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"Mister Superpole" - Warum Tom Sykes auf eine Runde so schnell ist

Tom Sykes kann wie kein anderer den extraweichen Qualifying-Reifen nutzen: Der BMW-Pilot erklärt, warum er in der Superpole meist stärker ist als im Rennen

(Motorsport-Total.com) - Bei der Anzahl der WM-Titel und Laufsiege liegt Superbike-Rekordweltmeister Jonathan Rea klar vorn. Doch die Statistik der Polepositions wird von Tom Sykes dominiert. 50 Mal konnte sich "Mister Superpole" bereits gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Jonathan Rea kommt nur auf 27 Polepositions. Doch warum ist Tom Sykes auf eine Runde so stark?

Tom Sykes

Tom Sykes brachte BMW schon einige Male in die erste Startreihe Zoom

"Bei mir läuft alles in Zeitlupe ab. Ich habe sehr viel Zeit, um nachzudenken und zu reagieren", erklärt der BMW-Werkspilot bei 'WorldSBK.com' und gesteht: "Ich fühle mich bei einer Superpole-Runde sicherer als bei einer Runde im Rennen."

"Ich habe ein natürlicheres Gefühl auf dem Motorrad. Wenn ich in der Vergangenheit, vor allem mit Qualifying-Reifen, auf verrückte Rekorde aus war, dann habe ich das Motorrad immer mit dem Gas gesteuert und den Hinterreifen so gut es geht genutzt. Für mich ist das einfach. Es passt zu meinem Fahrstil", schildert Tom Sykes.

"In der Aufwärmrunde spüre ich den Grip, der zur Verfügung steht", verrät Sykes. "Sobald ich die Ziellinie überquere und meine Superpole-Runde beginne, habe ich für alles Referenzen: für die Beschleunigung, meine Bremspunkte und die Art und Weise, wie ich die Vorderradbremse löse. Alles baut auf dem Grip auf, den man zur Verfügung hat."

Scott Redding

Beim WSBK-Event in Australien 2020 stand Sykes zum bisher letzten Mal auf der Pole Zoom

"Natürlich ändert sich das alles, weil man mehr Grip hat. Ich bin sehr dankbar, dass ich so gut darauf reagieren und das volle Potenzial so schnell erkennen kann", erklärt der ehemalige Kawasaki-Werkspilot, der beim Saisonstart 2020 in Australien seine bisher letzte Poleposition einfuhr.

Ab der Saison 2021 haben die WSBK-Piloten in der Superpole nur noch 15 Minuten Zeit, um eine schnelle Runde zu fahren. Für Sykes ist das kein Problem. Am liebsten wäre dem Briten, dass jeder Fahrer nur einen Versuch hat. "Ich wünschte mir schon immer das alte Superpole-Format mit einem Mann auf der Strecke", bemerkt er. "Ich würde es begrüßen, wenn dieses Format zurückkommt."

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