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Ducati-Dominanz WSBK 2019: Rea sieht keine potenziellen Kawasaki-Siegstrecken

Ernüchterung beim Seriensieger der vergangenen Jahre: Selbst in Assen gelingt Jonathan Rea kein Sieg - Der Weltmeister traut Ducati weitere Fortschritte zu

(Motorsport-Total.com) - Auch beim vierten Rennwochenende der Superbike-WM-Saison 2019 war kein Kraut gegen Ducati-Pilot Alvaro Bautista gewachsen. Erneut gewann der WSBK-Rookie beide Rennen. Die Reduzierung der Maximaldrehzahl (was die FIM nach drei Rennwochenenden entschied) konnte Bautistas Erfolgsserie nicht beenden. In der Fahrerwertung (zum WM-Stand) baute er seinen Vorsprung auf 53 Punkte aus.

Jonathan Rea

Jonathan Rea erwartet, dass Ducati das V4-Superbike noch weiter verbessert Zoom

Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) musste sich auf seiner Paradestrecke in Assen in Lauf zwei (zum Rennbericht) Yamaha-Pilot Michael van der Mark geschlagen geben. Erstmals in der laufenden Saison verpasste Rea Platz zwei und verlor zusätzliche Punkte. Nach den beiden Rennen in Assen wirkte der Titelverteidiger ernüchtert und suchte nach den positiven Aspekten.

"Ich habe das Gefühl, dass wir das Potenzial der Maschine am Wochenende voll ausloten konnten. Ich fühlte mich sehr wohl auf dem Motorrad. Wir waren in einigen Sektoren stärker und schwach in anderen, wenn man es mit Alvaro vergleicht", analysiert Rea.

Kawasaki in Assen näher dran, aber ...

Die Rückstände in den Rennen waren in Assen nicht ganz so groß wie bei den Rennen zuvor. Kam Kawasaki näher an Ducati heran? "Nein, das war nur auf die Strecke zurückzuführen", kommentiert Rea ernüchtert. Selbst seine kampfstarke Leistung zu Beginn von Lauf zwei konnte Bautista nicht aus der Ruhe bringen. Rea stürmte von Startplatz acht binnen weniger Kurven an die Spitze vor. Schlussendlich musste er sich aber Bautista geschlagen geben.

Alvaro Bautista

WSBK Assen Lauf 1: Alvaro Bautista vor Markus Reiterberger und Jonathan Rea Zoom

"In den Zweikämpfen fühlte ich mich sehr wohl. Ich konnte den Unterschied ausmachen. Mein Team stellte mir ein gutes Motorrad bereit, mit dem ich mit ihm für eine Weile kämpfen konnte. Ich hielt den Rückstand konstant, doch als ich spürte, dass ich ihn nicht einholen kann, meldete sich der clevere Teil meines Gehirns und teilte mir mit, dass ich keine Risiken mehr eingehen soll, um nicht zu stürzen. Ich nahm etwas Tempo raus", schildert Rea.

Ducati dominiert mit der neuen Panigale V4R die Superbike-WM. Die Seriensieger von Kawasaki liegen zurück. "Der Rückstand ist ein bisschen zu groß", ärgert sich Rea und prophezeit schwierige Zeiten: "Ich bin mir absolut sicher, dass er (Bautista) noch schneller sein kann. Ich denke nicht, dass sie das volle Potenzial ihrer Maschine bereits freigeschalten haben."


Fotos: Superbike-WM in Assen


"Momentan liegen wir bei der Performance zu weit weg. Aber Alvaro fährt auch ziemlich gut. Wenn beide Faktoren gut funktionieren, dann kommen diese Ergebnisse heraus", erklärt Rea, der in den vergangenen Jahren der beste Fahrer war und das beste Motorrad zur Verfügung hatte.

Jonathan Rea in Imola wieder ganz oben?

Durch das Debüt der Ducati Panigale V4R und Alvaro Bautistas Wechsel von der MotoGP in die Superbike-WM haben sich die Vorzeichen in der WSBK verändert. Phillip Island, Buriram, Aragon und Assen waren in den vergangenen Jahren Strecken, auf denen Kawasaki Siege feiern konnte. Gibt es einen Kurs im Kalender, auf dem Rea die Siegesserie von Ducati beenden kann? "Nein. Momentan sehe ich keine Strecke", kommentiert die Nummer 1.

Mit Imola steht für Bautista die wohl größte Herausforderung der laufenden Saison bevor. Der Spanier kennt den anspruchsvollen Kurs nicht. Zudem steht er beim ersten Ducati-Heimspiel unter Druck. Von Bautista werden weitere Siege erwartet. Kann Rea diese Chance nutzen? "Imola ist ein ziemlich kniffliger Kurs, der einzigartig ist. Wir müssen unsere Erwartungen neu definieren und versuchen, in den beiden ersten Freien Trainings gut zu arbeiten. Dann sehen wir, wo wir stehen", so der Kawasaki-Pilot.

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