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Honda

Japan

Porträt

(Stand: Ende 2020) Das Repsol-Honda-Team hat in der Motorrad-Weltmeisterschaft eine lange Tradition. Im Jahr 1994 startete Mick Doohan eine Serie von fünf WM-Titeln. Ein weiterer Titelgewinn folgte im Jahr 1999 durch den Spanier Alex Criville.

Nach einer dreijährigen Durststrecke stieß 2002 mit Valentino Rossi der amtierende 500er-Weltmeister zum Team. Dem Italiener gelangen in den nächsten beiden Jahren insgesamt 20 Rennsiege in der neugeschaffenen MotoGP, was letztlich zu den WM-Titeln 2002 und 2003 führte. Nach Rossis Wechsel zu Yamaha konnten Alex Barros und Max Biaggi 2004 und 2005 die Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Der US-Amerikaner Nicky Hayden eroberte 2006 in einem Herzschlagfinale den WM-Titel im Duell gegen Valentino Rossi und holte die begehrte Startnummer eins zurück ins Honda-Werksteam. Nachdem Hayden seinen WM-Titel 2007 nicht erfolgreich verteidigen konnte, etablierte sich an dessen Seite nach und nach Honda-Eigengewächs Daniel Pedrosa als die neue Nummer eins des Teams.

Doch dem Spanier gelang es trotz seiner insgesamt acht Grand-Prix-Siege in den Jahren 2006 bis 2009 nicht, die WM-Krone zu Honda zurückzuholen. Zwar galt die Honda RC212V als sehr zuverlässig, doch Chassis und Fahrwerk wurden von Pedrosa wiederholt als Schwachstellen identifiziert.

Der Erfolg kehrte erst zurück, als man für 2011 Casey Stoner von Ducati abwarb. Der Australier zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen umgehend zurück, indem er zehn Rennen und schließlich auch die Fahrerweltmeisterschaft gewann. 2011 sicherte sich Honda zudem die Titel in der Team- und Herstellerwertung.

2012 kämpften Stoner und Pedrosa erneut gegen Yamaha-Ass Jorge Lorenzo. Stoner verletzte sich im Laufe der Saison und trat am Saisonende zurück. Pedrosa kämpfte bis zum vorletzten Rennen um den WM-Titel, unterlag nach einem Sturz allerdings und wurde Vizeweltmeister. Dennoch war die RC213V speziell ab er zweiten Saisonhälfte das stärkste Motorrad im Fahrerlager.

2013 startete Pedrosa erneut einen Anlauf auf den WM-Titel. Den Platz von Stoner übernahm Nachwuchstalent Marc Marquez. Und der Moto2-Weltmeister schlug ein wie eine Bombe. Marquez gewann insgesamt sechs Rennen und wurde als Rookie Weltmeister. Und die Saison 2014 wurde noch erfolgreicher: Marquez gewann 13 Rennen und Pedrosa eines. Erneut gingen alle drei WM-Titel an Honda.

2015 riss die Serie von Marquez, er machte zu viele Fehler und verlor den WM-Titel. Auch zu Beginn 2016 hatte Honda Mühe mit der Umstellung auf die neue Einheitselektronik. Marquez war aber gereift, machte keine Fehler und holte bis Japan in jedem Rennen WM-Punkte. In Motegi krönte er sich schließlich zum dritten Mal zum Weltmeister. Honda gewann auch die Herstellerwertung, die Teamwertung ging an Yamaha.

2017 wechselte man vom Screamer zu einem Big-Bang-Motor. Marquez kämpfte gegen Ducati-Star Andrea Dovizioso und wurde zum vierten Mal Weltmeister. 2018 setzte der Spanier seinen Erfolgslauf fort und gewann deutlich vor Dovizioso seinen fünften WM-Titel. Auf der anderen Seite beendete Pedrosa seine Karriere. 2019 übernahm Jorge Lorenzo den Platz an der Seite von Marquez.

Lorenzo konnte sich aber nicht auf die RC213V einstellen. Zudem war seine Saison von Verletzungen geprägt und er erklärte sein Karriereende. Auf der anderen Seite fuhr Marquez seine vielleicht beste Saison und wurde zum sechsten Mal MotoGP-Weltmeister. Mit Ausnahme eines Ausfalls war er nie Schlechter als Zweiter.

2020 riss die Erfolgsserie. Marc Marquez verletzte sich beim ersten Rennen und fiel für die restliche Saison aus. Er wurde von Testfahrer Stefan Bradl ersetzt. Rookie Alex Marquez schaffte es zweimal auf das Podest. Honda blieb zum ersten Mal seit der Rückkehr 1982 sieglos. In der Marken-WM fiel man auf Platz fünf zurück. Repsol-Honda belegte bei den Teams Rang neun.

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