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Parr: Williams hat das Zeug zum Titelkandidaten

Der ehemalige Williams-Vorstandsvorsitzende Adam Parr glaubt, in Grove den Weg für große Erfolge geebnet zu haben und spricht sogar vom WM-Titel

Adam Parr
Adam Parr brachte es bei Williams bis an die Spitze des Vorstands
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Fünf Jahre lange verrichtete Adam Parr bei Williams seinen Dienst, bevor er im Frühjahr 2012 verabschiedet wurde. Zum damaligen Zeitpunkt war der Brite bereits zum Vorstandsvorsitzenden des Teams aufgestiegen. Kontroversen im Zusammenhang mit einem neuen Concorde-Agreement führten schließlich zur Trennung.

Wie Parr nun durchblicken lässt, kam der Abschied für ihn offenbar nicht allzu überraschend, pflegte er doch im Vergleich zu Teamchef Frank Williams einen gänzlich anderen Arbeitsstil. "Ich erinnere mich, wie wir im Sommer 2003 in seinem Büro in Grove saßen und er mir erzählte, wie die Michelin-Teams (zu diesen gehörte damals auch Williams; Anm. d. Red.) in jener Saison unter den Regeln litten", so Parr im Gespräch mit 'Richland F1'.

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"Ich ließ mir das Reglement zeigen und zog meine Schlüsse daraus", setzt der Brite fort und erinnert sich an das Verhalten des Teamchefs, "Während ich in den Kampf gezogen wäre, blieb Frank ruhig und fand sich mit dem Rückschlag ab. Deswegen brachte er es auf 40 Jahre in der Formel 1 und ich auf fünf...", so Parr, der auch nach seinem Abschied im März 2012 nicht untätig war. Kürzlich veröffentlichte er das Buch "Die Kunst des Krieges: Fünf Jahre in der Formel 1", worin er die Grand-Prix-Szene in Comic-Form auf die Schippe nimmt.

Williams mit Maldonado und Bottas vor dem Durchbruch?

Abgesehen davon gibt es für den 47-Jährigen aber auch positive Erinnerungen. "Das Team finanziell wieder auf Kurs gebracht und damit die Voraussetzungen für sportliche Erfolge geschafft zu haben, das ist die Errungenschaft, auf die ich am meisten stolz bin", blickt Parr auf seine fünf Williams-Jahre zurück und merkt im Hinblick auf Pastor Maldonados Sieg in Barcelona an: "Man könnte also sagen, der Grand Prix von Spanien 2012 war mein bester Moment in der Formel 1 - auch wenn ich nicht dabei war."

So hat der ehemalige Williams-Vorstandsvorsitzende das Team aus Grove für die bevorstehende Saison mehr als nur auf der Rechnung. Neben Maldonado, der in sein drittes Jahr geht, greift erstmals Valtteri Bottas als Stammfahrer ins Lenkrad. Aus der Distanz lehnt sich Parr aus dem Fenster und sagt: "Wenn es Williams gelingt, Pastor und Valtteri ein solch wettbewerbsfähiges Auto wie 2012 hinzustellen und sie beide in jedem Rennen ihr Bestes geben, dann kann Williams die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft und den Fahrertitel gewinnen."

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