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Toro Rosso: Sainz würde Freigabe für Ferrari erhalten

Wohin mit Carlos Sainz und Daniil Kwjat? Red-Bull-Konsulent Helmut Marko spricht über die Zukunftsperspektiven seiner Juniorfahrer in der Formel 1 ...

Franz Tost, Helmut Marko, Carlos Sainz
Franz Tost, Helmut Marko und Carlos Sainz sen. im Gespräch
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Carlos Sainz würde trotz eines bestehenden Vertrags mit Red Bull eine Freigabe erhalten, falls Ferrari anklopfen sollte. Das hat Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com' signalisiert.

Carlos Sainz sen. hatte sich vergangenes Jahr um eine Beförderung für seinen Sohn bemüht. Als klar wurde, dass wegen Ricciardo/Verstappen im A-Team auf Jahre hinaus kein Platz sein würde, begann er zunächst von der Räikkönen-Nachfolge bei Ferrari zu träumen. Konkreter wurden dann Gespräche mit Renault. Aber das wollte Marko nicht.

"Wir haben ihn für Renault nicht aus dem Vertrag freigestellt. Weil wir das nicht als Aufstieg für ihn gesehen haben", sagt der Österreicher. "Wenn von Ferrari wirklich eine Anfrage gekommen wäre, hätten wir mit Ferrari gesprochen. Das war aber nicht der Fall. Die Einzigen, die angefragt haben, waren Renault. Und wie man sieht ist es gut für Sainz, dass er nicht bei Renault gelandet, sondern bei Toro Rosso geblieben ist."

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Ob Sainz freilich auch über 2017 hinaus bei Toro Rosso bleiben wird, steht in den Sternen. Marko sieht bei dieser Frage keine Eile: "Wir orientieren uns für das nächste Jahr traditionsgemäß immer erst nach der Sommerpause." Sollten Sainz und Daniil Kwjat (beide 22 Jahre jung) tatsächlich bleiben, wäre es schon ihr viertes beziehungsweise fünftes Jahr in der Formel 1. So viel Zeit haben Toro-Rosso-Junioren in der Vergangenheit noch nie erhalten.

Toro Rosso kein reines Juniorteam mehr

Das signalisiert einen Kurswechsel in Faenza: Weg vom der reinen Talentschmiede für Red Bull, hin zu einem eigenständigen Team. "Es hat immer geheißen, wenn ein ganz Junger kommt, ist das ein Handicap. Daher haben wir bewusst diese beiden Fahrer bei Toro Rosso gelassen", erklärt Marko und verbindet damit eine Ansage: "Das Team muss abliefern. Um Stabilität zu haben, sind diese zwei Fahrer geblieben."

Das Luxusproblem, das der 73-Jährige hat, ist aber: Solange Ricciardo/Verstappen im A-Team funktionieren, kann er den hoch eingeschätzten Talenten Sainz/Kwjat Red-Bull-intern keine Aufstiegsperspektive bieten. Allerdings vertritt Marko die Ansicht, dass es die auch gar nicht zwingend geben muss. Bis auf die drei Topteams könne man von Toro Rosso weg gar nicht mehr aufsteigen.

"Toro Rosso soll ein sehr gutes Mittelfeldteam sein. Dann kann es eigentlich nur ein Angebot von Ferrari oder Mercedes geben", sagt Marko und winkt ab: "Und das glaube ich nicht, weil die Namen Alonso und Vettel im Raum stehen. Wenn Toro Rosso auf Williams-Niveau fährt, gibt's nur zwei bessere Teams. Sollte von denen ein Angebot kommen, können wir drüber reden." Nachsatz: "Wir sind auch im Fußballgeschäft tätig. Wir wissen, wie so etwas funktioniert."

Kein Interesse an Ocon und Vandoorne

Vom derzeit fünf Mann starken Red-Bull-Juniorteam ist momentan keiner weit genug, um direkt in die Formel 1 aufzusteigen - Pierre Gasly, der 2017 in die Super Formula nach Japan geschickt wurde, mal ausgenommen. Insofern erscheint es nicht ausgeschlossen, dass sich Red Bull für Toro Rosso ausnahmsweise mal bei "externen" Talenten umsehen könnte, wenn es um die Fahrerpaarung für 2018 geht.

Aber Kandidaten wie Esteban Ocon und Stoffel Vandoorne lassen Marko unbeeindruckt: "Ich habe mir Ocon in der Formel 3 angeschaut. Als ich Verstappen gesehen hatte, habe ich mich nur noch auf ihn konzentriert. Und Vandoorne ist 25 - also deutlich älter als unsere zwei Junioren, die schon drei Jahre Erfahrung haben. Sein Auftritt in den Nachwuchskategorien war fantastisch, aber in Melbourne war es nicht ganz so."

Sprich: Wenn sie 2017 Leistung abliefern, ist es keineswegs ausgeschlossen, dass Sainz/Kwjat eine weitere Saison dranhängen werden. Unter Druck geraten wird zumindest einer von den beiden nur dann, wenn Gasly in Japan die Konkurrenz in Grund und Boden fährt. Denn dann hat Marko das Luxusproblem, dass er nur vier Formel-1-Cockpits für fünf Formel-1-taugliche Fahrer hat. Aber das ist momentan wohl seine geringste Sorge ...

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