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Paukenschlag: Formel 1 kehrt nach Österreich zurück

Es ist fix: Wenn die Behörden das Okay geben, wird die Formel 1 2014 in Spielberg ein Comeback geben - Bernie Ecclestone und Dietrich Mateschitz sind sich einig

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel soll kommende Saison in Spielberg Gas geben
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 wird in der kommenden Saison nach Österreich zurückkehren. Das gab Red Bull am Dienstag völlig überraschend in einer Pressemitteilung bekannt und wurde auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' von einem Sprecher des Red-Bull-Rings bestätigt. Das gilt auch für den Termin: Das Rennen ist für den 6. Juli 2014 in Spielberg auf dem Red-Bull-Ring anberaumt.

In der Pressemitteilung heißt es: "Dietrich Mateschitz und Bernie Ecclestone haben Übereinstimmung dahingehend erzielt, dass die Formel 1 bereits nächstes Jahr zurück in die Steiermark kommt." Das endgültige Okay steht aber noch aus, schließlich gibt es seit dem Neubau der Rennstrecke heikle Umweltauflagen, die erfüllt werden müssen. Daher nennt Red Bull als Voraussetzung, dass "alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen" eingeholt werden.

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Bereits im Vorjahr stand ein Österreich-Comeback für 2013 im Raum - der Red-Bull-Ring hätte als Ersatz für den abgesagten Grand Prix von Amerika in New Jersey einspringen sollen. Während Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko diese Variante ins Spiel brachte und für ein Einspringen Spielbergs kein Hindernis sah, erteilte Ecclestone schließlich eine Absage: "Die Strecke ist super, die Leute sind alle sehr freundlich, ein Vergnügen, mit ihnen zusammenzuarbeiten, aber es gibt leider in der gesamten Region zu wenig Hotelzimmer. Das ist das einzige Problem", nannte der 82-jährige Formel-1-Boss als Grund.

Turbulenter Weg zum Formel-1-Comeback

Das Layout der Strecke ist bereits Formel-1-erprobt, schließlich gastierte die Königsklasse des Motorsports bereits von 1997 bis 2003 auf dem Kurs in der Obersteiermark, der vor dem Kauf durch Red Bull A1-Ring genannt wurde. Dabei handelt es sich um den aus Sicherheitsgründen umgebauten Österreichring, wo die Rennen von 1970 bis 1987 stattgefunden hatten.

Ursprünglich hatte der neue Besitzer Mateschitz 2003 vor, die Anlage in ein gigantisches Rennstrecken-Projekt inklusive Luxushotels sowie Flugakademie umzubauen, doch das Vorhaben scheiterte an politischen Auseinandersetzungen und einer nicht bestandenen Umweltverträglichkeitsprüfung.

Da die Anlage zu diesem Zeitpunkt aber bereits abgerissen war, ließ sie Mateschitz in einer schlankeren Variante wiederaufbauen - sie wurde am 15. Mai 2011 offiziell eröffnet. Seitdem ist das DTM-Rennen, das seit 2012 wieder in der Steiermark stattfindet, die größte jährliche Veranstaltung.

Offene Fragen

Nach wie vor gibt es einige Fragezeichen hinter dem Formel-1-Comeback: So ist unklar, wer die millionenschwere Grand-Prix-Gebühr zahlen wird. Im Vorjahr meinte Red-Bull-Konsulent Marko gegenüber der 'Kleinen Zeitung' noch, dass sein Arbeitgeber als Finanzier nicht in Frage käme: "Bezahlen müsste das, wie überall sonst, die Regierung", wurde der Grazer damals zitiert.

Zudem bietet die Rennstrecke derzeit nicht mehr als 40.000 Zuschauern Platz. Es sollte aber möglich sein, Zusatztribünen für ein Formel-1-Rennen zu installieren. Das entscheidende Kriterium werden aber die Umweltauflagen sein: Derzeit sind pro Tag nicht mehr als 40.000 Zuschauer zugelassen. Man bräuchte also eine Sondergenehmigung.

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