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Spielen Teams die Karte EU-Wettbewerbsrecht?

In der Formel 1 droht wieder juristischer Ärger: Wegen der neuen kommerziellen "Concorde-Vereinbarungen" wird derzeit das EU-Wettbewerbsrecht geprüft

Bernie Ecclestone
Einige der Teams formieren sich derzeit offenbar gegen Bernie Ecclestone
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Im Zuge der Verhandlungen über die kommerzielle Zukunft der Formel 1 könnten demnächst wieder die Juristen am Wort sein. Gegenstand von Diskussionen hinter den Kulissen ist derzeit vor allem jenes Führungskomitee, das als neues Gremium im Regelgebungsprozess als zusätzliche Instanz zwischen die Sportliche/Technische Arbeitsgruppe und die Formel-1-Kommission geschaltet werden soll.

Diesem Komitee, entstanden auf Initiative von Bernie Ecclestone, werden nach derzeitigen Planungen nämlich nicht alle, sondern maximal sechs Teams angehören. Als Mitglieder fix gesetzt sind lediglich Ferrari, Red Bull und McLaren; die Teilnahme von Mercedes, Williams und dem bestplatzierten anderen Team in der Konstrukteurs-WM (derzeit Lotus) scheint aufgrund politischer Machtspiele zwischen den Teams und Ecclestone derzeit nicht mehr gesichert.

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Somit wären die kleineren Teams der Königsklasse in Zukunft von einem maßgeblichen Teil des Regelgebungsprozesses in der Formel 1 ausgeschlossen, was einer von mehreren Gründen sein könnte, weshalb das EU-Wettbewerbsrecht in den sogenannten "Concorde-Verhandlungen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Denn laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' untersuchen derzeit mehrere Teams ihre juristischen Möglichkeiten.

Ecclestone in marktbeherrschender Stellung

Konkret geht es um Artikel 101 und 102 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Ein formulierter Vorwurf könnte lauten, dass Ecclestone als Inhaber der kommerziellen Rechte seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt, weil er einerseits die einzige Organisation vertritt, die die Lizenzrechte der Formel 1 vertreibt, und andererseits auch der einzige Abnehmer ist, dem die Teams ihre Lizenzrechte abtreten können.

Problematisch wird diese Konstellation laut Expertenmeinungen ab dem Punkt, an dem der Inhaber der kommerziellen Rechte selektiv darüber entscheidet, welche der bestehenden Teams mit einem neuen "Concorde-Vertrag" ausgestattet werden und welche nicht. So hat beispielsweise Marussia bis heute kein kommerzielles "Concorde-Angebot" auf dem Tisch liegen, was man als Wettbewerbsverzerrung interpretieren könnte, weil andere Teams viel Geld von Ecclestone erhalten.

Ein Spezialist für Wettbewerbsrecht bestätigt auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', dass sich ein namentlich nicht genanntes Team (mutmaßlich Mercedes) bereits vor mehreren Monaten nach Möglichkeiten erkundigt hat, den AEUV in der Formel 1 anzuwenden. In der Branche munkelt man jedoch, dass diese Drohung fallen gelassen wurde, als Niki Lauda für Mercedes schlussendlich doch noch einen Concorde-Deal ausgehandelt hatte.

Teams organisieren sich untereinander

Ferner organisieren sich nun offenbar weitere Teams aufs Neue, weil sie sich daran stoßen, "dass einige Teams wesentlich mehr Geld ausbezahlt bekommen als andere und dass der Regelgebungsprozess nicht alle Teams einschließt", so der Spezialist über die neuen kommerziellen Vereinbarungen. Besonders betroffen sind Caterham und Marussia, die nicht in der Formel-1-Kommission vertreten sind, weil sie in den vergangenen drei Jahren keine WM-Punkte gesammelt haben, und das inzwischen insolvente HRT-Team.

HRT-Logo
Unter Druck gewesen? Das HRT-Team hat bereits Insolvenz angemeldet...
© HRT

Eine Motivation, juristische Möglichkeiten zu prüfen, könnten auch Mercedes, Williams und Lotus haben, sollte das Führungskomitee tatsächlich von sechs auf drei Teams reduziert werden. Sollte dieser Fall eintreten, würde McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh mit seiner Stimme auch die Interessen nicht vertretener Teams vertreten, wie er dem Vernehmen nach in vertraulichen Gesprächen signalisiert hat.

Schwierig einzuschätzen ist derzeit, ob es sich lediglich um ein Drohgebaren einiger Teams handelt, um von Ecclestone mit besseren kommerziellen Konditionen bedacht zu werden, oder ob der Fall tatsächlich juristisch verfolgt werden soll. Fest steht: Durch den Fall Gribkowsky gibt es auch und insbesondere in Deutschland Interessen, für die jeder weitere Vorwurf gegen den umstrittenen Formel-1-Geschäftsführer Rückenwind bedeuten würde...

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