12h Nürburgring R2: Walkenhorst-Doppelsieg bei NLS7

Doppelsieg im doppelten Sinne: Kuba Giermaziak und Christian Krognes gewinnen auch am Sonntag - BMW-Doppelsieg durch Krütten/Pereira

(Motorsport-Total.com) - Walkenhorst Motorsport ist das Team der 12 Stunden vom Nürburgring 2023: Jakub "Kuba" Giermaziak und Christian Krognes gewannen nach dem 63. ADAC ACAS Cup am Samstag auch das 62. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Sonntag. (Ergebnis)

Titel-Bild zur News: Christian Krognes und Kuba Giermaziak gelang das Doppel bei den 12h Nürburgring

Christian Krognes und Kuba Giermaziak gelang das Doppel bei den 12h Nürburgring Zoom

Der Sieg war noch durch eine Szene in der allerletzten Kurve kurzzeitig gefährdet. Krognes überholte ein anderes Fahrzeug unter Gelber Flagge. Dieses wollte überholt werden, um keine weitere Runde fahren zu müssen, und war entsprechend äußerst langsam unterwegs. Die Rennleitung entschied auf "no further action".

Das polnisch-norwegische Duo ging das Rennen vorsichtig an, wohl wissend, dass sie über die Distanz das stärkste Paket hatten. Das galt umso mehr, als der Scherer-Phx-Audi #5 (Stippler/V. Kolb; DNF) seine Seuchensaison fortsetzte.

Bereits in der zweiten Stunde war der Audi R8 LMS GT3 Evo II aus dem Rennen. Abermals war es ein Reifenschaden, der das in diesem Jahr arg gebeutelte Ex-Phoenix-Team ereilte. Nach der Reparatur ging der Audi noch einige Male auf die Strecke, ehe das Fahrzeug nach 31 Runden endgültig abgestellt wurde.

Zuvor hatte Frank Stippler in der Anfangsphase erneut für eine spektakuläre Show gesorgt, diesmal zusammen mit Luca Ludwig im racing-one Ferrari #19 (Kohlhaas/Aust/"Schell"/Ludwig). Beide lieferten sich in der Startrunde ein hartes Duell auf dem Grand-Prix-Kurs, bei dem es sogar zu zwei kleinen Berührungen kam.

Im Verlauf der ersten Runde ging Ludwig im Bereich Kesselchen vorbei - der Ferrari 296 GT3 hat auf der Geraden noch immer Vorteile. Ludwig setzte sich an der Spitze fest, bis er an seine Teamkollegen übergab, die die komplett mit Profis besetzten SP9-Boliden natürlich passieren lassen mussten.

Zweimal BMW vor zweimal Aston Martin

Nachdem Scherer Phx aus der Entscheidung raus war, kam es zu einem Showdown der beiden Walkenhorst-BMW. Niklas Krütten hatte seinen Startplatznachteil (P21) nach dem Felgenbruch im Qualifying bereits in der Startphase weitgehend wettgemacht. Nach einer Runde war er Zwölfter, nach zwei Runden Achter, nach der vierten Sechster.

Krütten und Dylan Pereira kamen nie in Schlagdistanz zu ihren Teamkollegen, die #34 hatte das Rennen stets unter Kontrolle. Giermaziak blieb in der Anfangsphase auf dem sechsten Platz. Nach dem ersten Stopp war es bereits Rang drei, mit dem Ausfall der #5 P2 übernahm der Ferrari #19 die Führung. Damit war der Weg frei zum Doppelsieg.

Der Ferrari sollte die Zielflagge nicht sehen. Eine Kollision beim Überrunden beschädigte die Aufhängung des Vortagessiegers in der SP9 Pro-Am. Nach knapp fünf Stunden war das Rennen gelaufen.

Hinter den beiden BMW überquerten zwei Aston Martin Vantage AMR GT3 die Ziellinie. Der PROsport-Aston-Martin #17 (Dumarey/C. Breuer/Böckmann; 3.) fuhr zu einem überlegenen Sieg in der SP9 Pro-Am und einem umjubelten Podiumsplatz in der Gesamtwertung. Vierter wurde der Dörr-Aston-Martin #24 (Thiim/B. Dörr/P. Dörr), bei dem nach einer Berührung zwischenzeitlich die Motorhaube gewechselt werden musste.

Riesenshow in der Cup2

Auf dem fünften Platz kam bereits der Sieger der Klasse Cup2 ins Ziel. Es war der Max-Kruse-Porsche #100 (Otto/Leuchter). Die Cup-Porsche sorgten wie gewohnt für beste Unterhaltung, diesmal in der Anfangsphase allerdings mit noch mehr Würze.

Eine Perlenkette von sieben Porsche 911 GT3 Cup (992) sorgte in der ersten Stunde für spektakuläre Szenen, Ausbremsmanöver in der Bergwerkskurve und wilde Windschattenschlachten auf der Döttinger Höhe.

Am Ende brachte Max Kruse Racing 21,017 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Es folgten KKrämer Racing #121 (Kranz/di Martino/T. Müller/Brück; 6.), Black Falcon #102 (Bünnagel/Nagelsdiek/von Danwitz; 7.) und Mathol Racing #107 (Hoffmeister/Kofler; 8.).

Mit dem equipe-vitesse-Audi #50 (Heimrich/Rocco/Klasen) kam das einzige reine SP9-Am-Fahrzeug auf dem neunten Platz ins Ziel, die Top 10 komplettierte der CP-Mercedes #45 (Putman/Espenlaub/Lewis/Christodoulou; 10.).

Nicht ins Ziel kamen der Walkenhorst BMW #36 (Posavac/Schreiner/Weerts/Bollrath) und der Huber-Porsche #25 (Wehrmann/Thyssen/Evans), die beide nach Einschlägen auf dem Grand-Prix-Kurs ausschieden. Das war der einzige Wermutstropfen für Walkenhorst an diesem Tag. Auch der Schnitzelalm-Mercedes #11 (Marchewicz/Trefz/Heyer/Ellis; DNF) musste nach einem Einschlag im Wippermann frühzeitig aufgeben.

Mit 87 gestarteten Fahrzeugen landete das Rennen zusammen mit dem NLS2-Nachholrennen im vergangenen November auf Platz drei der teilnehmerärmsten Rennen in der Geschichte der VLN/NLS.

Nun geht es im "heißen" Herbst mit Rennen im Zwei-Wochen-Rhythmus Schlag auf Schlag. Die nächste Station ist der 55. ADAC Barbarossapreis am 23. September.

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Qualifying 1 Sa. 09:35 Uhr
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Rennen 2 So. 15:10 Uhr

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