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Charakterbildende Lernerfahrung für Toyota

Toyota hätte auch in Bahrain um den Sieg fahren können, doch nach einem Defekt und einem Unfall steht das Team mit leeren Händen da

(Motorsport-Total.com) - Nach dem überzeugenden Sieg im Sao Paulo sah es beim sechsten Rennwochenende der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Bahrain zunächst nicht danach aus, als könne Toyota diesen Erfolg wiederholen. In den Trainings waren die Audi schneller als das Auto von Alexander Wurz und Nicolas Lapierre, doch im Rennen wendete sich das Blatt. Wurz legte von Beginn an ein Tempo an den Tag, dem die Ingolstädter nicht folgen konnten, und fuhr den TS030-Hybrid an die Spitze.

Alexander Wurz

Toyota war in Bahrain wieder schnell, aber nicht vom Glück verfolgt Zoom

Nach zwei Stunden lag der Toyota mit der Startnummer sieben souverän an der Spitze, doch dann warf ein kurioser Defekt das Team zurück. Wie bei einigen anderen Autos auch fiel die Beleuchtung der Startnummer aus, offenbar eine Folge der hohen Temperaturen. Die Rennleitung beorderte den Toyota zur Reparatur an die Box, der Austausch der Beleuchtung dauerte sieben Minuten. "Es war frustrierend, durch dieses Problem mit der Beleuchtung, welches offenbar durch die Hitze verursacht wurde, so viel Zeit in der Box zu verlieren. Doch selbst danach war ein Podium noch möglich", sagt Team-Präsident Yoshiaki Kinoshita.

Lapierre kämpfte sich von Position sechs auf drei nach vorne und fuhr die schnellste Rennrunde, doch gut eine Stunde vor Rennende wurde die Aufholjagd des Franzosen abrupt beendet. Bei einem Überrundungsmanöver kollidierte er mit dem Strakka-HPD von Jonny Kane, anschließend musste Lapierre das Auto mit gebrochener Radaufhängung in der arabischen Nacht abstellen. "Nach der Safetycar-Phase war ich hinter der Nummer 21. Er hatte eine gute Höchstgeschwindigkeit, daher musste ich versuchen, ihn innen zu überholen", berichtet Lapierre.

"Dabei haben wir uns berührt. Wenn wir um eine Position gekämpft hätten, würde ich sagen, dass es eher mein Fehler war, aber ihm wurden die blauen Flaggen gezeigt", beschreibt der Franzose den Zwischenfall. "Es ist enttäuschend, das Rennen auf diese Art und Weise zu beenden, denn wir hatten die Chance auf ein weiteres Podium." So endete der Tag in der Toyota-Box mit großer Enttäuschung. "Das war ein aufregendes, aber sehr enttäuschendes Rennen, denn wir waren in der Lage zu gewinnen. Doch leider wurde das Auto bei dem Zwischenfall zu stark beschädigt, sodass Nicolas es nicht zurück an die Box bringen konnte", erklärt Kinoshita.


Fotos: WEC in Bahrain, Samstag


"Wir hatten eine große Chance, dieses Rennen zu gewinnen, aber Motorsport kann manchmal grausam sein, und gestern war einer dieser Tage", so der Japaner. "Das war einer dieser Tage im Langstreckensport, an dem du lernst, warum diese Art von Rennen so schwierig ist", meint auch Wurz. "Dadurch wissen wir aber den fehlerfreien Sieg in Brasilien noch mehr zu schätzen. Die Arbeit im Freien Training hat sich ausgezahlt, im Rennen war das Auto schnell. Der Speed war da. Der Rest war einfach Pech. Jetzt konzentrieren wir uns auf Fuji."

"Unser Renntempo war im Vergleich zu den Audi sehr gut, wir waren sehr konkurrenzfähig", sagt auch Lapierre, für den wie für das gesamte Team nun das Heimrennen auf der Toyota-Strecke in Fuji ansteht. "Wir müssen weiter arbeiten und uns auf Fuji vorbereiten. Das wird ein sehr wichtiges Rennen für uns, hoffentlich können wir dort ein starkes Resultat erzielen", so Lapierre. In Fuji werden er und Wurz auch wieder durch den dritten Fahrer Kazuki Nakajima verstärkt.

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