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  • 02.10.2022 · 14:44

  • von Anthony Karr

BMW 767iL (E32) zeigt seinen monströsen V16-Motor vor der Kamera

Der geheime 7er namens Goldfisch sollte schneller und stabiler sein als die stärkste S-Klasse Ende der 1980er Jahre: Am Ende wurde aber alles viel zu komplex

(Motorsport-Total.com/Motor1) - BMW hat einige der größten, schönsten und leistungsstärksten Serienmodelle in der Geschichte der Automobilindustrie hervorgebracht. Die Münchner haben zwar nie ein Fahrzeug mit V16-Motor vom Band laufen lassen, aber in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre gab es ein Projekt dazu, um für mögliche Leistungssteigerung der Mercedes-Benz S-Klasse gewappnet zu sein. BMW baute allerdings nur einen funktionsfähigen Prototyp, der heute noch existiert.

BMW 767iL V16 Zoom

CarRanger auf YouTube hatte nun das Privileg, einige Zeit mit dem V16 7er der Generation E32 zu verbringen. Und dabei entstand ein neues Video, das das Fahrzeug im Detail zeigt.

Der geheime 7er sollte schneller und stabiler sein als die leistungsstärkste S-Klasse der späten 1980er Jahre - das war zumindest das ursprüngliche Ziel von BMW.


Fotostrecke: BMW 767iL (E32) zeigt seinen monströsen V16-Motor vor der Kamera

Das bayerische Unternehmen beschloss, den bestehenden M70-V12-Motor zu modifizieren und vier Zylinder hinzuzufügen, um seine größte Serienmaschine zu konstruieren. Der 6,7-Liter-V16-Motor wurde stark überarbeitet und erhielt ein verstärktes und verbessertes Innenleben sowie ein neues Motormanagementsystem.

Der Motor war mit einem Sechsgang-Getriebe gekoppelt und konnte eine Spitzenleistung von 408 PS und ein Drehmoment von 613 Newtonmetern erreichen. Während diese Werte heute vielleicht nicht sehr beeindruckend sind, ermöglichten sie es der großen Limousine in den 1980ern, in etwa sechs Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 282 km/h angegeben.


BMW 767iL (E32) - Der V16-Prototyp GOLDFISCH

Der so genannte 767iL ging jedoch nie in Serie, da er erhebliche Konstruktionsmängel aufwies. Zunächst einmal war der Motor so groß, dass vorne nicht genug Platz für das Kühlsystem war und BMW gezwungen war, das gesamte System in den Kofferraum zu verlegen. Der Laderaum war praktisch unbrauchbar, und es gab weitere Abgasprobleme, die die V16-angetriebene Limousine untauglich für die Massenproduktion machten.

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