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Michelisz: Von der Spielkonsole in die Tourenwagen-WM

Zengõ-Fahrer Norbert Michelisz schildert seinen sportlichen Werdegang: Ein Computerspiel ebnete dem ungarischen Rennfahrer den Weg in die WTCC

(Motorsport-Total.com) - Der Karriereweg von Norbert Michelisz klingt wie ein modernes Märchen: Der heute 26-Jährige träumte schon als kleiner Junge davon, eines Tages ein Rennfahrer zu sein, konnte diesen Wunsch aber viele Jahre lang nicht in die Tat umsetzen. Schnelle Rundenzeiten bei einem Computerspiel ließen aber einen Szenekenner auf ihn aufmerksam werden - und heute fährt Michelisz in der WTCC.

Norbert Michelisz

Norbert Michelisz hat es geschafft: Der sympathische Ungar ist ein WTCC-Fahrer Zoom

Im Gespräch mit 'b92.net' erzählt der Ungar seine sportliche Geschichte: "Ich wollte immer schon ein Rennfahrer sein. Als Kind verfolgte ich die Formel 1, Tourenwagen und auch die BTCC. Das war gegen Mitte und Ende der 1990er-Jahre. Ich interessierte mich sehr für den Motorsport, hatte aber nie die Gelegenheit, genug Sponsoren aufzutun und ein richtiges Rennauto zu finden", sagt Michelisz.

"Zu dieser Zeit kam in Ungarn das Internet auf und weil ich schon einen Computer hatte, kaufte ich mir das Spiel 'Grand Prix Legends'. Diese Autos verhalten sich ziemlich realistisch. Sie waren schwierig zu fahren, doch nach einigen Wochen und Monaten hatte ich mich an die Bewegungen der Fahrzeuge gewöhnt. Ich trat online gegen andere Ungarn an und traf so auf den Rennfahrer Gábor Wéber."


Fotos: Norbert Michelisz, WTCC in Valencia


"Er erkannte mein Talent, weil ich seine Rundenzeiten unterbieten konnte", erläutert Michelisz. Eine folgenreiche Begegnung, denn Wéber verwies seinen Landsmann an einen ungarischen Teamchef. "2005 traf ich erstmals mit Zoltán Zengõ zusammen, der mir schließlich einen Test anbot. Ich hatte niemals zuvor einen Rennwagen bewegt, entsprechend schwierig war diese Entscheidung für ihn."

"Gábor erklärte ihm aber, dass ein schneller Simulationspilot auch eine gute Geschwindigkeit im Rennauto an den Tag legen könnte", berichtet Michelisz und fügt hinzu: "Der Test an sich lief dann recht ordentlich. Wir waren am Hungaroring unterwegs - einer Strecke, die ich nicht kannte. Nach zehn bis 15 Runden kam ich dennoch bis auf drei Zehntel an die Rundenzeiten von Gábor heran."

"Alle Beteiligten wunderten sich, wie das nur möglich war, denn ich saß ja zum ersten Mal in einem Rennauto. Die Beziehung zu Zoltán intensivierte sich seither stets und 2006 bot er mir einen Platz im Suzuki-Cup an", gibt der 26-Jährige zu Protokoll. Das Ende der Fahnenstange war damit aber noch lange nicht erreicht. Michelisz: "2009 ergab sich schließlich die Chance, in die WTCC aufzusteigen..."

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