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Irres Finish inklusive Schlägerei bei den NASCAR Trucks!

Turbulentes Finish der NASCAR Trucks: John Hunter Nemechek und Cole Custer liefern sich beim Duell um den Sieg nicht nur auf der Strecke einen Schlagabtausch

(Motorsport-Total.com) - Die NASCAR Truck-Serie machte am vergangenen Wochenende einen Ausflug nach Kanada und das Rennen im Canadian Tire Motorsport-Park (ehemals Mosport) endete mit einem Eklat. Nach einem irren Finish wollte Cole Custer seinen Konkurrenten John Hunter Nemechek verprügeln, als sich dieser gerade die Zielflagge abholen und feiern wollte. Für einen Moment kugelten beide auf der Startzielgerade auf dem Boden, bis die beiden Streithähne getrennt wurden.

NASCAR Trucks

Irres Finish bei den NASCAR Trucks: Nemechek drückt Custer an die Wand Zoom

Was war geschehen? Im Overtime-Finish führte Custer mit seinem Chevrolet Silverado Nummer 00 knapp vor Nemechek (Chevrolet #8), dem Sohn von Joe Nemechek. Schließlich startete Nemechek einen Angriff und drückte Custer in die Wiese. Neben der Strecke fuhren sie an der Mauer entlang schlitternd auf die Ziellinie zu. Sie schafften es auch tatsächlich über die Linie, doch im ersten Moment wusste niemand, wer gewonnen hat.

Die Offiziellen sahen sich das irre Finish noch einmal an und schließlich wurde Nemechek zum Sieger erklärt. Als dieser zum Hochstand ging, um sich die karierte Flagge abzuholen, ging Custer wütend auf seinen Konkurrenten los und warf ihn zu Boden. "Ich wurde aus dem Rennen geschossen. Er hat mich in der vorletzten Kurve berührt und dann noch einmal", schäumt Custer anschließend.


Das irre Finish: Nemechek drückt Custer weg

"Er ist sauber gefahren, aber in der vorletzten Kurve ist er mir ins Heck gefahren. Dadurch verlor ich die Kontrolle und kam von der Ideallinie ab. Dann traf er mich in der letzten Kurve noch einmal, wodurch wir beide in die Wiese kamen. Er fuhr mich dann einfach gegen die Mauer", ärgert sich Custer über die Vorgangsweise von Nemechek. "Ich hatte es aber erwartet, weil er schon mit vielen Leuten so umgegangen ist. Schade, denn ich hatte eine tolle Chance, es in den Chase zu schaffen."

Strafen gab es keine. Für NASCAR war es ein spektakuläres Finish. "Ich holte die 00 dort ein und ich habe ihn nicht für den Sieg abgeräumt", schildert Nemechek die Situation aus seiner Sicht. "Feindberührungen gehören zum Rennsport dazu. Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, hätte er es genauso gemacht, um den Sieg zu bekommen. Man muss alles tun, um zu gewinnen." Für Nemechek war es sein dritter Truck-Series-Sieg, obwohl das Rennen von Custer dominiert wurde.


Nachspiel: Custer geht auf Nemechek los

Auf die persönliche Attacke im Anschluss angesprochen, gibt sich Nemechek gelassen: "Wir werden sehen wie es es ich weiterentwickelt. Wenn wir ein Gespräch haben, werden wir es führen. Wenn nicht, dann nicht." Custer führte das Rennen 39 Runden an und wurde schließlich als Zweiter gewertet. Nemechek lag 19 Runden in Führung und ist bereits für den Chase qualifiziert. Custer hat in der regulären Saison noch eine weitere Chance, wenn er das nächste Rennen in Chicagoland gewinnt.

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