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WSBK 2020: Ist Toprak Razgatlioglus Fahrstil zu speziell für die Yamaha R1?

Toprak Razgatlioglu fährt einen extremen Stop-&-Go-Stil, doch die Vergangenheit zeigt, dass aggressive Fahrer mit der Yamaha Probleme haben

(Motorsport-Total.com) - Toprak Razgatlioglus Wechsel von Puccetti-Kawasaki und Yamaha ist ein offenes Geheimnis. Nach den Differenzen in Suzuka transferierte Manager Kenan Sofuoglu seinen Schützling in der WSBK-Sommerpause zu Yamaha. Alex Lowes muss für Razgatlioglu Platz machen. Aber hat sich Yamaha mit der Verpflichtung des Türken einen Gefallen getan?

Alex Lowes

Offenes Geheimnis: Toprak Razgatlioglu ersetzt Alex Lowes bei Yamaha Zoom

Wir konfrontieren Yamaha-Pilot Michael van der Mark und Yamaha-Teamchef Paul Denning mit der Thematik und fragen, ob der aggressive Stil von Razgatlioglu mit dem Charakter der Yamaha R1 harmonieren kann. Denning bestätigt, dass die Yamaha R1 "die gleiche DNA" hat wie die M1 in der MotoGP.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass aggressive Fahrer wie Pol Espargaro einige Probleme hatten, sich an die Charakteristik Yamaha zu gewöhnen. Und auch Michael van der Mark musste sich nach seinem Wechsel von Honda zu Yamaha umstellen.

Michael van der Mark: Die Umstellung erfordert Zeit

"Ich habe nach wie vor zu kämpfen", gesteht van der Mark, der auf die Hilfe seines Umfelds angewiesen ist. "Die Leute müssen es einem sagen. Aggressiv fahren, das ist etwas, was man für Jahre gemacht hat. Es ist nicht einfach, das zu ändern. Es ist schwierig."

Toprak Razgatlioglu

Sofuoglu-Schützling Toprak Razgatlioglu gilt als riesengroßes Talent Zoom

"Vielleicht benötigt man dafür Zeit. Ich weiß es nicht. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mit diesem Motorrad sanfter zu fahren", erinnert sich der Holländer, der keine Zweifel daran hat, dass Razgatlioglu schnell sein kann: "Der Junge ist schnell. Er hat sehr viel Talent. Ich bin gespannt, zu sehen, sollte er kommen, wie er mit dem Motorrad zurechtkommt", so van der Mark im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Razgatlioglu-Verpflichtung war eine Yamaha-Entscheidung

Denning bemüht sich, diplomatisch zu sein: "Bisher wurde nichts offiziell verkündet. Deshalb kann ich die Fahrersituation für die kommende Saison nicht kommentieren. Ich kann lediglich bestätigen, dass Michael in das zweite Jahr seines Vertrags geht."

Die Entscheidung, Razgatlioglu zu verpflichten, wurde von Yamaha getroffen. Das Team rund um Denning hatte keinen großen Einfluss. "Die Fahrer stehen bei Yamaha unter Vertrag. Das Team hat aber einen gewissen Einfluss auf die Wahl der Fahrer. Schlussendlich entscheidet aber Yamaha, denn sie bezahlen die Fahrer", schildert Denning und verspricht: "In den beiden kommenden Wochen wird es Klarheit geben."


Fotos: Superbike-WM in Portimao


Der Yamaha-Teamchef macht sich keine allzu großen Sorgen wegen Razgatlioglus Fahrstil. "Wir haben im Moment fünf verschiedene Fahrer. Es sind fünf verschiedene Fahrstile", bemerkt Denning. "Melandri verfügt über sehr viel Erfahrung, hat aber einen sehr speziellen Stil. Sandro (Cortese) kam von der 600er und fährt hohe Kurvengeschwindigkeiten. Er passt seinen Stil an das Superbike an."

"Loris (Baz) ist sehr groß und hat sehr viel Erfahrung mit allen verschiedenen Arten von Motorrädern. Und Michael ist sehr aggressiv, Loris aber auch. Ehrlich gesagt ist es immer sehr schwierig, zu prophezeien, ob ein bestimmter Fahrer mit einem Motorrad harmoniert", so der Brite. "Wäre Marquez auf einer Yamaha schnell? Ich denke, nach einem Tag wäre die Antwort 'ja'. Das Talent ist am Ende entscheidend."

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