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"Auto fährt wie ein Zug": Glickenhaus absolviert Ausdauertest in Aragon

Rund 30 Stunden und 5.000 Kilometer fährt das neue Hypercar von Glickenhaus im MotorLand Aragon - Kritik an engem Abstand zur LMP2-Klasse wird erneuert

(Motorsport-Total.com) - Das neue Le Mans Hypercar von Glickenhaus hat einen privaten Ausdauertest erfolgreich absolviert. Laut Jim Glickenhaus ist der neue Prototyp "wie ein Zug" gefahren. Der Test fand am vergangenen Wochenende am Freitag und Samstag im MotorLand Aragon in Spanien statt.

Glickenhaus

In diesen Farben wird Glickenhaus in Portimao antreten Zoom

Der 007LMH fuhr 30 Stunden und legte rund 5.000 Kilometer zurück. Es gab nur ein technisches Problem. "Das Auto fuhr großartig, wie ein Zug", bestätigt Glickenhaus gegenüber der englischen Edition von 'Motorsport.com'.

Insgesamt hat das Auto rund 10.000 Testkilometer zurückgelegt. "In Aragon sind wir auch in der Nacht gefahren", berichtet der Firmengründer weiter. "Wir hatten nur ein kleines Problem. Eine elektrische Verbindung ist auf Grund von Vibrationen gebrochen."

"Die ganze Verkabelung hatte den Einsatzzyklus aber deutlich überschritten, weshalb es keine Überraschung war." Außerdem simulierte man Gelbphasen und Notfall-Boxenstopps, falls im Rennen technische Probleme auftreten sollten.

"Es war alles in Ordnung. Die Crew war gut, der Motor ist reibungslos gelaufen und auch die Scheinwerfer haben ordnungsgemäß funktioniert." Der Test wurde von sechs der sieben Glickenhaus-Fahrer absolviert.

Romain Dumas war nicht vor Ort, weil er sich für Pikes Peak vorbereitet. Das berühmte Bergrennen findet am 27. Juni statt. Dumas tritt dort für Porsche an. Das Glickenhaus-Debüt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft wird am 13. Juni über die Bühne gehen.

In Monza werden beide Glickenhaus am Start stehen

Dann findet das zweite WEC-Rennen in Portimao (Portugal) statt. Richard Westbrook, Ryan Briscoe und Dumas werden dort den einzigen genannten Glickenhaus-Prototypen fahren. Beim Aragon-Test wurde auch das zweite 007-Chassis einem Shakedown unterzogen.

Neben den genannten Fahrern waren beim Test auch Pipo Derani, Gustavo Menezes, Olivier Pla und Franck Mailleux hinter dem Steuer. Beim Monza-Rennen (18. Juli) werden beide Glickenhaus-Boliden im Einsatz sein.

Neuerliche Kritik an schnellen LMP2-Autos

Der WEC-Saisonauftakt in Spa-Francorchamps hat gezeigt, dass das neue Toyota-Hypercar nicht deutlich schneller als die LMP2-Autos war. Auch Glickenhaus zählte zu den Kritikern. Der Aragon-Test soll ebenfalls verdeutlicht haben, dass der Zeitunterschied gering ist.

Es waren nämlich zwei LMP2-Autos im MotorLand dabei. Laut Glickenhaus waren die deutlich günstigeren LMP2-Fahrzeuge im ersten Stint genau so schnell wie das Hypercar im zweiten Stint mit gebrauchten Reifen. "Das ist nicht genug Unterschied", betont Glickenhaus.

"Wenn die Regelhüter nichts machen, dann wird das ein Desaster." Das sind die gleichen Aussagen, die Toyota-Technikdirektor Pascal Vasselon nach Spa erklärt hat. Seiner Meinung nach müssen die beiden Prototypen-Klassen in unterschiedlichen Ligen spielen.

Toyota hat jüngst ebenfalls einen privaten Test mit dem neuen Hypercar durchgeführt. Dieser fand zwei Tage lang in Spa-Francorchamps statt. Die 24 Stunden von Le Mans sind in diesem Jahr am 21. und 22. August angesetzt.

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