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Nur ein Fahrer schnell: Ducati V4R wie die Honda RC213V in der MotoGP?

Die Situation von Vizeweltmeister Chaz Davies erinnert an Jorge Lorenzos Lage bei Honda: Misano unterstreicht die Probleme, die Ducati mit dem V4-Superbike hat

(Motorsport-Total.com) - Selten wurde in der Superbike-WM so intensiv über ein Motorrad so diskutiert wie über die Ducati Panigale V4R. Das aufwendig konstruierte Superbike aus Bologna begeistert mit MotoGP-Technologien und ist den anderen Maschinen in Sachen Topspeed und Beschleunigung überlegen. Doch die neue Ducati hat nicht nur Stärken. Alvaro Bautistas Stürze und die ausbleibenden Erfolge der anderen Ducati-Fahrer zeigen, dass die Maschine ihre Eigenheiten hat.

Chaz Davies

Ducati Panigale V4R: Das Potenzial ist groß, aber nur ein Fahrer ist schnell Zoom

Besonders Chaz Davies leidet im Moment. "Ich umfahre im Moment eine Menge Probleme", gesteht der Waliser, der in den vergangenen Jahren Ducatis Speerspitze war und gegen Jonathan Rea um die Meisterschaft kämpfte.

"Eigentlich sollten auch die anderen Ducati-Fahrer wenigstens ums Podium kämpfen sehen. Wir müssen ein Paket zusammenstellen, mit dem verschiedene Fahrer zurechtkommen. Alvaros Stürze in den beiden Rennen ähnelten sich und unterstreichen die Bereiche, an denen wir arbeiten sollten. Genau diese Bereiche habe ich kritisiert", erklärt Davies.

Chaz Davies bei Ducati wie Jorge Lorenzo bei Honda?

Das Schicksal des Vizeweltmeisters erinnert entfernt an die Situation, die Honda in der MotoGP erlebt. Ein Fahrer - Marc Marquez - fährt regelmäßig um Siege, während seine Markenkollegen Probleme haben, das Potenzial der Maschine auszuschöpfen.

Chaz Davies

Chaz Davies kämpft nach wie vor mit der Umstellung zur V4-Panigale Zoom

Erkennt Davies diese Parallele auch? "Ja, es ist nur ein Fahrer schnell. In einigen Aspekten ist es sicher ähnlich. Aber Cal (Crutchlow) konnte aber auch mit der Honda gewinnen. In diesem Jahr hat er einige Probleme, aber er konnte mit dem Motorrad gewinnen", vergleicht Davies.

Ducati V4R: Reichlich Potenzial, aber sehr schwierig auszuschöpfen

Beim Rennwochenende in Misano waren mit Luigi Dall'Igna, Paolo Ciabatti und Davide Tardozzi die wichtigsten Köpfe der Ducati-Rennabteilung vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen. "Es ist immer gut, Gigi hier zu haben, damit er alles überblicken kann. Ich erhielt von Ducati bisher stets die volle Unterstützung, aber es ist schwierig für mich, meine Probleme zu äußern, wenn mein Teamkollege so oft gewinnt. Die Situation ist schwierig", bemerkt Davies.


Fotos: Superbike-WM in Misano


"Meiner Meinung nach gibt es Probleme, die wir beheben müssen. Es geht nicht nur um den Fahrstil sondern um grundlegende Sachen. Dieses Wochenende hat gezeigt, dass unser Motorrad nicht einfach zu fahren ist. Es kann grandios schnell sein, das Potenzial ist fantastisch", ist sich Davies bewusst und bedauert: "Das konnte ich leider nur in Imola erfahren. Aber bei den anderen Rennen war es schwierig, das Potenzial auszuschöpfen. Das sah man im Fall von Michele (Pirro)."

Ducati-Testpilot Michele Pirro deckt die Problemzonen auf

In Misano startete Pirro mit einer Wildcard. Der erfahrene Ducati-MotoGP-Testpilot kämpfte mit der V4-Maschine und war kein Kandidat für Podestplätze. Zudem stürzte der sonst sehr sattelfeste Italiener ungewohnt oft. Laut Davies ist das die Bestätigung, dass es beim V4R-Projekt einige Baustellen gibt.

Emanuele Pirro, Michele Pirro

Viele Stürze und nicht schnell genug: Michele Pirro hatte einige Probleme Zoom

"Es war sehr nützlich, Michele hier zu haben. Er hat sehr viel Erfahrung. Er hilft bei der Entwicklung der Maschine. Es ist von großem Wert, dass er hier fuhr und einige Probleme verstand. Ich hoffe, dass wir daraus lernen können. Wir sollten uns aber daran erinnern, dass das Motorrad ziemlich neu ist", bemerkt Davies.

Enttäuschende Ergebnisse in Misano

Mit Blick auf die Resultate in den Rennen war Misano für Davies ein enttäuschendes Wochenende. Im Regenrennen (zum Bericht) am Samstag war der Waliser schnell, verlor aber durch ein Technikproblem Zeit. "Ich hatte ein Problem beim Runterschalten. Ich konnte nicht zurückschalten und war mir nicht sicher, was ich machen soll. Ich ließ Alvaro vorbei und musste manuell Zwischengas geben beim Runterschalten", schildert Davies das Problem mit dem Sensor des Schaltautomats.

"Vier Runden vor Rennende war das Problem wieder verschwunden", erklärt Davies und betont: "Ich war auf Podestkurs." Es war nicht das erste Mal, dass die Technik ein gutes Ergebnis verhinderte. Bereits in Buriram und Imola kämpfte Davies mit Defekten. "Es ist einfach Pech", kommentiert er.

Am Sonntag warf der Ducati-Pilot durch einen Sturz im Sprintrennen (zum Bericht) ein gutes Ergebnis weg. "Ich rutschte im Superpole-Rennen in Kurve 14 über das Vorderrad", ärgert sich Davies, der im zweiten Hauptrennen (zum Bericht) Siebter wurde: "Für das finale Rennen machten wir einige Änderungen, die mit Blick auf Bedingungen richtig waren. Aber sie brachten nicht die Fortschritte, die nötig gewesen wären. Es war sehr enttäuschend, das Rennen so zu beenden."

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