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Neue Details in der Spionageaffäre

19. Juli 2007 - 16:51 Uhr

Nigel Stepney soll auch Ferraris flexiblen Unterboden an Mike Coughlan verraten haben - Anschuldigungen weiten sich immer weiter aus

Kimi Räikkönen
Beim Auftakt in Australien war Ferrari mit einem anderen Unterboden unterwegs
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Praktisch jeden Tag gibt es im Spionageskandal der Formel 1 neue Enthüllungen. Heute überrascht das britische 'Autosport'-Magazin mit der Nachricht, dass zwischen Nigel Stepney (Ferrari) und Mike Coughlan (McLaren) nicht nur 780 Seiten an brisanten Informationen den Besitzer gewechselt haben, sondern dass es auch zu anderen Handlungen kam.

Konkret geht es dabei um die Unterbodenaffäre am Saisonbeginn, im Zuge derer Ferrari beschuldigt wurde, einen flexiblen Unterboden einzusetzen. McLaren-Mercedes zeigte dies bei der FIA an, die daraufhin die Flexibilitätstests verschärfte und Ferrari somit möglicherweise einen kleinen Wettbewerbsvorteil wegnahm. Zwar dürfte dies die Roten aus Maranello nicht massiv eingebremst haben, ein bisschen aber schon.

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Damals haben sich viele Experten gewundert, wie McLaren-Mercedes überhaupt sehen konnte, dass der Unterboden flexibel ist. Nun glaubt 'Autosport' die Antwort zu kennen: Recherchen des Fachmagazins zufolge soll Stepney noch vor Saisonbeginn eine E-Mail an Coughlan verfasst haben, in der er ihm einen entsprechenden Tipp gab. Coughlan habe dann die Teamverantwortlichen gebeten, eine Untersuchung durch die FIA beantragen zu lassen.

Weiter heißt es, dass Coughlans Frau Trudy bei ihrem Besuch in einem Copyshop in Surrey die besagten 780 Seiten einscannen ließ, um diese auf zwei CD-Roms mitnehmen zu können. Die ausgedruckten Dokumente habe Coughlan dann, so berichtet zumindest 'Autosport', in seinem Garten verbrannt. Die fraglichen zwei CD-Roms wurden inzwischen im Zuge der Ermittlungen bei Hausdurchsuchungen sichergestellt.

Indes berichten italienische Medien davon, dass neben Jonathan Neale auch weitere McLaren-Mitarbeiter von Coughlan über die Ferrari-Informationen informiert worden sein sollen. Konkret nennt die 'Gazzetta dello Sport' in diesem Zusammenhang Geschäftsführer Martin Whitmarsh und den Ingenieur Patrick Lowe. Seitens der Silberpfeile weist man jede Beteiligung an illegalen Aktivitäten aber weiterhin von sich.