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Mosley: Formel 1 wird zum Spielzeug der Regierung

Die Entscheidung, das Rennen in Bahrain nachzuholen, stößt auf wenig Zustimmung - Max Mosley äußert heftige Kritik

Max Mosley (FIA-Präsident)
Max Mosley ist klar gegen das Rennen in Bahrain und findet harte Worte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vergangenen Freitag tagte der FIA-Motorsport-Weltrat (WMSC) und entschied, das Rennen in Bahrain trotz zahlreicher Kritik nachzuholen. Dadurch verschiebt sich der Große Preis von Indien auf Dezember, was den Formel-1-Kalender stark in die Länge zieht. Doch das viel größere Problem ist die Lage in Bahrain. Das Verhalten der Regierung wird von Menschenrechtlern heftig kritisiert.

Auch Max Mosley gehört zu den Kritikern. "Mit der Zusage, das Rennen nachzuholen, beteiligt sich die Formel 1 am Geschehen", wird der Brite im 'Sunday Telegraph' zitiert. "Es ist zu einem Unterdrückungs-Instrument der Regierung geworden. Die Entscheidung für das Rennen ist ein Fehler, der nicht vergessen wird. Die Formel 1 wird dafür teuer bezahlen, sofern man diese Entscheidung nicht aufhebt."

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Tatsächlich gibt es noch Zweifel an der Umsetzung des Termins. Der heftige Widerstand könnte die Entscheidung kippen. Mosley fährt mit harten Worten fort: "Im Oktober wird uns wieder gezeigt werden, dass Bahrain ein glückliches und friedliches Land ist. Also warum ist es falsch, dort ein Formel-1-Rennen durchzuführen?", fragt der ehemalige FIA-Präsident ironisch.

"Wo ist da der Unterschied zu einer Sportveranstaltung in einem Land, in dem Leute unterdrückt werden, in Armut gefangen sind, ohne Gerichtsprozess im Gefängnis sitzen und schlecht behandelt werden?", merkt der 71-Jährige an. "Das Rennen dient nicht nur zur Unterhaltung eines nicht perfekten Landes. Es wird von einem unterdrückenden Regime verwendet, um die Aktionen zu tarnen."

Das Fazit von Mosley fällt hart aus. Der Brite erklärt seine Sicht der Dinge: "Wenn ein Sport die Rolle akzeptiert, wird er zum Spielzeug für die Regierung. Wenn die Formel 1 sich in Bahrain so benutzen lässt, teilt es die Schuld der Regierung."

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