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  • 15.02.2013 · 13:29

  • von SID & Stefan Ziegler

Lüthi nach Arm- und Schulterbruch operiert

Moto2-Pilot Tom Lüthi hat sich bei den Testfahrten in Valencia den rechten Arm und die rechte Schulter gebrochen - Update: Team sieht Unfallschuld bei Wilairot

(Motorsport-Total.com) - Motorrad-Pilot Tom Lüthi (Paddock) hat sich bei den Testfahrten im spanischen Valencia den rechten Arm und die rechte Schulter gebrochen. Der 26-jährige Schweizer wurde am frühen Freitagmorgen in Bern operiert. Seine Ärzte rechnen mit einer vollständigen Heilung seiner komplizierten Bruchverletzungen. Der Moto2-Fahrer, WM-Vierter der abgelaufenen Saison, hatte die Blessuren bei einem Zusammenstoß mit dem Thailänder Ratthapark Wilairot erlitten. Wie lange Lüthi pausieren muss, ist noch nicht klar.

Tom Lüthi

Rückschlag für Tom Lüthi: Bei einem Testunfall zog er sich Knochenbrüche zu

Mit einer frühen Rückkehr noch bei den verbleibenden Vorsaisontests ist nicht zu rechnen, auch die Teilnahme beim Saisonauftakt am 7. April in Katar steht in Frage. Während eine weniger schwere Verletzung im Schulterbereich nicht operiert werden musste, wurden die komplizierten Brüche im Ellbogen- und Oberarmbereich über fünf Stunden hinweg von Lüthis Vertrauensarzt Marc Metzler eingerichtet und verschraubt. Zunächst war man außerdem noch von einem gebrochenen Schlüsselbein ausgegangen.

Das Team teilt nach Sichtung der Videoaufzeichnung mit, dass klar erkennbar sei, dass Wilairot zu schnell in die zweite Kurve einbog, mit dem Vorderrad wegrutschte und geradewegs in Lüthi und seinen Suter-Prototypen krachte. Der heftige Rammstoß habe den Schweizer völlig unvorbereitet getroffen. "Es war sehr, sehr viel Pech, dass dieser Unfall so passiert ist. Doch nach dem ersten Bericht der behandelnden Ärzte ist uns allen im Team in Stein vom Herzen gefallen", atmet Daniel Epp auf.


Fotos: MotoGP-Tests in Sepang


Der Teambesitzer weiter: "Weil sich Tom mit großer Wahrscheinlichkeit vollständig von seinen Verletzungen erholen wird. Das ist momentan das einzig Wichtigste." Der folgenschwere Unfall hatte sich am dritten und letzten Moto2-Testtag auf dem Circuit Ricardo Tormo bei Valencia ereignet. "Thomas wurde vermutlich von hinten getroffen. Dann kam er zu Sturz", hatte Team-Cheftechniker Alfred Willeke bereits am Donnerstag bei 'MotoGP.com' erklärt. "Thomas kann sich nicht besonders gut an den Vorfall erinnern."

Willeke meinte: "Er hat einen harten Schlag von hinten im Gedächtnis. Dann stürzte er." Von einer klaren Schulzuweisung nahm Willeke damals noch Abstand: "Thomas war gemeinsam mit Wilairot auf der Strecke. Wir denken also, dass der Sturz durch Wilairot verursacht wurde. Wir können es aber noch nicht genau sagen", hatte der Cheftechniker gesagt.