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Kundenautos: Lösung erst nach dem Qualifying?

15. März 2007 - 12:05 Uhr

Erst am Samstag könnte es zum Showdown um die Kundenautos von Toro Rosso und Super Aguri kommen - Protest steht im Raum

SA07
Auch Super Aguris neues Auto ähnelt dem Honda RA106 stark
© Super Aguri

(Motorsport-Total.com) - Im Winter haben es die Teams nicht geschafft, die Frage der Kundenautos zu klären, weshalb es am kommenden Wochenende wie erwartet im Rahmen des Saisonauftakts zum Showdown kommen wird. Toro Rosso und Super Aguri stehen weiter zu ihrer Ansicht, nichts Illegales zu machen, während Williams und vor allem Spyker dagegen vorgehen wollen.

Zur Vorgeschichte: Toro Rossos STR2 weist frappierende Ähnlichkeiten zum Neuwagen von Red Bull Racing auf, was insofern auch nicht weiter verwunderlich ist, als hinter beiden Modellen Adrian Newey steckt. Super Aguri wiederum testete den ganzen Winter hindurch mit einem Honda-RA106-Chassis und präsentierte in Melbourne ein Auto namens SA07, das sich im Grunde genommen nur durch die Lackierung vom Vorgänger unterscheidet.

Spyker-Teamchef Colin Kolles kann sich daher durchaus vorstellen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten - notfalls könnte die Konkurrenz sogar gegen Toro Rosso und Super Aguri vor Gericht gehen. Zunächst einmal steht jedoch ein offizieller Protest bei der FIA auf dem Programm: "Warten wir den Samstag ab. Nach dem Qualifying kann ich mehr sagen", wird Kolles von unseren Kollegen von 'autosport.com' zitiert.

Dahinter steckt natürlich, dass Spyker und Williams schlecht beraten wären, Protest einzulegen, falls die betroffenen Konkurrenten ohnehin viel langsamer sein sollten. Sobald ein Toro-Rosso- oder Super-Aguri-Fahrer gefährlich wird, ist aber mit einem Protest zu rechnen. Ob ein Protest bei der FIA etwas bringt, ist freilich eine ganz andere Frage, denn die FIA war es ja, die die Pläne von Toro Rosso und Super Aguri vorab abgesegnet hat.

Daniele Audetto von Super Aguri ist jedenfalls unbesorgt: "Wir wissen, was wir tun - und wir wissen, dass es legal ist", erklärte er gegenüber 'autosport.com'. "Es ist nicht unser Problem. Wir wollen nicht gegen die Regeln verstoßen oder betrügen. Sie können machen, was sie wollen, wir können sie sowieso nicht davon abhalten. Sollen sie sich halt beschweren, dann werden wir sehen, ob sie Recht haben oder nicht. Wir haben nämlich Recht!"

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