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Zu heiß: Yamaha-Duo fährt in Laguna Seca hinterher

Alex Lowes und Michael van der Mark sind in den USA weiter hinten als gewohnt - Für die hohen Temperaturen fand das Team kein Set-up und die Fahrer kein Gefühl

(Motorsport-Total.com) - Das Yamaha-Team blieb bei der US-Runde der Superbike-WM in Laguna Seca hinter den Erwartungen zurück. Bei den meisten Rennen etablierten sich Alex Lowes und Michael van der Mark als dritte Kraft hinter Kawasaki und Ducati. Aber auf der Berg- und Talbahn in Kalifornien fuhr die R1 weiter hinten im Feld. Schon in der Superpole reichte es nur zu den Startplätzen acht (Lowes) und 13 (van der Mark).

Alex Lowes; Michael van der Mark; Stefan Bradl

Hinter dem Yamaha-Duo fuhr am Sonntag Stefan Bradl mit der Honda Zoom

Im ersten Rennen schied Lowes durch Sturz in Kurve 5 aus. Van der Mark kam als Achter ins Ziel. Am Sonntag belegten beide die Positionen neun und zehn. Damit fuhr das Yamaha-Duo hinter den Aprilia-Fahrern. Meist ist die Hackordnung umgekehrt. Das Crescent-Team fand bei den hohen Temperaturen nicht die optimale Abstimmung für die R1. Ähnlich wie in Imola war das Motorrad nicht so konkurrenzfähig wie gewohnt.

Teamchef Paul Denning versucht die Schlappe positiv zu sehen, denn die Techniker wissen nun, wo das Gesamtpaket noch Schwachpunkte hat. "Relativ gesehen war unsere Pace im Vergleich zum Sieger genau wie am Vortag", analysiert Denning. "Im Vergleich zum fünften Platz war unsere Pace in der zweiten Rennhälfte sehr ähnlich. Das ist zumindest ein wenig positiv." Beide Fahrer hatten zu Rennbeginn Mühe und hatten kein gutes Gefühl für die R1.


Fotos: Superbike-WM in Laguna Seca


"Ein sehr schwieriges Rennen", seufzt Lowes. "Ich fand überhaupt kein Vertrauen zum Bike, aber zumindest bin ich im Ziel und habe ein Resultat. Hier hatte ich große Mühe, ein Gefühl und Vertrauen für das Vorderrad aufzubauen. Diese 25 Runden waren harte Arbeit. Ich habe nicht gepusht. Es ging nur darum, so konstant wie möglich zu fahren und zu verstehen, wie wir uns hier in Zukunft verbessern können. Als Team hatten wir nicht das beste Set-up an diesem Wochenende."

Ganz ähnlich klingen auch die Aussagen von van der Mark: "Es war schwierig. Ich hatte einen guten Start, aber schon in der ersten Runde hatte ich kein gutes Gefühl. Das ist seltsam, denn wir veränderten für das Rennen viel. Es war ein schwieriges Wochenende. Positiv war nur das Training am Samstagvormittag, als es viel kühler war. Sobald die Temperaturen stiegen, hatten wir große Probleme. Es ist schwierig zu verstehen, warum wir von der ersten bis zur letzten Runde die gleiche Pace fahren, aber zu Beginn nicht schnell genug sind. Wir müssen das verstehen."

In der WM ist Lowes weiterhin Fünfter und van der Mark hinter Xavi Fores (Barni-Ducati) Siebter. Bei den Herstellern ist Yamaha komfortabel auf dem dritten Platz. Für die beiden Fahrer geht es von den USA weiter nach Japan, um sich auf das prestigeträchtige 8 Stunden-Rennen von Suzuka (30. Juli) vorzubereiten. Yamaha schickt zwei Werksteams an den Start. Lowes und van der Mark bilden mit Katsuyuki Nakasuga ein Team. Die zweite Mannschaft besteht aus dem Deutschen Marvin Fritz, Broc Parkes und Kohta Nozane.