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USA-Debüt: "Wir müssen realistisch sein"

Steve Page und Sonoma wollen den WTCC-Event in den USA von Anfang an auf solide Beine stellen und setzen sich daher erst einmal kleine Ziele

(Motorsport-Total.com) - Am 23. September 2012 ist es soweit: Die WTCC wagt den Sprung über den Atlantik und geht zum ersten Mal überhaupt in den Vereinigten Staaten von Amerika an den Start. Schauplatz für dieses besondere Debüt ist der Infineon Raceway von Sonoma, wo unter anderem bereits die großen US-Rennserien NASCAR und IndyCar unterwegs sind. Nächstes Jahr stößt die Tourenwagen-WM dazu.

US-Fan

Die US-amerikanischen Rennfans müssen erst noch für die WTCC begeistert werden Zoom

Steve Page, Streckenchef in Sonoma, ist sich der Herausforderungen bewusst, die eine Premiere dieser Art mit sich bringt. Der US-Amerikaner plädiert für eine Politik der kleinen Schritte und auch für die nötige Portion Geduld bei allen Beteiligten - über Nacht wird eine Meisterschaft mit europäischem Konzept wohl kaum in den Vereinigten Staaten so richtig Fuß fassen. Dies gelte es zu beachten.

Die WTCC zum Thema machen

"In den ersten Jahren müssen wir unsere Erwartungen in einem realistischen Rahmen halten", sagt Page im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Viele Leute kennen diese Rennserie bereits, doch in den USA ist die WTCC im Prinzip völlig unbekannt. Dort gibt es keine TV-Berichterstattung darüber und auch in den Medien ist die Tourenwagen-WM kein Thema", stellt der Streckenchef heraus.

"In den USA ist die WTCC im Prinzip völlig unbekannt." Steve Page

"Selbst bei den auf Motorsport spezialisierten Portalen spielt die WTCC nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die richtig großen Nummern sind NASCAR, IndyCar, Dragster und Motorrad", erläutert Page. Aus diesem Grund müsse es den Verantwortlichen von Rennserie und Rennstrecke erst einmal darum gehen, die Tourenwagen-WM zum Thema zu machen und die Fans für die Rennen zu begeistern.


Fotos: WTCC in Valencia


Page ist in diesem Zusammenhang davon überzeugt, dass man mit dem Format der WTCC durchaus Chancen haben wird, bei den US-amerikanischen Zuschauern zu landen. "Wir müssen überlegen, wie wir die Fans dazu bringen, an die Strecke zu fahren und sich dieses Spektakel anzusehen. Sobald die Leute erst einmal einen Eindruck davon bekommen haben, werden sie es mögen", meint Page.

Gute Werbung ist alles

Wichtig sei also vor allem eine gute Werbung - auch im Rahmen der bereits bestehenden Events anderer Meisterschaften. "Es gibt verschiedene Lager im Motorsport: Die einen Fans mögen die NASCAR lieber, die anderen IndyCar", erklärt Page. "Eine Strategie, die wir bereits mit großem Erfolg angewendet haben, ist, jedem NASCAR-Fan ein Ticket für das IndyCar-Rennen zu schicken."

"Es geht im ersten Jahr darum, die Meisterschaft in die Öffentlichkeit zu tragen." Steve Page

"Unsere Erfahrung ist: Viele dieser Eintrittskarten werden auch eingelöst. Die Leute sind durchaus interessiert, schauen es sich an und kommen hoffentlich wieder", sagt der Streckenchef. "Wir sprechen bereits mit Chevrolet, um einige Werbekampagnen an den Start zu bringen. Es geht im ersten Jahr halt darum, die Meisterschaft in die Öffentlichkeit zu tragen", gibt Page zu Protokoll.

Aus der Perspektive der örtlichen Veranstalter wäre es in diesem Zusammenhang wünschenswert, Ford wäre 2012 mit einigen Autos im Starterfeld vertreten. Das Duell zwischen Chevrolet und dem US-amerikanischen Konzern kennen die Fans schließlich aus der NASCAR. "Ich denke, das wäre ein sehr schöner Aufhänger für uns", meint Page. Fehlt also nur noch die Bestätigung von Ford...

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