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Grosjean: Leidenschaftlicher Koch

06. Februar 2012 - 10:03 Uhr

Wenn es ums Kochen geht, dann ist Romain Grosjean ein typischer Franzose, doch in der Kochschule wurde er nicht aufgenommen

Romain Grosjean
Gesellschaftstyp: Romain Grosjean mag es, mit seinen Freunden zu kochen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frankreich und gutes Essen gehören einfach zusammen. Da macht auch Romain Grosjean keine Ausnahme. Der Lotus-Pilot werkelt leidenschaftlich gern in der Küche und kocht mit seinen Freunden. Den Anstoß dazu erhielt er, als er den heimischen Haushalt verlassen musste: "Als ich zum Ende meiner ersten GP2-Saison alleine in eine Wohnung zog, musste ich lernen, wie man kocht."

"Es ist eine tolle Möglichkeit, eine gute Zeit mit seinen Freunden zu haben, indem man etwas Schönes kocht. Zudem ist es sehr entspannend", erklärt er. Durch seinen Job reist der GP2-Meister von 2011 sehr viel und lernt andere Kulturen und deren kulinarische Highlights kennen. Anregungen findet er vielerorts: "Besonders in Asien, der Kontinent, den ich vom Geschmack bevorzuge. Ich komme aber auch oft zu französischen, italienischen oder spanischen Produkten zurück, die immer noch die Benchmark darstellen."

"Es sind die Geschmäcker, die man entdeckt. Vor kurzem habe ich Shiitake probiert", berichtet er. Gemeint sind schwarze Pilze. "Mit ihnen kann man ein gutes Risotto machen. Um die Tradition ein wenig abzuwandeln, kann man mit Soya anstatt Zucker braten."

Um seine Fähigkeiten zu verbessern, wollte sich Grosjean in einer Kochschule anmelden. "Sie nehmen niemanden auf, der unter 25 ist", erläutert der Franzose enttäuscht. "Dass ich die Grundlagen kannte, in großartigen Restaurants in der ganzen Welt war und Englisch sprach, machte keinen Unterschied. Ich passte nicht rein."

Bei seinen ersten Formel-1-Einsätzen wurde Grosjean gebeten, ein paar Pfunde abzulegen, weil sich Renault damals für das KERS-Pakte entschied, welches das Auto deutlich schwerer machte. "Zum Start von 2009 bat mich Renault, Gewicht zu verlieren, damit ich und KERS ins Auto passen. Dadurch habe ich mich viel bewusster ernährt", erinnert er sich.

"Ich habe schnell entdeckt, dass es sehr viele tolle Dinge gab, mit denen man kochen konnte. Der erste Koch, der mich dazu trieb, mehr zu lernen, war Marc Veyrat. Er hatte ein kleines Programm bei 'TV8 Mont-Blanc'. Ich habe nie eine Folge verpasst, wenn ich an meiner Rudermaschine trainiert habe", so der Lotus-Pilot.

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