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Brawn und Schumacher: Geheimniskrämerei gab es nicht

Der Mercedes-Teamchef erklärt, wieso die Silberpfeile nicht mehr auf ihren Starpiloten warten konnten und wollten - Schumacher hat Perspektiven im Team

Ross Brawn (Mercedes-Teamchef), Michael Schumacher
Haben weiter ein gutes Verhältnis: Michael Schumacher (links) und Ross Brawn
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Wie schon seine Managerin Sabine Kehm am Freitag einräumte, war Michael Schumachers Zögern bei den Verhandlungen um einen neuen Vertrag wohl schuld an seinem Aus bei Mercedes. Denn die Silberpfeile hätten mit dem Rekordweltmeister wohl durchaus verlängert, wie Ross Brawn andeutet: "Michael ist nun schon eine ganze Weile unentschlossen, was er tun soll. Als er sich dazu seine Gedanken gemacht hat, kam plötzlich die Gelegenheit, Lewis in das Team zu holen, auf", schildert der Teamchef 'Reuters'.

In dieser Woche - kurz vor Schumachers avisiertem Entscheidungstermin Oktober - wollten die Silberpfeile dann Tinte sehen. Oder schärfer formuliert: sich von Schumacher nicht mehr hinhalten lassen. "Es kam der Zeitpunkt, an dem wir eine Entscheidung treffen mussten", meint Brawn. Der 43-Jährige sei aber zu jedem Zeitpunkt über den Stand der Verhandlungen mit Hamilton informiert gewesen. Es gab keine Geheimnisse zwischen einem Duo, das fast zwei Jahrzehnte zusammenarbeiten.

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Und das könnte so bleiben, wie Brawn andeutet: "Es gibt Möglichkeiten innerhalb des Teams für Michael, um involviert zu bleiben. Er ist besonders daran interessiert, Hochleistungsauto zu entwickeln." Ob es sich dabei um Formel-1-Boliden oder Straßenautos wie den Mercedes SLS AMG handelt, lässt der Brite offen. Das "Superhirn" glaubt aber nicht, dass Schumacher plötzlich eine schnelle Entscheidung treffen wird, wenn es um seinen weiteren Lebensweg geht.

Brawn blickt voraus: "Ich denke, Michael wird sich ein paar Monate nehmen, um über die Dinge nachzudenken und sie zu reflektieren - und um zu entscheiden, was er in Zukunft tun wird." Das er sich von dem Piloten, der ihm seine größten Erfolge beschert hat, zumindest im aktiven Sport endgültig trennt, beschäftigt Brawn nicht: "Ich glaube, wir können einen Schritt nach vorne machen. Mit Lewis und Nico Rosberg Erfolge feiern, die wir mit Ferrari in den 2000er Jahren hatten."

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