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Sandro Cortese: "Absätze und Sohlen von den Stiefeln haben sich gelöst"

Wegen der extremen Hitze beim WSBK-Wochenende in Jerez löst sich der Kleber an Sandro Corteses Stiefeln: Die Sohle blockiert das Schaltgestänge

(Motorsport-Total.com) - Pedercini-Kawasaki-Pilot Sandro Cortese sammelte beim WSBK-Neustart in Jerez nur magere vier WM-Punkte. Die beiden Hauptrennen beendete Cortese als 14. und im Sprintrennen am Sonntagvormittag kam er ebenfalls als 14. ins Ziel. Bereits der Starts in Wochenende verlief für Cortese holprig. Ein Problem mit der Ausrüstung verhinderte am Sonntag, dass die gemachten Fortschritte in einem besseren Ergebnis resultieren.

Sandro Cortese

Sandro Cortese erlebte in Jerez ein schwieriges Wochenende Zoom

"Wegen der abnormalen Bedingungen mit 64 Grad Asphalttemperatur hatte ich am Nachmittag arge Probleme mit meinen Stiefeln. Hinzu kamen auch über 90 Grad Motortemperatur. Das alles spielte zusammen, dass sich die Absätze und Sohlen von den Stiefeln gelöst haben", berichtet Cortese.

"Das letzte Renndrittel bin ich praktisch ohne Sohlen gefahren. Dadurch hatte ich kaum noch Halt auf dem Motorrad, beziehungsweise konnte überhaupt keinen Druck mehr auf den Fussrasten ausüben", berichtet Cortese. "Am linken Fuß war noch ein Stück dran, welches allerdings oft das Schaltgestänge blockiert hat. Daher hatte ich auch immer wieder Probleme, ordentlich zu schalten."

Kein Vorwurf an Ausrüster Dainese

"Seit ich Dainese als Ausrüster habe, ist so etwas noch nie vorgekommen", grübelt der Berkheimer und macht Dainese keine Vorwürfe: "Trotzdem bin ich froh, sie als Partner zu haben. Ich denke, ihre Produkte sind die Besten überhaupt. Bei diesen Verhältnissen stößt einfach jedes Material ans Limit. In einer Woche in Portimao soll es nicht ganz so heiß sein, daher sollte alles auch ein wenig entspannter werden."

Sandro Cortese

Sandro Cortese rutschte in der Meisterschaft auf die 14. Position ab Zoom

"Es war auf alle Fälle ein besserer Tag als der Samstag", bemerkt Cortese. "Im Superpole-Rennen waren wir viel näher an den Punkten dran, als das Ergebnis vermuten lässt. Das ist sicher positiv zu werten. Im zweiten Hauptrennen konnten wir nochmal einen Schritt machen. Daher ist der 14. Platz viel mehr wert als im ersten Rennen."

"Wir sind aus eigener Kraft auf dieser Position ins Ziel gekommen. Auf der anderen Seite sind wir aber noch ein gutes Stück von dem entfernt, wo wir, sowie auch ich persönlich hinmöchte. Doch den Umständen entsprechend gehen diese Ergebnisse in Ordnung. Wir müssen einfach hart in dieser Richtung weiterarbeiten, damit wir uns Schritt für Schritt steigern", so der Kawasaki-Pilot.

Starke Leistung in der Superpole am Samstag

Am Samstag war die Superpole das Highlight des Tages. Mit Startplatz zwölf erreichte Cortese ein ordentliches Ergebnis. Mit dem Start ins Jerez-Wochenende war der ehemalige Supersport-Weltmeister nicht zufrieden: "Das Wochenende hat mit vielen Schwierigkeiten begonnen. Es gab hinsichtlich der Elektronik viele Probleme, sowie wir uns auch schwergetan haben, ein passendes Set-up für diese Strecke und Verhältnisse zu finden."


Fotos: Superbike-WM in Jerez


"Daher sind wir am Freitag sehr weit hinten gelandet. Am Abend hatten wir ein langes Meeting, um Lösungen zu finden. Leider haben wir aber einen Tag verloren, während die Konkurrenz viel besser vorangekommen ist. Die Situation hat sich am Samstag ein wenig gebessert. Die Superpole war im Großen und Ganzen okay, mit dem zwölften Startplatz haben wir uns angesichts der Probleme gut geschlagen", so Cortese.

"Im Rennen hatten wir aber von Anfang an ein Problem mit der Traktionskontrolle. Diese Angelegenheit müssen wir erst noch genau analysieren, was da nicht funktioniert hat. Abgesehen davon bin ich sehr schlecht weggekommen. Das war aber nicht der ausschlaggebenden Punkte, warum ich im Rennen weit zurückgefallen bin. Wir hatten am Samstag einfach nicht das Motorrad, um unter den Top 10 mitzufahren", erkennt Cortese.