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Dieter Depping: "Ich bin sehr glücklich!"

Im Interview mit 'Motorsport-Total.com' erzählt Dieter Depping über die Mitteleuroparallye und seine Freude über Rang drei

(Motorsport-Total.com) - Frage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Ergebnis?
Dieter Depping: "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Timo und ich hatten uns im Vorfeld den fünften Platz vorgenommen. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass es besser wurde. Wir waren schon überrascht, dass wir so weit vorne mitfahren konnten. In etwa die gleichen Zeiten wie Peterhansel und Sainz zu fahren, war für uns unglaublich schön."

Dieter Depping

Dieter Depping hat mit seiner Leistung auch andere überrascht. Zoom

Frage: Lag das Erfolgsgeheimnis auch in Ihrem bisherigen Job als Testfahrer?
Dieter Depping: "Durch die Testfahrten war ich auch schon auf das Gelände, das uns in Ungarn und Rumänien erwartet hat, vorbereitet. So hatten wir in Tunesien auch sehr wellige Strecken. Ich kenne den Race Touareg mittlerweile durch und durch und kann das Auto richtig fühlen. Bei der Rallye musste ich mich nur noch an die Strecke gewöhnen, aber die war ja auch für alle anderen neu."#w1#

Frage: War die Zentraleuropa-Rallye härter als zuvor erwartet?
Dieter Depping: "Es war wirklich schwieriger als ich vorher gedacht hätte. Das lag besonders an den schlechten Bedingungen in Rumänien. Da war extrem viel Wasser und Matsch auf der Strecke. Wir hatten auch Schnee, aber zum Glück nur an den Rändern. Das war fast wie beim Schneefahren in Schweden. Diese Schneebänke haben wir bei unserer Fahrt auch mal mitbenutzt und uns daran angelehnt. Zudem ging es auf extrem engen Pisten durch den Wald."

Frage: Wie war es für Sie, nach längerer Zeit wieder eine Rallye zu bestreiten?
Dieter Depping: "Im Vorfeld war ich schon ziemlich angespannt und aufgeregt. Zwischen Testfahrten und einem Wettkampf liegt doch schon ein großer Unterschied. Natürlich stand ich auch ein wenig unter Druck, schließlich wollte ich eine gute Leistung zeigen. Die größte Katastrophe wäre für mich Unfall gewesen. Ich wollte einfach keine Fehler machen und gut abschneiden. Das habe ich geschafft."

Frage: Wieso kam es bei den Autos zu den Unfällen?
Dieter Depping: "Wie schon gesagt waren die Pisten extrem rutschig. Davon hatten wir natürlich keine Notizen in unserem Roadbook. Dazu kamen noch die starken Wellen, die auch Ursache für den Unfall von meinem Teamkollegen Giniel de Villiers waren. Die Wellen waren zwar eingezeichnet, aber an dieser Stelle waren sie in Wirklichkeit deutlich tiefer als angegeben."

Frage: Was denken Sie war der Schüssel zu Ihrem Erfolg?
Dieter Depping: "Dass die komplette Mannschaft von Volkswagen hinter mir stand. Ich habe auch sehr viele Tipps von den anderen Volkswagen Fahrern und Beifahrern bekommen. Ich konnte mich in der Woche voll auf mein Auto konzentrieren und musste mir um den Rest keine Gedanken machen. Es hat einfach alles einwandfrei funktioniert. Auch mein Beifahrer Timo hat bis auf einen kleinen Schnitzer einen perfekten Job abgeliefert. Besser hätte es für uns eigentlich nicht laufen können."

Frage: Was steht für Sie als nächstes auf dem Programm?
Dieter Depping: "Als nächstes fahre ich mit dem neuen Scirocco beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dort sind wir vergangenes Jahr schon mit dem Golf GTI mitgefahren und haben mit Gesamtrang acht und dem Klassensieg für Aufsehen gesorgt. Dieses Mal wird es auch durch die Fahrerbesetzung etwas ganz Besonderes: Ich werde zusammen mit Hans-Joachim Stuck, Carlos Sainz und Giniel de Villiers an den Start gehen. Für Volkswagen Motorsport steht danach mit zwei Race Touareg die Rallye dos Sertoes in Brasilien an. Dort werde ich aber voraussichtlich nicht dabei sein."

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