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NASCAR bringt neues Aero-Paket auf den Weg

Auf dem Kentucky Speedway greifen in drei Wochen neue Aero-Vorgaben für die Sprint-Cup-Boliden - Ab der Saison 2016 streckenspezifische Regelpakete?

(Motorsport-Total.com) - Die NASCAR-Szene im Wandel der Zeit: Seit dem zweiten Saisonrennen 2015 (Atlanta) gehen die Sprint-Cup-Boliden unter veränderten technischen Rahmenbedingungen an den Start. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde die Motorleistung mittels Tapered-Spacer von über 900 auf 725 PS reduziert. Das Fahrzeuggewicht des Gen6 wurde von 3.300 Pfund (1.497 Kilogramm) auf 3.250 Pfund (1.474 Kilogramm) reduziert. Der Heckspoiler wurde in der Höhe von acht Zoll (20,32 Zentimeter) auf sechs Zoll (15,24 Zentimeter) verkleinert.

Race-Action auf dem Michigan Speedway

Side-by-Side-Racing wie hier in Michigan soll es nicht nur nach Restarts geben Zoom

Weil all diese Maßnahmen den Hauptzweck - eine Verbesserung des Racings auf den 1,5-Meilen-Ovalen - nicht zur vollen Zufriedenheit der NASCAR-Offiziellen erfüllen, wird erneut Hand angelegt. Ursprünglich wollte man mit weiteren Nachbesserungen bis zur Saison 2016 warten, doch nun hat man das Debüt eines erneut veränderten Regelpakets vorgezogen. Schon beim Quaker State 400 auf dem Kentucky Speedway (11. Juli) werden die Sprint-Cup-Boliden mit einem neuen Aero-Paket antreten.

So wird die Höhe des Heckspoilers von aktuell sechs Zoll auf 3,5 Zoll (8,89 Zentimeter) reduziert. Verglichen mit 2014 ist der Spoiler in Kentucky also nicht einmal mehr halb so hoch. Zudem wird der Überhang des Frontsplitters um 4,45 Zentimeter verringert. Diese Maßnahmen sollen den Abtrieb der Autos weiter reduzieren und damit die Kurvengeschwindigkeiten wieder senken.

Quaker State 400 als Test unter Rennbedingungen

Matt Kenseth

Der Kentucky Speedway, seit 2011 im Kalender: Bühne für den Test im Rennen Zoom

Die Folge sollen lebhaftere Rennen sein, weil die Autos - von der Aerodynamik nicht mehr so stark abhängig - wieder mehr Side-by-Side-Racing zulassen sollen. So lautet zumindest die Theorie. Die ersten Praxiserfahrungen im Rennen werden in gut drei Wochen beim Quaker State 400 gesammelt.

Wie Steve O'Donnell anmerkt, liegt der Fokus auf einer größeren Leistungsdichte im Feld. "Bezogen auf den Abstand im gesamten Feld haben wir schon viel erreicht, aber wir wollen mehr Führungswechsel auf der Strecke sehen", erklärt der NASCAR-Vizepräsident den Hauptgrund für die neuen technischen Vorgaben, die nicht zwangsläufig jenen für die Saison 2016 entsprechen müssen. "Dieses Paket wurde einzig und allein für Kentucky geschnürt. Für Zukunft gibt es Optionen, aber noch ist nichts entschieden", sagt O'Donnell.

Fahrer und Crewchiefs noch nicht überzeugt

Penske-Pilot Brad Keselowski befürwortet den Vorstoß seitens NASCAR, glaubt aber noch nicht an den Stein der Weisen: "Ich verstehe, dass NASCAR ständig etwas tun muss, um mit den Teams Schritt zu halten. Doch was immer sie auch ändern, sei es die Aerodynamik oder etwas anderes, die Teams verfügen offenbar jedes Mal über die Ressourcen, um den Nachteil wieder auszugleichen."

Brad Keselowski

Brad Keselowski glaubt, dass die großen Teams sich auch künftig behaupten werden Zoom

Der erfahrene Crewchief Richard "Slugger" Labbe, ab sofort für den Childress-Chevy von Austin Dillon verantwortlich, nimmt in diesem Zusammenhang auch Reifenlieferant Goodyear in die Pflicht: "Alles hängt davon ab, welche Reifen man uns zur Verfügung stellt. Die Reaktion seitens Goodyear ist meiner Meinung nach ganz entscheidend, denn viel hängt davon ab, wie viel Grip die Reifen bieten."

Bei Goodyear ist man sich der Problematik bewusst, doch Rennchef Stu Grant gibt zu bedenken, dass bis zum Kentucky-Wochenende schlicht und ergreifend nicht genügend Zeit bleibt, um mehr als 2.000 neue Reifen zu produzieren. "In Kentucky werden die Reifen sicherlich nicht den Grip bieten, den sich die Teams wünschen", stellt Grant klar.

Ab 2016 neuer Ansatz beim Thema Aerodynamik?

Um den Teams dennoch die Chance zu geben, sich so gut wie möglich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, ist für Mittwoch vor dem Kentucky-Rennen eine umfangreiche Testsession angesetzt worden. Teams und Fahrer werden nahezu den kompletten Tag lang Zeit haben, das 1,5-Meilen-Oval in Sparta, Kentucky unter die Räder zu nehmen.

Steve O'Donnell

NASCAR-Vizepräsident O'Donnell wünscht sich streckenspezifische Aero-Vorgaben Zoom

Eines aber stellt NASCAR-Vizepräsident O'Donnell mit Blick auf das zweite Juli-Wochenende klar: "Das ist kein Test, es ist ein Rennen. Wir sprechen hier vom Regelpaket für Kentucky, das im Verlauf der zurückliegenden 18 Monate bereits getestet wurde. Zahlreiche Simulationen wurden durchgeführt und die Hersteller waren von Beginn an involviert."

"Es ist ein spezielles Regelpaket für Kentucky, das wir nicht unbedingt für unser komplettes Regelpaket heranziehen werden", sagt O'Donnell und deutet an, dass es ab der Sprint-Cup-Saison 2016 streckenspezifische Regelpakete geben könnte: "Der Weg, den wir einschlagen wollen, sieht ein spezielles Lastenheft für die einzelnen Rennen vor. Wir wollen Wochenende für Wochenende das bestmögliche Rennen auf die Beine stellen."

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