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NLS 12h Nürburgring 2022: Falken siegt nach Kampf gegen Phoenix

Der Falken-Porsche #3 bringt die Halzeitführung ins Ziel und gewinnt die Premiere des 12h Nürburgring: Kraftstoff-Problem kostet Phoenix möglichen Sieg

(Motorsport-Total.com) - Sven Müller, Joel Eriksson, Jaxon Evans und Alessio Pircariello haben im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 3 von Falken am Sonntag die erste Ausgabe des 12-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, den fünften Saisonlauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) 2022 gewonnen.

Joel Eriksson, Jaxon Evans

Falken gelang beim 12h-Rennen der zweite NLS-Sieg in Folge Zoom

Das Quartett, welches am Samstag bereits die erste Hälfte des Rennens auf Position eins beendet hatte, behielt auch während der zweiten sechs Stunden die Oberhand und siegte nach insgesamt 79 Runden vor den beiden Phoenix-Audi #16 (Jakub Giermaziak/Kim Luis Schramm) und #5 (Frank Stippler/Vincent Kolb).

Der Octane126-Ferrari (Grossmann/Ludwig), der die erste Rennhälfte auf Rang zwei beendet hatte, konnte am Sonntag bei wärmeren Temperaturen auf den Goodyear-Reifen das Tempo von Falken und Phoenix nicht ganz mitgehen und fiel auf Rang vier zurück. Platz fünf ging an den besten Mercedes-AMG GT3, die #11 von Schnitzelalm (Marchewicz/Böckmann)

Trockene Bedingungen am Sonntag

Für die Falken-Mannschaft und das Einsatzteam Schnabl war es der zweite "Marathon-Sieg" in der NLS in Folge. Breits beim 6-Stunden-Rennen im Juli hatte der türkis-blaue Porsche von Müller und Eriksson als Erster die Ziellinie überquert.

"War ein spannedes Rennen. Der Audi kam zum Schluss noch einmal nahe. Wir haben alles gegeben und wussten nicht, ob es sich am Ende auslangt", sagt Schlussfahrer Müller. "Fehlerfreies Rennen von der ganzen Mannschaft. Das Auto hat keine Probleme gehabt, und unser Reifen hat im Nassen und auch im Trockenen hervorragend funktioniert."

Eriksson gelang das Kunststück, bei seinem zweiten Nordschleife-Start für Falken den zweiten Gesamtsieg einzufahren: "100 Prozent Siegquote, nicht so schlecht", meint der Schwede. "Es waren zwei tolle Tage auf der Nordschleife. Das war richtiges Teamwork. Ich werde sicher zurückkommen."


Fotos: NLS 2022: 12h Nürburgring


Die zweite Hälfte des 12h-Rennens, die im Gegensatz zum ersten Teil bei trockenen Bedingungen stattfand und damit deutlich geordneter verlief, wurde mit einem Verfolgungsstart eröffnet, wie man ihn beispielsweise aus dem Biathlon kennt.

Die Fahrzeuge wurden mit genau den Zeitabständen auf die Strecke geschickt, mit denen sie am Samstag ins Ziel gekommen waren. Währenddessen galt auf der gesamten Strecke eine Code-60-Phase, die erst aufgehoben wurde, nachdem das letzte Auto gestartet war.

Verfolgungs-Start lässt Abstände schrumpfen

In der Theorie hätten die Abstände so konserviert werden sollen, doch in der Praxis büßte der Falken-Porsche #3 einen Großteil seines Vorsprungs ein. Waren es bei der Zieldurchfahrt am Samstag noch 59,932 Sekunden auf die #26 und 1:51,711 Minuten auf die #16, lag Picariello nach Ende der ersten Runde am Sonntag nur noch 24,428 beziehungsweise 44,724 Sekunden vor seinen Verfolgern.

Und dieser Vorsprung schmolz weiter, denn schnellster Fahrer in der Anfangsphase war Giermaziak im Phoenix-Audi #16. Erst überholte er Grossmann im Ferrari und fuhr dann die Lücke zum Falken-Porsche #3 zu, der im zweiten Stint von Evans pilotiert wurde. 4:26 Stunden vor dem Ende kam es zum Führungswechsel.

Bei einem Überrundungsmanöver im Bergwerk zögerte Evans, was Giermaziak ausnutzte und die Spitzenposition übernahm. Anschließend konnte der junge Neuseeländer das Tempo des Polen nicht ganz mitgehen. Nachdem beide Crews die Fahrer gewechselt hatten, wendete sich das Blatt. Sven Müller fuhr in der #3 die Lücke auf den Führenden Schramm in der #16 zu und ging gut drei Stunden vor dem Rennende vorbei.

Leerer Tank bringt Phoenix-Audi #16 um den Sieg

Kurz darauf kam es dann bei einem Boxenstopp der #16 zu einer Vorentscheidung. Schramm hatte den Tank des Autos komplett leergefahren und musste die letzten Meter zur Boxenposition geschoben werden. Nach dem Nachtanken sprang der Motor des Audis nicht auf Anhieb an. Bis die Luft aus dem Kraftstoff-System gepumpt war und der V10 wieder ansprang, verging einige Zeit. Insgesammt verlor die #16 gut eine Minute.

Phoenix-Audi #16

Die starke Vorstellung von Giermaziak und Schramm wurde nicht gekrönt Zoom

Diesen Rückstand holte das Phoenix-Duo trotz einer weiteren starken Vorstellung Giermaziak nicht mehr auf. Im Ziel betrug der Rückstand auf die Sieger 15,222 Sekunden, was zeigt, was ohne das Problem möglich gewesen wäre.

Gesamtrang sechs ging an den zweiten Falken-Porsche #4 (Bachler/Güven/Ledogar/Ragginger) vor dem Landgraf-Mercedes #55 (Assenheimer/Trefz/Apotheloz). Der Prosport-Aston-Martin #17 (Dumarey/Glorieux/Breuer), der Car-Collection-Audi #23 (Köhler/Reicher/Spengler/Viebahn) und der Schnitzelalm-Mercedes #2 (Schreiner/Terting/Born) komplettierten die Top 10.

Der einzige Profi-BMW, die #34 von Walkenhorst (Krognes/Tuck/Trogen) war am Samstag mit einem technischen Problem ausgeschieden und trat am Sonntag nicht mehr an. Sieger in der Cup2-Klasse, die sich bei nassen Bedingungen am Samstag hatte ins Szene sezten könnten, wurde die #112 von KKrämer (Krämer/Brück/Veremenko/Naumann).

Weiter geht es mit der NLS 2022 in vier Wochen. Am 8. Oktober steht der 54. Barbarossapreis auf dem Programm, dann wieder mit der gewohnten Renndauer von vier Stunden.

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