz Schmerzen durchgebissen. Aber: "Die Leute wussten zu dem Zeitpunkt ja nicht einmal, was für eine Verletzung ich habe", erinnert sich der Sauber-Fahrer im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Das waren nämlich nicht nur ein paar blaue Flecken, sondern drei gebrochene Wirbel. Toto Wolff war der Erste, der das öffentlich bekannt gab. "Und von da an hat sich alles komplett gedreht", blickt Wehrlein zurück. "Auf einmal bekam ich Nachrichten und Markierungen auf Twitter, dass es manchmal doch mutiger ist, bei so einer Verletzung nicht zu fahren. Da kamen Entschuldigungen."

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Doch die Angelegenheit war damit noch lange nicht ausgestanden. Denn die inzwischen geschasste Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn dementierte die Wirbelbrüche, obwohl sie, zumindest laut Wehrlein-Aussage, darüber informiert war. Aus dem Kommunikations-Chaos zwischen dem 22-jährigen Rennfahrer, Sauber und Mercedes wurde niemand wirklich schlau.

Trotzdem lässt sich Wehrlein nicht zu der Aussage leiten, dass die Art und Weise des öffentlichen Umgangs mit seiner Verletzung ein Fehler war. "Das Problem war: Man wusste nicht, wie lange es dauert", sagt er heute. "Was wäre gewesen, wenn wir gleich am ersten Tag geschrieben hätten, dass ich mit drei gebrochenen Wirbeln aussetzen muss? Comeback ungewiss. Dann hätten doch alle geschrieben, dass die Karriere vorbei ist."

Das ganze Ausmaß des Dramas, übrigens eine Folge eines schweren Unfalls beim Race of Champions in Miami, wurde erst bekannt, als Wehrlein selbst auf Twitter ein Foto vom Krankenbett postete, komplett mit Halskrause. Die ersten Tage nach dem Unfall waren demnach auch psychologisch eine Herausforderung für den Mercedes-Junior.

"Wenn ich an die ersten Wochen nach der Verletzung zurückdenke, hatte ich wirklich Tage, da dachte ich: 'Es wird nicht besser.' Ich habe nicht gedacht: 'Das wird nichts mehr.' Eher nicht schnell genug", erinnert er sich. "Dass es irgendwann wieder wird, haben mir die Ärzte sofort gesagt. Nur eine Frage der Zeit. Aber Zeit war zu dem Zeitpunkt mein größter Gegner."

Heute, rund ein halbes Jahr später, geht es ihm gut: "Hin und wieder spüre ich's schon. Weniger bei Bewegungen, sondern mehr wenn ich lange sitze oder Sport mache und mich währenddessen blöd bewege, ein Gewicht irgendwie blöd gehoben habe. Dann spüre ich es noch. Ansonsten gar nicht. Hätte ich nicht gedacht", lächelt er.

Das ausführliche Interview mit Pascal Wehrlein, in dem er sehr offen über die schwierige Zeit nach dem RoC-Unfall spricht, wird nach Silverstone in voller Länge auf 'Motorsport-Total.com' veröffentlicht. Unter anderem erklärt er darin auch, wie er den Poker um das Rosberg-Cockpit bei Mercedes am Strand auf Mauritius miterlebt hat ...

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