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Red Bull fordert FIA zum Handeln auf

19. März 2010 - 11:00 Uhr

Weil Mercedes angeblich mehr PS hat als die anderen Hersteller, fordert Red Bull weiterhin vehement eine Leistungsangleichung der Motoren

Christian Horner
Christian Horner ist nicht begeistert über den Leistungsvorteil von Mercedes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei Red Bull ist man alles andere als glücklich über die aktuelle Motorensituation in der Formel 1. Denn obwohl die Weiterentwicklung bereits vor Jahren "eingefroren" und der Leistungsstand aller Hersteller angeglichen wurde, heißt es, dass der Mercedes-V8-Motor mehr PS haben soll als alle anderen Triebwerke.

"Wir haben 3,5 bis vier Prozent weniger Leistung als Mercedes. Zwei sollen es laut FIA-Statuten nur sein. Aber Mercedes verweigert die Zustimmung zur Angleichung", rechnet Red-Bull-Teamchef Christian Horner in der Fachzeitschrift 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!) vor. Renault habe bei der FIA bereits einen entsprechenden Antrag eingereicht, bisher wurde den Franzosen aber nicht erlaubt, die Leistung anzugleichen.

Das Leistungsmanko von Renault soll Expertenschätzungen zufolge bei 20 bis 30 PS liegen, dafür sagt man dem französischen Triebwerk aber nach, weniger Benzin zu verbrauchen als die Konkurrenz. Das ist gerade mit dem neuen Reglement (Tankverbot im Rennen) ein Riesenvorteil, weil die Autos am Start leichter sind - und das wirkt sich bekanntlich direkt auf die Rundenzeit und auch auf den Reifenverschleiß aus.

"Die Red-Bull-Autos haben das Rennen mit ungefähr zehn Kilo weniger Sprit begonnen als die beiden Ferraris", weiß Williams-Technikchef Sam Michael. "In den ersten Runden dürfte das auf der verlängerten Schleife von Bahrain einen Vorteil von fast 0,4 Sekunden bedeutet haben. Gemittelt auf 0,2 Sekunden pro Runde hätte das Red Bull auf eine Renndistanz einen Vorteil von insgesamt 9,8 Sekunden beschert."

Dennoch ärgert sich auch Red-Bull-Konsulent Helmut Marko über den Mercedes-PS-Vorteil: "Mercedes hat den Zeitpunkt der Verlautbarung und den Zeitpunkt, wo die Homologierung in Kraft getreten ist, optimal ausgenutzt und hat sich dabei einen immensen Basisvorteil herausgeholt. Wir müssen jetzt versuchen - was Renault und auch Ferrari probieren -, eine Angleichung dieser Motoren zu erreichen."

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