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Chaz Davies Dritter: Ducati erneut geschlagen

Trotz Platz drei ist Chaz Davies nicht zufrieden, Marco Melandri scheidet durch Sturz aus - Ducati verliert in Assen deutlich Boden auf Konkurrent Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Das Ducati-Team musste sich auch in den Niederlanden Gegner Kawasaki geschlagen geben. Jonathan Rea und Tom Sykes feierten in beiden Rennen einen Doppelsieg. Chaz Davies schied am Samstag kurz vor Schluss mit technischem Defekt aus, Marco Melandri wurde mit Rückstand Dritter. Am Sonntag fuhr Davies aufs Podest, während Melandri stürzte und ausschied. Außerdem war Ducati am Sonntag vom Speed her chancenlos gegen das Kawasaki-Duo.

Chaz Davies

Chaz Davies hat in der WM weiteren Boden auf Jonathan Rea verloren Zoom

Trotz Platz drei machte Davies einen zerknirschten Eindruck. "Nein, eigentlich nicht", entgegnet er auf die Frage, ob er mit dem Ergebnis happy ist. "Ich habe die Racing-Seite genossen, durch das Feld zu fahren und etwas Action zu haben. Aber ich kann mit meinem Rennen nicht zufrieden sein. Ich hatte große Mühe, das richtige Gefühl für das Motorrad zu finden. Es war ganz anders als gestern und im Warm-up. Vielleicht sind wir beim Set-up in die falsche Richtung gegangen. Ich habe für den Vorderreifen nicht das Gefühl gefunden, das mir gefällt."

Von Startplatz zehn hatte Davies auch mehr Mühe als Kawasaki, sich durch den Verkehr nach vorne zu kämpfen. In der siebten Runde übernahm er Platz drei, doch der Zug nach vorne war bereits abgefahren. Stattdessen musste Davies nach hinten abdecken und seinen Podestplatz gegen Yamaha-Pilot Michael van der Mark abdecken. "Die letzten zehn Runden waren wie auf rohen Eiern", seufzt Davies und gesteht die deutliche Niederlage ein: "Wir hatten heute nichts, um gegen Kawasaki zu kämpfen. Sie waren vorne und hatten die bessere Pace. Ich muss ihnen gratulieren."

Melandri macht der Wind zu schaffen

Melandri hatte ebenfalls ein schwieriges Rennen und schaffte es nie, sich in der Verfolgergruppe zu behaupten. "Der starke Wind machte es heute schwierig. Deshalb unterlief mir in der sechsten Runde in Kurve 11 ein Fehler und ich verlor vier Positionen", berichtet der Routinier. "Aber ich kam dann stark zurück." Von Platz neun zeigte Melandri seine Kämpfernatur. Als er gegen Xavi Fores kämpfte, ging er in Kurve 5 zu Boden. Es war sein zweiter Ausfall in diesem Jahr.

Marco Melandri

Marc Melandri kämpfte bei den Verfolgern und schied durch Sturz aus Zoom

"Schade, dass ich gestürzt bin, denn ich glaube, dass ich gegen van der Mark um Platz vier kämpfen hätte können. Mein Motorrad war konkurrenzfähiger als in Rennen 1, obwohl es teilweise unruhig lag", so Melandri. "Auf dieser Strecke hatte ich immer meine Schwierigkeiten. Das liegt vielleicht daran, dass ich leichter als die meisten Fahrer bin. Dadurch kann ich mit dem Hinterreifen auf dieser Art von Asphalt nicht genug Druck aufbauen. Jetzt geht es aber nach Imola, eine Strecke auf der ich sehr gerne fahre."

Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola wird in zwei Wochen das wichtige Heimrennen für Ducati. Davies konnte dort im Vorjahr beide Rennen gewinnen. "Wir müssen herausfinden, warum es heute so gelaufen ist", nimmt er sein Team in die Pflicht. "Ich hatte schon sehr lange nicht mehr so ein schlechtes Gefühl. Ich weiß nicht, ob es am Set-up liegt, oder an unserem Bike bei diesem starken Wind. Ich kann nicht genau sagen woran es lag, weil es sich überall schlecht anfühlte. Wir müssen uns das ansehen. Manchmal ist es im Rennsport so, aber man steht trotzdem auf dem Podium."

In der Weltmeisterschaft schwimmen Ducati langsam die Felle davon. Davies und Melandri sind nur noch Dritter und Vierter. 84 Punkte liegt Davies nun schon hinter Jonathan Rea zurück. In der Herstellerwertung ist der Rückstand von Ducati auf Kawasaki auf 42 Zähler angewachsen.

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