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Schluss mit lustig: Michael Rinaldi rechnet mit seinen Kritikern ab

Beim WSBK-Event in Magny-Cours wirkt Michael Rinaldi deutlich ernster als gewohnt: Sportlich empfiehlt sich der Italiener für eine weitere Saison im Ducati-Werksteam

(Motorsport-Total.com) - Michael Rinaldi irritierte zu Beginn des WSBK-Wochenendes in Magny-Cours mit seinen Aussagen und deutete an, dass seine Zeit im Ducati-Werksteam zu Ende gehen könnte. Rinaldi wirkte sehr ernst und lieferte am Freitag die Erklärung, warum er sich so verhält. Sportlich lief es für Rinaldi in Frankreich gut. Im zweiten Rennen lag er zwischenzeitlich vorn und feierte mit Platz zwei sein bestes Saisonergebnis.

Michael Ruben Rinaldi

Michael Ruben Rinaldi sorgte in Frankreich für Irritationen Zoom

Nach dem zweiten Rennen war Rinaldi sehr emotional. Im Parc Ferme flossen Tränen. "Es ist nicht einfach, diese Schuhe auszufüllen", erklärt er nach dem erleichternden zweiten Platz und wendet sich an seine Kritiker: "Es ist deutlich einfacher, Zuhause zu bleiben und über andere zu urteilen, anstatt hier das eigene Potenzial zu zeigen."

"Wenn die Ergebnisse aus irgendeinem Grund nicht kommen, dann ist die Ursache egal, weil alle denken, dass es Ausreden sind. Dieses Podium ist für mich sehr wichtig. Es bedeutet mir sehr viel. Für meine Zukunft ist es sehr wichtig", unterstreicht der Italiener, der seine zweite Saison als Ducati-Werkspilot absolviert.

Fehlt Michael Rinaldi bei Ducati der Rückhalt?

Direkt nach dem Rennen sprach Rinaldi im Parc Ferme Klartext: "Ich möchte dieses Podium den wenigen Leuten widmen, die immer an mich geglaubt haben und auch meiner Crew, die mich immer unterstützt."

Michael Ruben Rinaldi

Michael Ruben Rinaldi fährt seit 2021 für das Ducati-Werksteam Zoom

"Es war eine schwierige Phase für mich", gesteht Rinaldi. "Dieses Ergebnis bedeutet mir wirklich sehr viel. Ich genoss die Duelle mit Johnny (Jonathan Rea), Axel (Bassani) und mit Toprak (Razgatlioglu). Es ist mein erstes Podium hier in Magny-Cours seit meiner Zeit in der Superstock-600-Klasse. Ich bin wirklich richtig happy."

Andere Herangehensweise seit dem Barcelona-Test

Zu Beginn des Wochenendes wirkte Rinaldi ungewohnt ernst. "Seit dem Test in Barcelona ist das so und wird auch so weitergehen für den Rest meiner Karriere. Ich habe verstanden, dass man professionell sein muss. Man kann nur wenigen Leuten seine wahre Gefühlswelt offenbaren", begründet Rinaldi sein Verhalten.

Michael Ruben Rinaldi

Michael Ruben Rinaldi überraschte am Donnerstag mit überraschend ernsten Aussagen Zoom

"Meine Ziele bleiben gleich, doch ich will professioneller sein. Es gibt seit dem Barcelona-Test einen neuen Michael. Ich werde weiterhin ein guter Mensch sein, doch es war Zeit, das Verhalten beim Umgang mit anderen Menschen anzupassen", reagiert er auf diejenigen, die ihn zuletzt kritisiert haben.


Fotos: Superbike-WM 2022: Magny-Cours (Frankreich)


Mit seinen Siegen in der Superbike-WM stellte Rinaldi klar, dass er auch auf WM-Niveau gewinnen kann. Warum dann die Anpassung? "Ich konnte bereits Rennen gewinnen, kämpfte aber noch nie um die Meisterschaft. Man muss manchmal selbstkritisch sein, um besser zu werden. Ich bin nicht traurig. Ich will aber konzentriert und motiviert sein. Ich will es ernster nehmen", begründet er.

Zu viele negative Kommentare auf Social Media?

Mit seiner lockeren Art und Weise begeisterte Rinaldi in der Vergangenheit viele Fans. Andere Fahrer waren auch mit einer lockeren Herangehensweise erfolgreich. "Wenn man Valentino Rossi ist, dann kann man machen, was man will, weil man neunfacher Weltmeister ist. Dann können die Leute nichts mehr sagen. Und ich mag das. Doch wenn man nicht neunmaliger Weltmeister ist, dann urteilen die Leute sehr stark", reagiert Rinaldi auf seine Kritiker.

Michael Ruben Rinaldi, Toprak Razgatlioglu

Im zweiten Hauptrennen lag Michael Rinaldi zwischenzeitlich in Führung Zoom

"Man muss ihnen zeigen, dass man professionell ist. Wenn ich ein Champion wäre, lache und auf Instagram lustige Dinge poste, dann sehen es alle als Spaß an. Doch wenn man keine Meisterschaften gewinnt und die gleichen Dinge von sich postet, dann urteilen die Leute anders. Deshalb habe ich mein Verhalten geändert", erklärt der Ducati-Pilot. "Ich bin aber nach wie vor der gleiche nette Kerl, der für seine Freunde und die Leute aus dem Team da ist", versichert Rinaldi.

Dank der guten Ergebnisse in Frankreich konnte sich Rinaldi in der Fahrerwertung auf die vierte Position schieben. Es wird vermutet, dass er ein weiteres Jahr für Ducati fahren wird, da es schlicht und einfach keine bessere Alternative im Moment gibt.

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