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Reifenkritik: Alonso stimmt Schumacher zu

Ohne direkte Kritik an Pirelli stimmt Fernando Alonso der Aussage von Michael Schumacher zu, die derzeitige Formel 1 verwässere das Talent der Fahrer

Fernando Alonso
Silverstone-Polesetter Fernando Alonso denkt ähnlich wie Michael Schumacher
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit seiner Aussage, die Formel 1 habe aufgrund der aktuellen Reifen, mit denen man im Rennen sorgfältig haushalten muss, anstatt wie früher munter drauflos zu bolzen, sportlich an Wert verloren, wirbelte Michael Schumacher vor einigen Wochen viel Staub auf. Außerdem zog er den Ärger von Pirelli-Sportchef Paul Hembery auf sich. Doch nun erhält Schumacher prominente Unterstützung.

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Denn Fernando Alonso macht zwar nicht explizit die Reifen für den veränderten Charakter der modernen Formel 1 verantwortlich, befürchtet aber, dass die eigentlichen fahrerischen Fähigkeiten derzeit verwässert werden: "Jeder von uns will so viele Rennen wie möglich gewinnen. Wenn man sein Talent nicht mehr so einsetzen kann, wie man es gerne möchte, ist das natürlich ein bisschen frustrierend", kritisiert der zweimalige Weltmeister im Interview mit der 'Welt'.

"Als Fahrer kannst du besonders in dieser Saison dein ganzes Talent nur einsetzen, um konstant zu fahren und unter den gegebenen Umständen keine Fehler zu machen und dich bei Zweikämpfen oder schwierigen Regenrennen aus Problemsituationen herauszuhalten", sagt er. "Das harte, extrem schnelle und gnadenlose Fahren, was in den vergangenen Jahren möglich war, ist heute keine gute Taktik mehr. Das ist schade. In gewisser Weise vermisse ich das."

Überhaupt findet der 30-jährige WM-Leader, dass die Fahrer ihre Talente nicht mehr so in die Waagschale werfen können wie früher. Vielmehr stünden mehr und mehr andere Faktoren im Vordergrund, wenn es um die Performance des Gesamtpakets geht. Der Fahrer sei kaum noch ein differenzierender Faktor, "weil ja auch bei den Leistungen der einzelnen Fahrer nur noch geringe handwerkliche Unterschied bestehen".

"Selbst der vermeintlich schlechteste Fahrer, der heute in der Formel 1 unterwegs ist, ist in den anderen Kategorien erfolgreicher Pilot gewesen", erklärt Alonso. "Die Leistungsunterschiede zwischen den Fahrern sind sehr gering geworden. Es gibt da vielleicht zwischen uns ein paar Zehntel Unterschied pro Runde. Wenn dein Auto dann eine halbe Sekunde langsamer ist, kannst du das fahrerisch heutzutage nicht mehr ausgleichen."

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