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Ganze Klassenergebnisse nach 12h Nürburgring geändert

In mehreren Klassen wurde das Ergebnis des 12-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring nachträglich geändert - Beim Restart wurde eine Sache nicht bedacht

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Zieleinlauf bei der Premiere des 12-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hat sich das Resultat in einigen Klassen geändert. Insgesamt neun Fahrzeuge erhielten eine Zeitgutschrift von bis zu viereinhalb Minuten. Sie hingen am Sonntag an einer roten Boxenampel fest.

Restart bei den 12h Nürburgring: Einige Teams wie der schwarze Porsche rannten in eine Falle

Restart bei den 12h Nürburgring: Einige Teams wie der schwarze Porsche rannten in eine Falle Zoom

Große Umwälzungen gibt es unter anderem in den engen Porsche-Cup-Klassen. In der Cup2 ist W&S Motorsport nachträglich zum Sieger erklärt worden. Daniel Blickle, Tim Scheerbarth und David Jahn profitieren von einer Zeitgutschrift von 4:29 Minuten und sind neue Klassensieger. (Ergebnisse 12h Nürburgring 2022)

Ebenso gibt es einen neuen Zweitplatzierten mit dem Porsche 911 GT3 Cup von Arne Hoffmeister, Hendrik Still und Reinhard Kofler vom Team Mathol Racing. Sie erhielten eine Gutschrift von 2:51 Minuten.

Erst auf Platz drei findet sich der Porsche von KKrämer Racing mit den Fahrern Karsten Krämer, Alexey Veremonko, Christopher Brück und Florian Naumann wieder, der eigentlich als Erster in der Klasse die Zielflagge gesehen hat.


Fotos: NLS 2022: 12h Nürburgring


Auch in der Klasse Cup3 gibt es einen neuen Klassensieger, den Porsche 718 Cayman GT4 CS von Schmickler Performance mit den Fahrern Mauro Calamia, Ivan Jacoma und Kai Riemer. Dank einer Zeitgutschrift von 4:21 Minuten zieht das Quartett noch am Sorg-Porsche von Fidel Leib, Philip Miemois, Martin Rump und Moritz Wiskirchen vorbei.

In der BMW-M240i-Racing-Klasse musste im Ergebnis eine Korrektur beim Schnitzelalm-BMW von Michael Sander, JayMo Härtling und Tim Neuser vorgenommen werden. Durch die Zeitgutschrift hätte der BMW eine Runde mehr absolviert. So steht er nun mit einem Rückstand von fast zwölfeinhalb Minuten auf den Klassensieger im Ergebnis drin. Er wäre aber so oder so Zweiter geworden.

Fahrzeuge stehen minutenlang vor roter Ampel

Schuld an dieser ganzen Situation ist die Boxenampel am Sonntagmorgen. Offiziellen Angaben zufolge hat es einen Bedienungsfehler gegeben, weshalb die Ampel nach der Wiederaufnahme des Rennens noch viele Minuten auf Rot stand.

Informationen von 'Motosport-Total.com' zufolge hat die Sache jedoch einen anderen Grund: So war es durchaus gewollt, dass die Boxenampel so lange Rot zeigte. Grund dafür ist das Restart-Prozedere nach dem Neustart.

So sahen die Planungen vor, dass Fahrzeuge, die nicht im Parc Ferme über Nacht standen, weil sie repariert wurden, am Sonntag erst auf die Strecke gelassen werden sollten, wenn das letzte Fahrzeug aus einer ersten Runde zurückkam.


Highlights der 12h Nürburgring 2022

Die besten Szenen vom ersten 12-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife, dem sechsten (fünften) Lauf zur Nürburgring-Langstrecken-Serie 2022

Allerdings wurde dabei übersehen, dass manche Fahrzeuge nach der ersten Runde stoppen mussten. Das betraf am Sonntagmorgen insbesondere jene, die auf Regenreifen gestartet waren. Weil die Strecke trocken war, kamen sie schon nach ihrer ersten Runde rein.

Nun mussten sich diese Fahrzeuge ebenfalls anstellen, bis das letzte Fahrzeug aus seiner ersten Runde zurückgekommen war. In allen Klassen außer SP9, SPX, SP-Pro und SP10 gelten Mindestboxenzeiten für das gesamte Rennen. Das heiß, jedes Fahrzeug muss eine gewisse Zeit an der Box verbringen. In den meisten Klassen sind das zwölf Minuten bei einem 6-Stunden-Rennen (bei der Boxenzeit wurden beide Rennhälften getrennt betrachtet).

Allerdings stellte sich heraus, dass Fahrzeuge, die allein durch den ersten Stopp viereinhalb Minuten dieser Boxenzeit bereits von vornherein verloren haben, ihre verbliebenen Stopps gar nicht mehr in den noch verbliebenen siebeneinhalb Minuten absolvieren konnten. Deshalb sprachen zahlreiche Teams bei den Sportkommissaren vor. Neun davon erhielten eine Gutschrift.

Der Fall, dass ein Fahrzeug schon nach der ersten Runde am Sonntag an die Box kommen würde, war offenbar im Vorfeld nicht bedacht worden. Die VLN wird sich in Kürze zusammensetzen, um das Format für die zweite Auflage zu verfeinern.

Die Reaktionen der Teams fallen unterschiedlich aus. Von einer "verwirrenden" Situation bis hin zu einer "eklatanten Fehlentscheidung durch den Rennleiter" ist die Rede. Einigkeit herrscht in zwei Dingen: Dass die Entscheidung der Sportkommissare, Zeit gutzuschreiben, richtig gewesen sei. Aber auch, dass es zu lange gedauert habe, bis die Teams Klarheit hatten.

So war in mehreren Klassen lange Zeit unklar, ob man noch attackieren oder bereits in den Schongang schalten solle. Sechs Stunden Bearbeitungszeit erschienen vielen zu lang. Die Kommissare mussten jeden Fall einzeln prüfen. Letztlich muss der Vorfall unter dem Punkt "Kinderkrankheiten" beim neuen Format abgelegt werden.

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