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Neues Qualifying-Format steht

Ab sofort greift in allen drei NASCAR-Klassen - Sprint-Cup, Nationwide-Serie und Truck-Serie - ein neues Qualifying: Unterschiede im Modus je nach Streckenlänge

(Motorsport-Total.com) - Seit Ende der 1990er-Jahre wurde die Startaufstellung für NASCAR-Rennen im Einzelzeitfahren ermittelt. Damit ist nun Schluss. Im Bemühen, die Jagd nach der begehrten Pole-Position und den weiteren Startpositionen vor allem für die Zuschauer spannender zu gestalten, hat NASCAR am Mittwoch ein komplett neues Qualifying-Format vorgestellt.

Greg Biffle, Jimmie Johnson

In der NASCAR greift ab sofort in allen drei Klassen ein neues Qualifying-Format Zoom

Anstatt in Form eines Einzelzeitfahrens auf die Strecke zu gehen, werden die Boliden aller drei NASCAR-Klassen - Sprint-Cup, Nationwide-Serie und Truck-Serie - ab sofort jeweils gemeinsam auf die Strecke gehen. Analog zur Formel 1 oder der IndyCar-Serie gibt es mehrere Durchgänge. "Wir glauben, dass die Zeit für ein neues Qualifying-Format in allen drei nationalen Serien reif ist", erklärt NASCARs Vize-Rennchef Robin Pemberton.

Wie funktioniert der neue NASCAR-Modus im Detail? Grundsätzlich gibt es Unterschiede je nach Streckenlänge. So gibt es auf allen Strecken, die mindestens 1,25 Meilen lang sind (im Sprint-Cup: Atlanta, Brooklyn, Charlotte, Darlington, Daytona, Fontana, Fort Worth, Homestead, Indianapolis, Joliet, Kansas City, Las Vegas, Pocono, Sparta, Talladega sowie die Straßenkurse Sonoma und Watkins Glen) ein dreigeteiltes Qualifying.

Intermediate-Ovale, Superspeedways, Straßenkurse: Q1 bis Q3

Carl Edwards

Auf dem Großteil der NASCAR-Strecken gibt es ab sofort drei Quali-Segmente Zoom

Auf diesen Strecken dürften zunächst alle Autos für 25 Minuten (Q1) auf die Strecke. In diesem Zeitfenster werden sämtliche Rundenzeiten registriert. Nach diesen 25 Minuten geht das Qualifying für die schnellsten 24 Fahrer weiter, während die übrigen ab Position 25 in die Garage abbiegen müssen. Für sie ist das Qualifying beendet.

Die schnellsten 24 verbringen weitere zehn Minuten gemeinsam auf der Strecke und kämpfen erneut um die besten Rundenzeiten. Nach diesem zehn Minuten dauernden zweiten Teil des Qualifyings (Q2) scheiden die nun zwölf langsamsten Fahrzeuge aus, während die zwölf schnellsten in den letzten Teil des Qualifyings (Q3) einziehen.

Q3 dauert lediglich fünf Minuten. Der Fahrer, der in diesen fünf Minuten die beste Rundenzeit auf den Asphalt legt, startet von der Pole-Position. Die übrigen elf Fahrer starten in der Reihenfolge ihrer in Q3 erzielten Rundenzeiten von den Plätzen zwei bis zwölf. Die Startplätze 13 bis 24 werden von den in Q2 ausgeschiedenen Fahrern eingenommen. Die Startplätze ab 25 von den in Q1 ausgeschiedenen Fahrern.

Short-Tracks und Ein-Meilen-Ovale: Q1 und Q2

Dale Earnhardt Jun.

Auf Short-Tracks und Ein-Meilen-Ovalen gibt es lediglich zwei Quali-Segmente Zoom

Auf Strecken, die kürzer als 1,25 Meilen sind (im Sprint-Cup: Bristol, Dover, Loudon, Martinsville, Phoenix und Richmond) greift ein zweigeteiltes Qualifying: Auf diesen Strecken gehen alle Fahrzeuge zunächst für 30 Minuten (Q1) auf die Strecke. Nach diesen 30 Minuten scheiden die in der Zeitenliste ab Position 13 klassierten Fahrer aus.

Die schnellsten zwölf ziehen in Q2 ein und dürfen dort für weitere zehn Minuten auf die Strecke. Der Fahrer, der im Verlauf dieser zehn Minuten die beste Rundenzeit markiert, startet von der Pole-Position. Die übrigen elf fahren in der Reihenfolge ihrer in Q2 erzielten Rundenzeiten von den Plätzen zwei bis zwölf los. Die Startplätze 13 aufwärts werden von den in Q1 ausgeschiedenen Fahrern eingenommen.

"Diese Art des Qualifyings in mehreren Durchgängen bietet alles, um das Erlebnis für unsere Fans auf den Tribünen und vor den Fernsehgeräten spannender zu gestalten. Für die Fahrer und Teams bedeutet das neue Format einen noch engeren Wettbewerb", ist Pemberton überzeugt.

Reifenwechsel zwischen den Quali-Segmenten tabu

Danica Patrick, Jeff Gordon

Der einzigartige Quali-Modus für das Daytona 500 bleibt unangetastet Zoom

Zwischen den einzelnen Quali-Segmenten dürfen an den Autos Setup-Veränderungen (Reifendruck-, Track-Bar- und Wedge-Anpassungen sowie Veränderung der Tape-Größe vor den Lufteinlässen) vorgenommen werden. Reifenwechsel sowie das Eingreifen in den Motorraum sind aber tabu.

Eventuelle Reparaturarbeiten dürfen nur in den kurzen Pausen zwischen den Segmenten und nur in der Boxengasse selbst, nicht aber in der Garage vorgenommen werden. Hat ein Fahrzeug einmal die Garage aufgesucht, ist die Zeitenjagd für dieses Fahrzeug beendet.

Das neue Qualifying-Format gilt für (fast) alle Meisterschaftsläufe im Sprint-Cup, der Nationwide-Serie und der Truck-Serie. Ausgenommen sind neben den nicht zur Meisterschaft zählenden Sprint-Cup-Veranstaltungen Sprint Unlimited (Anfang Februar in Daytona) und Allstar-Race (Mitte Mai in Charlotte) lediglich das Daytona 500 als Saisonhöhepunkt im Sprint-Cup sowie das Truck-Rennen auf dem Eldora Speedway - dem einzigen Dirt-Track im gesamten NASCAR-Kalender.

Für das Daytona 500 (in diesem Jahr am 23. Februar) werden die Startplätze wie gehabt über Einzelzeitfahren (Startplätze eins und zwei) sowie über die beiden Budweiser-Duels (Startplätze drei bis 43) ermittelt.

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