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Senna: Entscheidende Rennen stehen bevor

Renault-Pilot Bruno Senna muss sich in den beiden übrigen Rennen für 2012 empfehlen - Voraussetzungen dafür sind nicht die besten

Bruno Senna
Noch ist nicht entschieden, ob Bruno Senna der Formel 1 erhalten bleiben wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit Spa-Francorchamps sitzt Bruno Senna im Renault. Für 2012 ist noch nicht entschieden, wie es für den Brasilianer weiter geht. Umso wichtiger ist es jetzt, gute Ergebnisse abzuliefern, um bei den Verantwortlichen Eindruck zu schinden. Da die Kurse in Abu Dhabi und Sao Paulo dem R31 nicht besonders liegen dürften, wird diese Aufgabe sehr anspruchsvoll. Im Interview schildert Senna den aktuellen Stand und spricht über sein Heimrennen in Brasilien.

Frage: "Was erwartest du vom Wochenende in Abu Dhabi. Der Kurs verfügt über einige langsame Kurven, die eurem Auto nicht entgegenkommen."
Bruno Senna: "Unser großes Problem ist die Traktion. Wenn man eine schlechte Traktion hat und dann noch auf einer welligen Strecke fährt, verdoppelt oder verdreifacht sich das Problem. Dadurch verringert sich der Kontakt zwischen Reifen und Strecke. Hier ist es glücklicherweise recht eben. Grundsätzlich sollte es also besser laufen als auf den welligen langsamen Strecken."

Senna ist mit sich zufrieden

Frage: "Wie beurteilst du deine Leistungen in den vergangenen Rennen? Du hattest einen recht starken Einstieg. Später sah es aber so aus, als ob du zu kämpfen hast. Ist das richtig?"
Senna: "Ich denke, dass ich bei den europäischen Rennen einen recht starken Start hatte. Da ich die Strecken besser kannte, war das selbstverständlich. In Singapur hatte ich auch ein recht gutes Rennen. Aber mit der Performance, die wir dort hatten, war es schwierig, das zu zeigen."

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"Dann sind wir nach Japan und Südkorea gekommen. Da hatte ich etwas zu kämpfen. Japan war nicht allzu schlecht. In Südkorea hatte ich Pech. Das Wochenende war nicht besonders gut. Wir befinden uns in einer Position, in der man sich zwischen Platz zehn und 15 bewegt, wenn man drei Zehntelsekunden langsamer ist. Force India, Toro Rosso, Sauber, Williams und wir sind sehr eng beieinander."

"Wenn man einen kleinen Fehler macht, ist man nicht mehr in den Punkten und weit weg. Es ist sehr eng und zeigt, wie wichtig es ist, alles zusammenzubringen. Hoffentlich können wir noch zwei gute Rennwochenenden abliefern und die Saison positiv abschließen. Es ist nicht einfach. Das gelingt nicht vielen. Ich denke, dass Red Bull am ehesten ein perfektes Rennwochenende zustande bringen kann. Wir müssen weiter lernen und versuchen, uns weiter zu entwickeln."

Was passiert 2012?

Frage: "Siehst du deine Zukunft im Team oder woanders?"
Senna: "Ich würde gerne im Team bleiben. Es ist ein toller Ort für mich, um zu lernen und mich zu entwickeln. Bisher lief es ganz gut. Natürlich ist noch nichts unterzeichnet und beschlossen. Aber ich denke, dass die Chancen gut stehen. Sie sind zufrieden mit meiner Arbeit. Wenn alles positiv läuft, werden wir eher früher als später eine Entscheidung haben. Ich denke, dass kein Fahrer gerne auf eine späte Entscheidung hofft."

Frage: "Es besteht wohl die Möglichkeit, dass bei Renault ein Fahrer die Saison beginnen wird und später von Robert Kubica ersetzt wird. Wäre das für dich eine vorstellbare Lösung?"
Senna: "Schwierig zu sagen. Wir müssen uns die Gegebenheiten ansehen und abwarten. Es gibt auch andere Möglichkeiten als in diesem Team. Für die Beständigkeit wäre es besser, hier zu fahren und eine volle Saison zu bestreiten."

Hohe Erwartungen in Brasilien

Frage: "Nach Abu Dhabi geht es zum Finale nach Brasilien. Wie gehst du dein Heimrennen an?"
Senna: "Wir versuchen, die Zeit vor dem Rennen schon dort zu verbringen. Ich werde direkt am Montagmorgen nach Sao Paulo fliegen und Sponsoren- und Medientermine wahrnehmen, damit ich in der Woche vor dem Rennen nur wenige Aktivitäten vor mir habe. Hoffentlich wird es nicht zu stressig und entspannter als vor einem Jahr. Da war es etwas viel."

"Ich sehr gespannt, in Brasilien mit einem wettbewerbsfähigen Auto zu fahren. Vergangenes Jahr habe ich von den Zuschauern eine gute Unterstützung bekommen, obwohl ich in einem langsamen Auto saß. Es wird sehr aufregend, mit einem guten Auto nach Brasilien zu kommen. Der Druck ist da. Sao Paulo ist aber nicht der beste Kurs für unser Auto. Es ist mein Heimrennen. Da gibt man aber immer die zusätzlichen zehn Prozent."

Frage: "Die Fans in Brasilien haben eine gewisse Erwartungshaltung und sind siegverwöhnt, oder?"
Senna: "Ich denke, dass die Fans in Brasilien gut sind. Viele kamen zu mir und haben mich unterstützt. Ich bin mir sicher, dass es mit der Zeit etwas aggressiver wird. Das ist ganz normal."

Frage: "Hast du durch deinen Namen zusätzlichen Druck?"
Senna: "Schwierig zu sagen. In Brasilien kennen mich viele Leute. Als ich vor einer Woche in London war, hat mich jeder Brasilianer auf der Straße erkannt. Das hat mich erstaunt. In Brasilien gibt es seitens der Presse einen großen Schub."

Frage: "Wie gehst du mit dem Druck um? Ist das positiv oder negativ?"
Senna: "Vor einem Jahr war der Druck groß, obwohl ich nicht gerade im besten Auto saß. Es war ein recht gutes Rennen. Der Druck hat einen Schub verliehen."

Frage: "In letzter Zeit gibt es viele Strafen in der Formel 1. Habt ihr Fahrer vor einem Manöver immer im Hinterkopf, dass ich dafür eine Strafe bekommen könntet?"
Senna: "Ich denke nicht, dass wir an die Strafen denken, sondern daran, keinen Fehler zu machen. Es war früher etwas rücksichtsloser. Da ist man einem anderen Fahrer ins Auto gefahren und kam ohne Strafe davon. Aber jetzt haben wir DRS und Reifen. Dadurch haben sich die Bedingungen stark geändert."

"Man kann einfacher überholen als in der Vergangenheit. Wenn man einen Fehler macht und in ein anderes Auto fährt, schwirren die Stewards um einen herum und entscheiden, ob es eine Strafe gibt oder nicht. Wenn die Regeln klar sind, ist es einfacher, zu wissen, was man tun muss. Manchmal ist es sehr offensichtlich, dass es eine gescheiterte Bemühung war und man eine Strafe verdient. Das schützt den Vorherfahrenden etwas."

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