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"Ich bin unermüdlich" - Scott Redding mit Kampfansage an Jonathan Rea

In der WSBK-Saison 2021 möchte Vize-Weltmeister Scott Redding die Routine von Titelverteidiger Jonathan Rea brechen und prophezeit eine Steigerung

(Motorsport-Total.com) - Ducati-Pilot Scott Redding beendete seine erste Saison in der Superbike-WM als Vize-Weltmeister. Erst beim Saisonfinale konnte Titelverteidiger Jonathan Rea (Kawasaki) die Meisterschaft gewinnen. In den Jahren zuvor hatte Rea den Titel vorzeitig sicherstellen können. Redding will auch 2021 wieder um die WSBK-Krone kämpfen und sagt Rea den Kampf an.

Jonathan Rea, Scott Redding

Scott Redding (rechts) will 2021 die WSBK-Krone erkämpfen Zoom

"Im kommenden Jahr sollte ich von Beginn an stärker sein", bemerkt Redding. "Ich hätte ihn in diesem Jahr gern ein bisschen öfter herausgefordert. Doch das war eine schwierige Aufgabe. Wir haben es probiert und ich denke, dass viele Leute nicht von mir erwartet hätten, dass ich in meiner ersten Saison Zweiter werde."

"Viele haben sicher gelacht, als ich sagte, dass ich um Siege kämpfen möchte. Ich habe mich bewiesen. Nächstes Jahr werde ich ab dem ersten Rennen noch stärker sein", prophezeit der ehemalige MotoGP-Pilot. Doch warum sollte ausgerechnet er Rea schlagen können? "Weil ich hungrig bin, sehr hungrig. Ich zeigte bereits, wie hungrig ich bin", kommentiert Redding.


Fotos: Kawasaki ZX-10RR (2021) beim WSBK-Test in Jerez


"Ich bin unermüdlich. Ich gebe nicht auf", betont der Ducati-Werkspilot, der sich in diesem Jahr knapp geschlagen geben musste. An Jonathan Rea bissen sich die Gegner in den vergangenen Jahren regelmßig ihre Zähne aus.

Redding will Reas Routine brechen

"Er ist gut, sehr gut. Vermutlich besser als viele andere Fahrer", bemerkt Redding mit Blick auf Rea. "Deshalb befindet er sich in dieser Position. Doch er hat auch ein gutes Paket. Er hat ein gutes Motorrad und ein gutes Team. Er hat sehr viel Selbstvertrauen. Er gewann viele Meisterschaften. Für ihn ist es Routine."

"Ich werde seine Routine brechen. Ich machte sein Leben in diesem Jahr schwierig. Er hatte Glück, dass ich in Aragon gestürzt bin. Er hatte Glück, dass ich in Aragon und Barcelona zu kämpfen hatte", berichtet Redding nach seiner Debütsaison in der Superbike-WM.

Scott Redding

Scott Redding steht vor seiner zweiten WSBK-Saison Zoom

War es schwieriger als erwartet, gegen Rea zu kämpfen? "Nein, überhaupt nicht. Er machte einen Fehler, den er nicht machen musste", spielt er den Sturz in der Superpole beim entscheidenden Renn-Wochenende in Estoril an.

"Es gab keinen Grund für den Sturz. Er hätte sich verletzen und somit keine Punkte sammeln können. Er ist nicht unschlagbar. Ich besiegte ihn in meiner Debütsaison einige Male. Das war eine ordentliche Leistung. Es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass die Meisterschaft beim letzten Renn-Wochenende entschieden wird. Das ist etwas. Wir lernen jedes Mal dazu", so Redding.

Reddings Kampfansage lässt Rea kalt

Und was sagt der Weltmeister zur Kampfansage des Herausforderers? "Ich habe keine Erwartung an ihn. Ich schaue nur auf mich. Ich kann nur versuchen, mich selbst zu verbessern und habe nicht in der Hand, was die anderen machen", zeigt sich Rea unbeeindruckt.

"Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass ich mich als Fahrer weiter verbessern kann. Auch wenn wir schon sehr nah an unserem maximalen Potenzial dran sind, gibt es auch am Motorrad noch Bereiche, die wir verbessern können", schaut Rea auf die WSBK-Saison 2021.

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