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Mortara gewinnt den Formel-3-Klassiker von Macao

Signature-Fahrer Edoardo Mortara fuhr im Formel-3-Grand-Prix von Macao zum Sieg und verwies Jean-Karl Vernay und Valtteri Bottas auf die Plätze

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr hatte er noch knapp das Nachsehen, jetzt war Edoardo Mortara (Signature) nicht mehr zu halten: Beim Formel-3-Klassiker auf dem Guia Circuit von Macao fuhr der italienische Rennfahrer in überzeugender Manier zum Sieg und verwies Jean-Karl Vernay (Signature) nach einem spannenden Duell über die gesamte Renndistanz von 15 Runden auf den zweiten Platz.

Edoardo Mortara

Freude bei Edoardo Mortara: Sieg im Formel-3-Klassiker in den Straßen Macaos Zoom

Zunächst allerdings kamen die Nachwuchspiloten nicht wirklich auf Touren, denn ein heftiger Massencrash sorgte schon in der Startrunde für einen Rennabbruch und eine Pause von einer Viertelstunde - im engen Stadtparcours hatten sich gleich mehrere Fahrzeuge ineinander verkeilt, wodurch die gesamte Strecke versperrt war. Für einige Piloten bedeutete dies zugleich das frühe Aus.#w1#

Kein Durchkommen mehr in Macao

Daniel Ricciardo (Carlin) klebte als Erster in der Mauer, nachdem sich das Feld überraschend sauber durch die berüchtigten ersten Kurven gezwängt hatte - in der Lisboa-Ecke war es zwar zu einem Auffahrunfall im Hinterfeld gekommen, der Großteil des Feldes schoss zu diesem Zeitpunkt aber schon dem kurvenreichen Mittelsektor entgegen. Dort ereignete sich schließlich der große Crash.

Start zum Grand Prix von Macao

Da war die Formel-3-Welt noch in bester Ordnung: Der Start verlief problemlos Zoom

Carlin-Fahrer Ricciardo wurde nach seinem Mauerkuss wieder auf die Strecke zurückgeworfen, wobei seine Konkurrenten zunächst allesamt gut reagierten und dem havarierten Rennwagen ausweichen konnten. Dann knallte es aber erneut - und plötzlich war die Straße zu! Wer jetzt noch den Hügel heraufgeschossen kam, hatte kaum eine Chance, dem Massencrash von Macao noch zu entgehen.


Fotos: Formel 3 in Macao


Gleich acht Piloten mussten daher schon nach wenigen Metern die Segel streichen. Neben Ricciardo schieden auch Max Chilton (Carlin), Daniel Zampieri (Prema), Stefano Coletti (Prema), Brendon Hartley (Carlin), Jake Rosenzweig (Fortec), Michael Ho (Manor) und Daniel McKenzie (Fortec) vorzeitig aus - ein Drittel des Starterfeldes hatte damit noch nicht einmal eine Runde zurückgelegt.

Vernay und Mortara mit packendem Zweikampf

Nach einer Unterbrechung von knapp 15 Minuten ging's weiter in Macao und der große Zweikampf zwischen Mortara und Vernay nahm seinen Auftakt. Mortara hatte den Start für sich entschieden und führte das Feld nach dem Neustart in Runde drei als Führender um den Kurs, doch Vernay schob sich auf der langen Geraden geschickt neben seinen Teamkollegen und schnappte ihn sich vor der Lisboa.

Edoardo Mortara

Edoardo Mortara im Ziel: Der Italiener hielt Jean-Karl Vernay gut in Schach Zoom

In der Folge entwickelte sich ein aufregendes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die beiden Signature-Fahrer dem Feld vollkommen enteilten und miteinander um den Sieg beim Macao-Klassiker stritten. Mortara jagte Vernay vor sich her, konnte bis wenige Runden vor Schluss aber keinen ernsthaften Angriffsversuch wagen. Dann beging Vernay einen kleinen Fehler - und Mortara witterte seine Chance.

Ein kleiner Schaltfehler kostete Vernay ausgangs der langsamen Melco-Haarnadel entscheidend an Schwung, sodass Mortara auf den langen Geradeausstücken des Guia Circuit erst aufholen und vor der Lieblingsüberholstelle von Macao vorbeigehen konnte. Mit einem mutigen Manöver bremste sich der Italiener erst neben Vernay und bog dann als Erster in die Lisboa-Kurve ein - die Entscheidung.

Mortara trägt den Sieg ins Ziel

Was folgte, war eine kontrollierte Fahrt des neuen Führenden, der ein Jahr nach seiner großen Enttäuschung zum großen Erfolg ausholte und den Sieg in Macao sicher ins Ziel brachte. Vernay krönte seinen ersten Auftritt auf dem Guia Circuit mit Platz zwei, Rang drei ging überraschend an Sam Bird (ART) - der britische Rennfahrer profitierte vom Pech seines Konkurrenten Valtteri Bottas (ART).

Der Finne hatte rundenlang auf dem sicheren dritten Rang gelegen, musste aber auf der letzten Runde kräftig Federn lassen und fiel noch zurück auf Position fünf - auch Marcus Ericsson (TOM'S) schlüpfte noch durch, doch mehr war für den anfänglichen Dominator des Wochenendes nicht mehr drin. Takuto Iguchi (TOM'S) holte Rang sechs, Renger van der Zande (Double R) belegte Platz sieben.

Das Rennergebnis von Macao:

01. Edoardo Mortara (Signature) - 53.07.769 Minuten - 15 Runden
02. Jean-Karl Vernay (Signature) + 1,146 Sekunden
03. Sam Bird (ART) + 10,982
04. Marcus Ericsson (TOM'S) + 14,988
05. Valtteri Bottas (ART) + 19,188
06. Takuto Iguchi (TOM'S) + 21,406
07. Renger van der Zande (Double R) + 22,059
08. Mika Mäki (Hitech) + 29,005
09. Yuji Kunimoto (NOW) + 33,348
10. Jules Bianchi (ART) + 35,761
11. Victor Garcia (Fortec) + 46,923
12. Carlos Huertas (Manor) + 47,111
13. Laurens Vanthoor (Signature) + 48,036
14. Kogi Saga (Le Beausset) + 54,965
15. Stef Dusseldorp (Kolles & Heinz) + 1:05.637 Minuten
16. Henry Arundel (Carlin) + 1:10.699
17. Roberto Merhi (Manor) + 1 Runde
18. Alexander Sims (Double R) + 1

Ausfälle:

Kei Cozzolino (Toda) - 10 Runden
Alexandre Imperatori (Kolles & Heinz) - 3
Daniel Ricciardo (Carlin) - 0
Max Chilton (Carlin) - 0
Daniel Zampieri (Prema) - 0
Stefano Coletti (Prema) - 0
Brendon Hartley (Carlin) - 0
Jake Rosenzweig (Fortec) - 0
Michael Ho (Manor) - 0
Daniel McKenzie (Fortec) - 0

Schnellste Rennrunde:

Edoardo Mortara (Signature) in 2:10.732 Minuten (Runde 10)

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