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Rea über Razgatlioglu-Kontroverse: "Sofuoglu war nicht in Suzuka"

Jonathan Rea stellt sich hinter die Kawasaki-Entscheidung, Toprak Razgatlioglu in Suzuka nicht fahren zu lassen und wundert sich über Kenan Sofuoglus Reaktion

(Motorsport-Total.com) - Ende Juli konnte Kawasaki beim Langstreckenrennen in Suzuka die Siegesserie von Yamaha beenden (zum Bericht). Superbike-Weltmeister Jonathan Rea und WSBK-Teamkollege Leon Haslam gewannen das Rennen und begeisterten damit die Kawasaki-Manager. Toprak Razgatlioglu zählte ebenfalls zum Team, kam aber aus taktischen Gründen nicht zum Einsatz.

Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu verlässt Kawasaki, weil er nicht in Suzuka zum Einsatz kam Zoom

Manager Kenan Sofuoglu reagierte wütend und transferierte seinen Schützling für 2020 zu Yamaha. Die offizielle Bestätigung steht noch aus, aber es gilt als sicher, dass der Türke in der kommenden Saison neben Michael van der Mark für das offizielle Yamaha-Superbike-Team fahren wird.

Ursprünglich sollte Razgatlioglu eines Tages Teamkollege von Jonathan Rea werden. Mit seinen Leistungen in der laufenden Saison hatte sich der 22-Jährige bereits in Position gebracht, um Haslams Platz im Werksteam zu übernehmen. Doch dazu wird es nicht kommen.

Im Rahmen des WSBK-Events in Portimao äußerte sich Rea zum kontroversen Zwischenfall in Suzuka, der Razgatlioglus Zukunft bestimmen wird. "Kenan ist Topraks Manager. Aber er war nicht in Suzuka. Er versteht die Situation deshalb nicht besonders gut", bemerkt Rea.

Jonathan Rea

Jonathan Rea steht hinter der Entscheidung des Teams Zoom

"Es ist sehr einfach, solche Kommentare abzugeben, wenn man in dem Moment nicht dabei ist. Die komplette Situation tut mir leid, wie es für Toprak gelaufen ist. Doch ich stehe hinter der Entscheidung des Teams. Wir konnten das Rennen gewinnen", betont Rea.

"Es laufen viel mehr Dinge im Hintergrund ab, als man denkt. Es war sein erstes Langstrecken-Rennen. Es geht nicht ausschließlich um die Rundenzeiten", stellt Rea klar. Dass Razgatlioglu der schnellste Fahrer des Kawasaki-Trios war, wurde von Michael van der Mark bestätigt (zur Meldung), der in Suzuka mit Yamaha Platz zwei sicherstellte.

"Kenan meint, dass es respektlos war. Aber es ist auch respektlos, das zu behaupten, wenn man die Situation nicht versteht", schimpft Rea und fügt hinzu: "Ich bin ein großer Fan von Kenan. Wir sind gute Freunde. Doch er hat sehr starke Worte verwendet."

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